Kein Grillfleisch für Hunde
31. Mai 2017 – 08:00 | No Comment

Heißes Fett tropft zischend auf die glühende Holzkohle und feine Röstaromen durchziehen die laue Sommerluft – Grillzeit in Deutschland.
Die Enthusiasten sind zwar schon längst mitten drin in der Saison, Nachzügler aber werden spätestens im Juni …

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Unterstützung bei Arthrose bei Hunden und Katzen

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 2. Juni 2015 – 23:20One Comment

Sind Hund und Katze von Arthrose betroffen, ist häufig eine Medikamentengabe zur Reduzierung von Entzündungen und Schmerzen notwendig.

Doch auch der Tierhalter kann sein Tier unterstützen – mit regelmäßiger Bewegung, artgerechter Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln.

Futterumstellung: Kaum ein Tierhalter weiß, dass schon das richtige Futter, die Genesung seines Vierbeiners fördern kann.

Es ist bekannt, dass glutenhaltiges Getreide Arthrose begünstigt. Sinnvoll ist deshalb, auf eine getreidefreie Ernährung zu wechseln (vor allem für Katzen die gesündeste Form der Ernährung). Mit Hilfe der Rohfütterung ist es jedem möglich, die Futterration selbst zusammen zu stellen, doch es ist auch getreidefreies Fertigfutter im Handel erhältlich. Wer nicht gänzlich auf Getreide verzichten möchte, weicht bestenfalls auf glutenfreie Sorten oder Pseudogetreide aus.

Glutenfreies Getreide
Hirse / Naturreis / Mais , Maisgrieß (Bramata) / Teff

Pseudogetreide
Amaranth / Buchweizen / Quinoa

Da Getreide eine andere Aminosäuren-Zusammensetzung enthält als das Pseudogetreide, ist eine gesunde Mischung aus beiden Gruppen zu empfehlen, um Einseitigkeit zu vermeiden. Auch gekochte Kartoffeln sind eine mögliche und sättigende Kohlenhydratquelle.

Wie gehe ich mit Arthrose bei meinem Hund um?

Nahrungsergänzungsmittel

Braunhirse
Gemahlene Braunhirse sollte Teil der Ernährung eines Arthrose-Hundes sein und kann täglich in gemahlener Form gegeben werden. Zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe sind in diese Hirse enthalten. Vor allem das enthaltene Silicium, welches unter anderem für die Elastizität des Bindegewebes zuständig ist, ist für die Arthrose interessant. Gemeinsam mit Calcium stärkt es nicht nur Fell und Krallen, sondern auch die Gelenke.

Hagebuttenpulver
Hagebuttenpulver ist für seinen hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt. Schon dieses hat eine heilende Wirkung auf Arthrose. Doch Wissenschaftler fanden heraus, dass in der Hagebutte ein weiterer, noch wirksamerer Inhaltsstoff vorhanden ist. Es handelt sich um das Galaktolipid, einer Zucker-Fettsäure-Verbindung mit antioxidanter Wirkung. Eine langfristige Gabe von Hagebuttenpulver lindert Schmerzen und verbessert die Beweglichkeit. Durch die Gabe von Hagebuttenpulver kann in manchen Fällen die Dosierung von Schmerzmitteln reduziert werden.

Fischöl
Omega-3-Fettsäuren unterstützen das Immunsystem, sind am Aufbau von Zellmembranen beteiligt und beeinflussen außerdem Entzündungen. Reich an Omega-3-Fettsäuren sind Wallnuss-, Lein- und Fischöl. Die Fettsäuren Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure sind nur in tierischen Produkten wie Fisch enthalten und für Hunde und Katzen essenziell. Eine regelmäßige Zugabe von Fischölen kann die Arthrosetherapie von Katzen und Hunden unterstützen.

Vitamin C
Vitamin C ist dafür bekannt, als Antioxidant das Immunsystem zu stärken. Doch es hat auch eine schmerzlindernde Wirkung und kann Gelenksschäden vorbeugen. Da die reine Ascorbinsäure schleimhautreizend sein kann, wird in der Regel die Verbindung Ester-C verwendet.

»Arthrose beim Haustier – was nun?«

Vitamin D3
Vitamin D3 ist stark entzündungshemmend und ein natürlicher TNF-Blocker. TNF sind Entzündungsstoffe, wie sie auch bei Arthrose eine Rolle spielen. Es ist bekannt, dass das Vitamin vor allem das TNF-a stark hemmt. Aus diesem Grund ist es bereits in einigen Kombinationsmitteln gegen Arthrose enthalten. In natürlichen Stoffen ist es in Fisch und Ei zu finden.

Vitamin E
Dieses fettlösliche Vitamin hält freie Sauerstoffradikale in Schacht, indem es diese neutralisiert. Dadurch werden Entzündungen und Schmerzen gelindert. Es wird gern in Kombination mit entzündungs- und schmerzlindernden Medikamenten verabreicht. Auf Letztere reagieren einige Hunde und Katzen mit Magen-Darm-Beschwerden. Mit Hilfe des Vitamins kann die Dosierung und somit auch die Nebenwirkungen verringert werden.

Vitamin K1
Vitamin K1 spielt mit seiner Eiweißaktivierung eine entscheidende Rolle im Calcium-Stoffwechsel und wirkt damit direkt auf die Gelenke. Während K2 im Darm des Tieres gebildet wird, muss das K1 über die Nahrung zugeführt werden. Es ist vor allem in grünem Blattgemüse wie Salat und Spinat enthalten. Außerdem stärkt Vitamin K das Immunsystem und hat viele weitere positive Eigenschaften.

Grünlippmuschelextrakt
Das Extrakt der Grünlippmuschel enthält unter anderem Glucosaminglykan, Lyprinol und Antioxidantien. Wurde Arthrose diagnostiziert, aber das Tier zeigt nur leichte Symptome, hilft das Muschelextrakt, indem es Knorpel aufbaut, Entzündungen hemmt wie auch Schwellungen und Schmerzen lindert.

Chondroitin

Chondroitin ist ein natürlicher Bestandteil des Knorpels. Es transportiert Bindegewebsflüssigkeit, fördert die Gleitfähigkeit der Gelenke und hemmt knorpelspaltene Enzyme.

Chondroitin ist häufig in Präparaten mit MHM und Glucosamin kombiniert. Zwar sollen nach Informationen des Ärzteblatts sowohl Chondroitin als auch Glucosamin wenig helfen. Die Erfahrungen von Tierhaltern sehen aber anders aus.

Glucosamin
Der Aminozucker Glucosamin ist für die Nährstoffversorgung von Gelenken verantwortlich. Es regeneriert Knorpel und Gelenksschmiere, die sogenannte Synovialflüssigkeit. Dadurch werden Entzündungen und Schmerzen gemindert. Glucosamin ist Bestandteil des Grünlippmuschelextrakts und wird häufig als Kombinationspräparat mit Methylsulfonymethan und Chondroitin angeboten.

Methylsulfonylmethan (MSM)
Als organischer Schwefel kann das MSM einen altersbedingten Schwefel-Mangel ausgleichen. Schwefel ist Bestandteil wichtiger Antioxidantien, und ist maßgeblich für ein gesundes Immunsystem verantwortlich. Es hat außerdem eine positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt und wird gern in Kombination mit Vitamin C verabreicht.

Cetylmyristoleat
Ausgangsstoff des Cetylmyristoleats (CM) ist die Myristoleinsäure, eine Fettsäure, die durch Veresterung in CM umgewandelt wird. Dieses hemmt die Kollagenzerstörung, lindert Entzündungen sowie Schmerzen und verbessert die Beweglichkeit der Gelenke. Es wirkt bereits nach wenigen Wochen der Verabreichung. Näheres zu CM ist auf dieser Seite zu finden. Auch Cetylmyristoleat ist als Kombinationspräparat erhältlich. Eines davon ist Arthrix, welches hier im Shop erhältlich ist und näher Erläuterung findet. Es enthält neben CM auch MSM, Glucosamin und Ester-C. Bei täglicher Gabe ist bereits nach 30 Tagen eine Verbesserung zu bemerken.

Collagen-Hydrolysat
Collagen-Hydrolysat ist nichts anderes als Gelatine und soll das Bindegewebe stärken. Die Wirkung ist umstritten, sodass es eher zur Prävention oder als Zusatzmittel geeignet ist.

Viel hilft nicht viel
Um seinen Hunden und Katzen möglichst alle Beschwerden zu nehmen, neigen einige Tierhalter dazu, mehrere Präparate zugleich zu geben. Doch nicht immer hilft viel auch viel. Grundsätzlich sollte vor der Gabe immer ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, denn nicht alle Nahrungsergänzungsmittel sind mit allen Medikamenten kombinierbar. Auch bei Tieren mit Nierenerkrankungen ist das Einbeziehen des behandelnden Tierarztes wichtig, denn viele der oben genannten Nahrungsergänzungsmittel basieren auf Eiweiß, welches bei Niereninsuffizienz nicht überdosiert werden sollte, um die Nieren nicht zusätzlich zu belasten.

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Foto: pixabay.com © aihaaihaaiha2 (CC0 1.0) / Postinfo: SB1020615

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