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Arthrose: Eine der häufigsten Erkrankungen bei Hunden

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 7. Januar 2014 – 09:005 Comments

Der Hund wird immer wieder als der beste Freund des Menschen bezeichnet. Um dieser Stellung gerechtzuwerden, müssen die Vierbeiner aber auch gesund sein. Die Tiere besitzen einen angeborenen Bewegungsdrang und wollen mit ihrem Herrchen mehrmals am Tag spazieren gehen.

Doch dieser starke Bewegungsdrang hat auch seine Tücken: Hunde wollen sich selbst dann bewegen, wenn sie unter Schmerzen leiden. Die Vierbeiner unterdrücken die Schmerzen und versuchen, sich weiterhin zu bewegen. Hundebesitzer müssen zeigen, dass auch sie der beste Freund des Hundes sind, und eingreifen.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Arthrose bei Ihrem Hund erkennen können, welche Ursachen es gibt und wie man die Schmerzen mit Futterzusätzen sowie vielen anderen Methoden lindert (einen Onlineshop-Gutschein für ein passendes Produkt finden Sie hier).

Arthrose ist nicht gleich Arthrose
Damit Hundebesitzer lernen können, die Krankheit zu verstehen, müssen sie zunächst einmal wissen, worum es geht. Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Arthrosekrankheiten:

  • Koxarthrose (Hüftarthrose)
  • Gonarthrose (Kniearthrose)
  • Spondylarthrose (Wirbelsäulenarthrose)
  • Arthrosen, welche sich in den Gelenken der Pfoten befinden

Nun zur Erklärung, was Arthrose, dessen medizinischer Term „Arthrosis deformans“ lautet, eigentlich ist: Sie bezeichnet im Grunde den Abbau des Gelenkknorpels. Dies hat zur Folge, dass die gleitfähige, glatte Gelenkfläche sowie Umbauprozesse angrenzender Knochen zerstört wird und die Gelenke deformiert werden. Die normale Bewegung des Gelenks ist infolgedessen immer eingeschränkter. Als Mitglied der degenerativen Erkrankungen wird bei Arthrose das Gewebe in den Gelenken dauerhaft abgebaut, zurückgebildet oder es verliert seine Funktion.

Arthrose kann in unterschiedlichen Formen auftreten:

  • Primär: Die Krankheit entsteht, obwohl das Gelenk des Hundes vorher nicht erkrankt war.
  • Sekundär: In diesem Fall entsteht die Arthrose als Folgeerkrankung in einem kranken oder geschädigten Gelenk.

Neben den beiden unterschiedlichen Formen wird in der westlichen Medizin zusätzlich zwischen drei Stadien unterschieden:

  1. Frühstadium
  2. Fortgeschrittenes Stadium
  3. Spätstadium

Behandlungen bei Hunden in einem der beiden ersten Stadium sind in etwa 90 Prozent aller Fälle erfolgreich.Arthrose bei Hunden äußert sich mit Fehlfunktionen der Gelenke und Schmerzen. Letztere können unter Umständen zu Fehlbelastungen anderer Gelenke führen, deshalb ist es wichtig, dass Hundebesitzer die Erkrankung ihres Tieres möglichst früh erkennen. Hinweise auf eine Arthrosekrankheit sind:

Lahmen
Wenn Hunde ihr Bein nicht richtig benutzen, spricht man von „Lahmen“. Für Hundebesitzer ist dies häufig nur schwer zu erkennen, zum Teil kann es aber auch sehr offensichtlich sein. Viele Hundebesitzer erkennen das Lahmen an sich, sind aber davon überzeugt, es wäre nicht schmerzhaft. Das Problem ist, dass das Tier den Schmerz unterdrückt und auch sonst keine Laute von sich gibt. Achten Sie auf eine veränderte Ganganomalie, wenn der Hund zum Beispiel kleinere oder größere Schritte macht oder sich seine Kopfposition ändert.

Schwierigkeiten beim Aufstehen
Schwierigkeiten beim Aufstehen sind die am weitesten verbreiteten Anzeichen von Arthrose. Durch die in den Gelenken verursachte Steifheit verdicken die Gelenkkapseln. Hunde haben somit Probleme, aus einer Liegeposition aufzustehen. Da das Aufstehen viel Muskelkraft verlangt, können Hundebesitzer die Krankheit erkennen, wenn der Hund nur sehr langsam oder entsprechend schwer aufsteht.

Probleme beim Auslauf
Ebenfalls ein weitverbreitetes, leider aber häufig übersehenes Anzeichen einer Arthrose, sind Probleme beim Sparzierengehen. Es gibt Hunde, die weder Schmerzen noch Lahmheiten zeigen, haben dafür aber nicht dieselbe Lust zum Spielen und Laufen wie früher. Auch ihr Appetit verändert sich und sie wirken träge und schlapp. Es kann durchaus vorkommen, dass die betroffenen Tiere nach einer „Aufwärmphase“ ihre Steifheit verlieren, sie ermüden dafür aber umso schneller. Dann möchte der Hund nach Hause oder legt sich hin. Hundebesitzer verwechseln diese Symptome häufig mit Anzeichen auf eine schwache Kondition oder das hohe Alter. Dennoch sollte man immer in Erwägung ziehen, dass es sich um Arthrose handeln könnte.

Wesensveränderung
Krankheiten können immer zu Wesensänderungen führen, gerade bei der Arthrose ist dies nicht auszuschließen, da der Hund in seiner für ihn wichtigsten Funktion eingeschränkt wird: der Bewegung. Die Wesensänderung kann sich als Aggression gegenüber anderen Haustieren oder gar Familienmitgliedern äußern. Einige Tiere bevorzugen dagegen Regionen im Haus, wo es ruhiger ist. Auch die zuvor angesprochene Appetitlosigkeit kann ein Anzeichen für Schmerzen oder chronisches Unwohlsein bedeuten.

»Arthrose beim Hund – was tun?«

Eine Arthroseerkrankung hat viele unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper und das Leben eines Hundes. Die vier Hauptprobleme sind:

Schmerz
Es handelt sich um einen der ersten auftretenden Symptome. Dieses Warnsignal des Körpers zeigt dem Hund, dass er seinen Körper schonen muss. Hunde ignorieren dieses Symptom dagegen und versuchen ihn, durch unterschiedliche Körperhaltungen zu reduzieren.

Muskulatur
Durch eine verspannte Muskulatur wird die Körperhaltung des Hundes verändert. Dadurch werden wiederum andere Muskulaturen überlastet und geschädigt.

Gelenkzerstörung
Selbst wenn Ihr Hund nicht unter Schmerzen leidet, wird der Gelenkknorpel weiter geschädigt. Der Fortschritt lässt sich durch eine Gelenkpflege verlangsamen. Ihr Hund benötigt eine passende Nährstoffversorgung in Kombination mit Bewegung und einer Arzneimitteltherapie.

Psyche
Ein Hund, der sich nicht richtig bewegen kann, erleidet früher oder später psychische Veränderungen. Hunde sind Bewegungstiere, sie müssen laufen, spielen und toben. Diese Bewegung ist einerseits für ihre Gelenke wichtig, anderseits aber auch für die psychische Stabilität des Vierbeiners.

Wie Hundebesitzer Arthrose behandeln können

Ein Hund kann trotz Arthrose glücklich und zufrieden leben. Er benötigt dafür aber Unterstützung von seinem Besitzer, der das Leben seines Vierbeiners an die Arthrose anpasst und die Krankheit mithilfe von individuell ausgewählten Therapien behandelt.

Schmerzen lindern
Tierbesitzer mit einem Arthrosehund sollten klassische Schmerzmittel besitzen, die sie ihrem Vierbeiner im Notfall verabreichen können. Auf lange Sicht sind diese Medikamente keine Lösung. Zusätzlich werden schmerzlindernde Kräuter, Heilpilze oder homöopathische Mittel benötigt.

Muskulatur leistungsfähig halten
Eine „schlechte“ Muskulatur kann die Gelenke eines Hundes genauso schaden wie eine zu starke und lockere Muskulatur. Hundebesitzer finden im Bereich der Physiotherapie Bewegungsübungen und Massagetechniken, mit denen sie die Muskeln ihres Tieres entspannen und kräftigen können.

Die richtigen Nährstoffe zuführen
Die perfekte Nährstoffversorgung kann auf zwei Wegen erreicht werden: Bewegung und gesunde Ernährung. Beginnend mit einer frischen, abwechslungsreichen Ernährung legen Sie Ihrem Tier den Baustein für den Transport der Stoffe an den passenden Ort im Körper.

Lebensumfeld optimieren
Alltägliche Aufgaben wie das Autofahren, der Aufenthalt im Haus sowie andere Beschäftigungen müssen Sie speziell für ihren kranken Vierbeiner optimieren. Für glatte Fliesen gibt es Antirutsch-Socken, den Ein- und Ausstieg ins Auto können Sie dem Tier zum Beispiel mit einer kleinen Treppe erleichtern.

Sich beraten lassen
Die in diesem Ratgeber präsentierten Informationen sollen Hundebesitzern mit einer Arthroseerkrankung helfen, zu erkennen, wie Ernst die Krankheit ist. Unsere Tipps zum Umgang mit der Krankheit bedeuten allerdings nicht, dass Sie sich den Besuch beim Tierarzt oder Fachmann sparen können. Nur dieser kann die Krankheit erkennen und individuelle Therapiemaßnahmen einleiten, die Ihrem Vierbeiner das Leben erleichtern.

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