Wie man die richtigen Proben für einen Hund-Allergietest sammelt und was man vermeiden sollte
13. April 2024 – 13:50 | No Comment

Die Vorbereitung und Durchführung eines Allergietests bei Hunden erfordert Sorgfalt und Präzision, insbesondere wenn es um die Sammlung der richtigen Proben geht. Eine korrekte Probenentnahme ist entscheidend, um zuverlässige Testergebnisse zu erzielen und die spezifischen …

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Zahnpflege beim Hund – aber wie?

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 30. September 2010 – 08:303 Comments

Wie andere Säugetiere und der Mensch besitzt auch der Hund ein Milchgebiss. Dieses wird bis zum Alter von sechs Monaten zum bleibenden Gebiss gewechselt. Hier kann es vorkommen, dass die abgestorbenen Milchzahnreste nicht zeitgerecht ausfallen und auf bzw. neben dem bleibenden Zahn steckenbleiben. Das ist oft beim Fangzahn der Fall, wo sich in dem entstehenden Spalt leicht Futterreste einklemmen. Noch vorhandene Milchfangzähne können darüber hinaus Zahnfehlstellungen im bleibenden Gebiss verursachen. Deshalb ist die Beobachtung des Milchzahnwechsels beim Welpen eine wichtige Maßnahme.

Veränderungen in der Zahnstellung und Fehlen von Zähnen (Zahnlücken) sind fast immer erblich bedingt. Solche Veränderungen führen bei manchen Rassehunden zum Zuchtausschluss. Bei einigen Rassen gelten sie dagegen als erwünschtes Rassemerkmal. Meist treffen dabei die Partnerzähne des Ober- und Unterkiefers nicht – wie von der Natur vorgesehen – exakt scherenartig aufeinander. Beim Hechtgebiss ist beispielsweise der Oberkiefer in Bezug zum Unterkiefer zu kurz, beim Überbeißer (Karpfengebiss) ist genau das Gegenteil der Fall. Zahnfehlstellungen werden zum medizinischen Problem, wenn die Aufnahme und Zerkleinerung der Nahrung behindert ist, kein normaler Zahnabschliff erfolgt, der Ansatz von Zahnstein begünstigt oder die Mundschleimhaut geschädigt wird.

Fremdkörper richten großen Schaden an. Sie können sich in die Mundschleimhaut bohren (Grannen, Nadeln), um die Zunge legen (Faden, Blutgefäßringe aus dem Futter) oder zwischen den Zähne einkeilen (Knochen- und Holzsplitter). Hierdurch entstehen Wunden, die schmerzhaft und infektionsgefährdet sind. Die Zunge kann auch abgeschnürt und gequetscht werden. Meist schafft es der Hund nicht allein, den Fremdkörper loszuwerden. Ohne Hilfe können sich qualvolle, teilweise lebensbedrohliche Zustände entwickeln. Fremdkörperverdacht besteht immer bei starkem Speichelfluss in Verbindung mit heftigen Kieferbewegungen, Kaubeschwerden, Futterverweigerung, Blutungen aus dem Fang oder kläglichem Winseln.

Symptome für Zahnprobleme beim Hund:

  • gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch
  • verlängert erscheinende Zähne bzw. Zahnfleischverlust
  • vermehrter, auch blutiger Speichel, (“sabbern”)
  • Zahnverfärbungen und Zahnstein
  • Mundgeruch
  • einseitiges Kauen
  • Bevorzugung weicher Nahrung
  • Kratzen mit der Pfote an der Schnauze
  • mit der Schnauze über den Boden fahren

How to Brush Your Dog’s Teeth

Zahnerkrankungen können also das Wohlbefinden des Tieres wesentlich beeinträchtigen. Deshalb sollte die Mund- und Zahnhygiene zum Alltag eines Hundes zählen. Mindestens einmal jährlich sollte das Tier zum Zahncheck beim Tierarzt vorgestellt werden. Im Rahmen der regelmäßigen Schutzimpfung können die Zähne gleich mit kontrolliert werden. Der Tierarzt erkennt gefährliche Erkrankungen von Zähnen, Zahnfleisch und Zahnhalte-Apparat bereits im Ansatz und kann sie schnell und effektiv behandeln – bevor sie zum Problem werden. Wie beim Menschen ist auch für die Tiere das regelmäßige tierärztliche Entfernen von Zahnstein mit anschließender Politur der Zähne eine wertvolle prophylaktische Maßnahme. Ebenso wichtig für den dauerhaften Erfolg ist aber die Nachsorge zu Hause: durch konsequente Zahnhygiene. Sollte es dennoch einmal zu akuten, schweren Mundhöhlenentzündungen oder Zahnfachvereiterungen kommen, kann der Tierarzt diese mit speziell dafür zugelassenen Antibiotika behandeln.

Mit der Zahnpflege beginnt man am besten im Welpenalter. Dann gewöhnt sich der Hund schnell an regelmäßige Berührungen am Kopf und am Maul. Wenn der Hund das problemlos toleriert, können dabei regelmäßig auch behutsam die Zähne berührt werden. Mit auf den Finger oder auf eine Fingerzahnbürste aufgetragener Hundezahnpasta kann zunächst ein, später mehrere Zähne geputzt werden. In der Regel reicht das Bürsten der Zahnaußenseiten. Nur etwa 30 Sekunden tägliches Zähneputzen bringen einen enormen Nutzen für die Zahngesundheit. Zur Zahnfleischpflege stehen entsprechende Gels zur Verfügung.

Bei älteren Tieren, die das Zähneputzen nicht gewöhnt sind und dies deshalb nicht zulassen, sollte man den natürlichen Kautrieb für die tägliche Zahnpflege ausnutzen. Es gibt ein umfangreiches Angebot an Kaustreifen, die darüber hinaus die Kaumuskulatur trainieren. Zähne und Zahnfleisch werden so mechanisch gereinigt. Darüber hinaus werden während des Kauens vermehrt natürliche Enzyme freigesetzt, die die Zähne zusätzlich von Zahnbelag befreien und so vor Zahnstein und Parodontose schützen können. Meist enthalten die Kaustreifen unterstützende wertvolle Milcheiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

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Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V. / Foto: Chris Barber

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