Wie man die richtigen Proben für einen Hund-Allergietest sammelt und was man vermeiden sollte
13. April 2024 – 13:50 | No Comment

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Weltweite Verluste von Honigbienen – was sind die Ursachen?

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 12. Juni 2010 – 10:003 Comments

Es ist nach wie vor unklar, was die aktuellen globalen Verluste von Honigbienen verursacht. Die Zeitschrift Journal of Apicultural Research konzentriert sich in einer Sonderausgabe auf mögliche Erklärungen der Ursachen von weltweiten Honigbienen Völkerverlusten.

Honigbienen-Völkerverluste sind ein weltweites Phänomen, aber das Ausmaß dieser Verluste und ihrer Ursachen können sich von Land zu Land stark unterscheiden. Insbesondere das Phänomen Colony Collaps Disorder (“CCD”) in den USA hat amerikanische Regierungsorgane veranlasst, viel Geld in die Forschungsfinanzierung zu pumpen und US-Wissenschaftler arbeiten hart, um Erklärungen zur Verfügung zu stellen. Bis jetzt ist kein einzelner „Hauptverantwortliche“ für diese Verluste erkannt worden. Verschiedene Faktoren sind als Erklärungen für die hohe Sterblichkeit von Honigbienen diskutiert worden. Herkömmliche Ursachen wie die Varroamilbe und andere Krankheiten, Schädlingsbekämpfungsmittel, Bienenhaltungsmethoden und die Wechselwirkungen zwischen ihnen, erhalten immer mehr Bedeutung und der Forschungsschwerpunkt wird auf diese komplexen Wechselwirkungen gelegt.

Interessant ist, dass größere Völkerverluste in der Geschichte nicht außergewöhnlich sind. Ein Beispiel dafür ist die „Isle of Wight Krankheit“, die im Jahre 1906 massenweise Bienenvölker auf dieser Insel südlich von Groß Britannien vernichtet hat. Die Symptome waren flugunfähige, vor den Beuten krabbelnde Bienen. Alles Symptome, die wir auch bei den aktuellen Bienenverlusten beobachten können. Auch damals wurde dieses Phänomen von den Medien aufgegriffen und bald wurden alle Bienenverluste in ganz England als „Isle of Wight Krankheit“ bezeichnet. Auch damals war unklar, was die Ursachen waren.

Zuerst wurde der Nosema die Schuld zugewiesen und später der Tracheenmilbe. Doch beide Befunde waren aus heutiger Sich falsch. Eine Neuaufnahme der Befunde anhand von Bienenproben 1991 und 2002 führte dann zum Schluss, dass diese Krankheit aus einer Kombination von Faktoren, vor allem durch die Infektion mit dem Chronischen Paralyse Virus (der 1906 völlig unbekannt war), zusammen mit ungünstigen Witterungsbedingungen und daraus folgendem Futtermangel und einer großen Bienendichte, verursacht wurde.

»Fragen zur Gesundheit deiner Haustiere?«

In der aktuellen Problematik haben oft obskure Überlegungen, wie Mobiltelefone und Handymasten oft naheliegendere Ursachen übertönt. Vor allem der Varroamilbe wurde vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Trotzdem ist auffällig, dass Afrikanische und Afrikanisierte Bienen ohne Varoabehandlung überleben und der Australische Kontinent ist nach wie vor frei von der Varroamilbe ist. Und gerade diese Kontinente (Südamerika, Afrika, Australien) haben wesentlich weniger mit hohen Bienenverlusten zu kämpfen, als Regionen, wo die Varroamilbe flächendeckend in den Bienenvölkern vorhanden ist! Die Milbe allein kann aber auch nicht die ganze Sache erklären, auch unter dem Aspekt, dass etablierte Varroabekämpfungsmethoden den Varroadruck in verträglichen Grenzen halten können. So gewinnt das Zusammenspiel mehrerer bekannten und nicht neuer Faktoren immer mehr an Bedeutung für die Erklärung von Bienenverlusten in solch großen Dimensionen.

Um diesen Effekten auf die Spur zu kommen und um international standardisierte Methoden zu entwickeln, wurde COLOSS (Precention of Honeybee COlony LOsses) installiert, um die Bemühungen zur Erklärung und Verhinderung von Bienenverlusten auf internationaler Ebene zu koordinieren. Nur diese internationale Kooperation in Monitoring und Forschung kann zu befriedigenden Ergebnissen führen. Im Komitee von COLOSS in der Arbeitsgruppe „Umwelt und Bienenhaltung“ ist auch Karl Crailsheim von der Universität Graz vertreten.

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