Giftköder – Gefahr für geliebte Vierbeiner
16. Oktober 2017 – 21:56 | One Comment

Immer öfter hören Hundebesitzer in den Nachrichten von einer großen Gefahr für ihre Hunde: Giftköder. Dabei handelt es sich um unscheinbar wirkende Leckerlies, deren Genuss jedoch im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Tierschutzorganisationen gehen aktuell …

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Katzenkrallen pflegen und schneiden: Auf diese Dinge sollte man achten

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 5. Dezember 2016 – 23:05One Comment

Üblicherweise pflegen Katzen ihre Krallen selbst, sofern man ihnen die Möglichkeit dafür bietet. Wohnungskatzen werden ihre Krallen am Kratzbaum wetzen, während Freigänger vorzugsweise an den Stämmen von Bäumen kratzen.
Dadurch werden die Krallen auf natürliche Weise gekürzt und gesäubert, sodass der Katzenhalter sich nur im Ausnahmefall um die Krallenpflege seines Vierbeiners kümmern muss.
Trotzdem sollte man sich die Krallen regelmäßig genauer anschauen, um herauszufinden, ob sie zusätzliche Pflege benötigen.

Katzen pflegen ihre Krallen selbst
Gesunde Krallen sind für Katzen äußerst wichtig. Sie helfen beim Springen und Klettern, dienen aber auch zum Festhalten, Fangen und Greifen von Beutetieren.

Darüber hinaus werden die Krallen in Revierkämpfen eingesetzt, um sich vor Rivalen zu verteidigen oder sie anzugreifen. Jede Katze hat insgesamt 18 Krallen, die bei der normalen Fellpflege mit geputzt werden. Wer seine Katze bei der täglichen Pflegeroutine beobachtet, hat sicher schon einmal gesehen, wie die Katze ihre Pfoten spreizt, um daran zu knabbern und zu lecken. So werden die Zehenzwischenräume sauber gehalten und die Krallen gepflegt.

Da das Horngewebe, aus dem die Krallen bestehen, permanent erneuert wird, müssen sich die Katzenkrallen in regelmäßigen Abständen häuten. Katzenbesitzer finden deshalb gelegentlich leere Krallenhüllen in der Wohnung. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, dass die Samtpfoten ihre Krallen in der freien Natur oder an einem Kratzbaum wetzen können. Nur so lässt sich das Horngewebe entfernen. Stubentiger, die keinen Kratzbaum zur Verfügung haben, werden früher oder später die Einrichtung ihres Besitzers für die Krallenpflege verwenden. Sobald sie einmal damit begonnen haben, kann man den Samtpfoten das Kratzen an Möbeln oder Tapete nur schwer abgewöhnen. Deshalb sollte man von Anfang an Kratzmöbel anbieten.

»Probleme mit Katzenkrallen?«

Wann die Krallen geschnitten werden müssen
Mitunter kommt es vor, dass die Katzen bei der Krallenpflege Unterstützung von ihrem Menschen benötigen. Allerdings sollte man nur in Ausnahmefällen zur Krallenschere greifen, denn hat man einmal damit angefangen, die Krallen zu schneiden, muss man sich oft immer wieder darum kümmern. Prinzipiell gilt: Falls die Katze klackernde Geräusche erzeugt, wenn sie über Fliesen oder Laminat läuft, sollte man sich die Krallen genauer anschauen. Meist sind dann zumindest einzelne Krallen zu lang. Das Krallenschneiden gestaltet sich aber gerade bei scheuen Tieren schwierig, sodass unerfahrene Katzenbesitzer dafür auf jeden Fall einen Tierarzt zu Rate ziehen sollten. Andernfalls könnte sich der Stubentiger beim Krallenschneiden schmerzhafte Verletzungen zuziehen.

Richtige Vorgehensweise beim Krallenschneiden
Wer eine sehr ruhige und zahme Katze hat, kann ihr den Tierarztbesuch aber ersparen.

Wichtig ist lediglich, dass immer nur der vordere Bereich der Kralle abgeschnitten wird. Weiter hinten beginnen die Nervenbahnen und Blutgefäße, die nicht verletzt werden dürfen.
Diesen Bereich erkennt man als Katzenhalter daran, dass er eine rosige Farbe aufweist. Allerdings ist er nur bei hellen Krallen gut sichtbar.

Wenn die Krallen der Katze dunkel gefärbt sind, sollte man sie gegen das Licht einer Taschenlampe halten, um die Blutgefäße und Nerven besser zu erkennen. Eine Anleitung zum Schneiden der Katzenkrallen gibt es beispielsweise auf purina-one.de. Die folgenden Utensilien sollten auf jeden Fall parat liegen:

  • Spezielle Krallenzange für Katzen – Eine herkömmliche Nagelschere darf nicht verwendet werden
  • Nagelfeile mit abgerundeter Spitze – Vermeidet, dass die Krallen splittern
  • Wattestäbchen und Wasserstoffperoxid – Wird zum Stillen der Blutung benötigt, falls ein Blutgefäß verletzt wird

Alternativ kann auch ein scharfer Nagelknipser verwendet werden. Beim Schneiden sollte man drei Millimeter Abstand zu dem Bereich mit den Blutgefäßen und Nerven halten, um auf Nummer sicher zu gehen. Dann sind schmerzhafte Verletzungen ausgeschlossen.

Weitere Tipps und Tricks für das Krallenschneiden bei Katzen
Das Krallenschneiden ist schmerzlos, wenn man dabei alles richtig macht. Zuerst werden die fünf Krallen der einen Vorderpfote und anschließend die Krallen der anderen Vorderpfote geschnitten. Anschließend setzt man die Arbeit an den jeweils vier Krallen der beiden Hinterpfoten fort. Die Krallen sollten in der natürlichen Wuchsrichtung gekürzt werden. So stellt man sicher, dass die Katze danach mit der gewohnten Krallenpflege fortfahren kann. Lässt sich die Katze nicht gerne einfangen und an ihren Pfötchen berühren oder ist man sich nicht sicher, sollte man die Krallenpflege dem Tierarzt überlassen.

Was tun, wenn man die Blutgefäße verletzt?
Egal, wie gut man aufpasst, die Blutgefäße und Nervenbahnen der Krallen nicht zu verletzen, lässt sich im Eifer des Gefechts nicht immer vermeiden. Die Katze wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zusammenzucken und fliehen. Meist setzt auch eine Blutung ein, die sich mit einem Wattestäbchen und Wasserstoffperoxid schnell stoppen lässt. Die Verletzung heilt schnell. Allerdings wird die Katze das Krallenschneiden von nun an mit einer negativen Erfahrung verbinden. Deshalb ist es ratsam, nach so einem Missgeschick die Krallenpflege in die Hände des Tierarztes zu legen.

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Foto: iStockphoto / Postinfo: KH1051216

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