Was will mir mein Meerschweinchen sagen?
11. Mai 2019 – 19:24 | No Comment

Neben ihrer vielfältig ausgeprägten Körpersprache nutzen Meerschweinchen auch ihre prägnante Lautsprache, um sich mit ihren Artgenossen zu verständigen. Tierfreunde vernehmen zum Beispiel immer wieder Pfiffe aus ihrer Meerschweinchenkolonie. Was für ihre Menschen niedlich klingt, hat …

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Akute Bronchitis bei Yorkshire Terrier (535)

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 26. Oktober 2010 – 20:435 Comments

Anfrage von Andrea

Yorkshire Terrier, männlich, 7 Jahre,  nicht kastriert

Hallo Ihr Lieben, unser kleiner Yorkie Ricky fing vor etwa 9 Wochen an zu husten. Wir waren dann sofort beim TA, wo eine akute Bronchitis diagnostiziert wurde. Er bekam Antibiotika. Der Husten wurde allerdings nicht besser, eher stetig schlimmer und häufiger, es kam auch Atemnot dazu.

Am 11.09. (Samstags) mussten wir mit Ricky spät abends zum Notdienst, wo eine Röntgenaufnahme gemacht wurde, Diagnose Trachealkollaps. Seit dem bekam er Codein, da es unproduktiver Husten war und Prednisolon, um die Atmung zu erleichtern. Zusätzlich bekam er Bronchienerweiternde Mittel gespritzt.

Sofort nach Diagnose machten wir uns schlau, denn anhand des Röntgenbildes handelte es sich um einen fortgeschrittenen Kollaps. Wir nahmen Kontakt zur Uni-Kleintierklinik in Gießen auf, denn nur noch die endoskopische Implantation eines Trachealstents konnte helfen. In Absprache mit der Klinik und unseres Haustierarztes wurde Ricky zusätzlich zum Codein und Prednisolon auf Theophyllin gesetzt, damit wir die Zeit bis zum Kliniktermin am 04.10.2010 überbrücken können. Am Wochenende vor dem Kliniktermin wurde Ricky blau und ohnmächtig, sodaß wir ihn kurz beatmen mussten, darauf hat er sich sofort wieder erholt.

Die Stentimplantation verlief ohne Komplikationen, jedoch wurde in der gleichen Endoskopie noch ein Bronchialkollaps festgestellt und eine kleine Abstufung im Bereich des Kehlkopfes, außerdem handelte es sich um einen Trachealkollaps Grad 4 und mehr als die Hälfte der Trachea war betroffen. Ricky hat den Eingriff super weg gesteckt, nach einer Woche Klinikaufenthalt konnten wir ihn heim holen. Die Medikation wurde eingestellt auf 2 mal täglich 0,8ml Theophyllin und 2 mal täglich 1/2 Tab.Antibiotika für 10 Tage (Synolox 50), sowie 3 bis 4 mal täglich 5 Tropfen Paracodin, denn er sollte nicht viel husten.

Vor 2 Wochen mussten wir das Codein absetzen, da sich Schleim gebildet hat, statt dessen bekam er Schleimlöser Bisolvon (auch jetzt noch 2 mal täglich 0,5 ml). Seltsamer Weise wurde nach Absetzen des Codeins der Husten mit jedem Tag weniger. Mittlerweile kann Ricky sogar zeitweise ohne Husten herumlaufen. Das Hauptproblem liegt derzeit beim Essen. Er würgt seine Mahlzeiten teilweise wieder aus. Es ist definitiv kein Erbrechen, denn es fehlen die “Pumpbewegungen” und es riecht auch nicht sauer, sondern rein nach frischem Futter mit Schleim vermischt. Nach Rücksprache mit Gießen handelt es sich nach meiner Beschreibung um eine Regurgitation, wahrscheinlich ausgelöst durch eine Reizung und Störung der Peristaltik der Speiseröhre nach dem Eingriff.

Ricky hat durch diesen ganzen Stress einiges an Gewicht verloren. Vor der Implantation lag sein Gewicht bei 1300 g, nun hat er noch 1170g (Gott sei Dank nimmt er nicht weiter ab, er hält dieses Gewicht nun seit etwa 1 Woche). Er hat großen Appetit, auch sonst ist er munter und aufmerksam. Gestern haben wir eine Probe des ausgewürgten Schleims mit zum Haustierarzt genommen, der nach kurzer Betrachtung bestätigte, dass es sich um Schleim aus dem Magen handelt, da das Zeug ziemlich zäh ist, könnte es somit nicht aus den Atemwegen kommen, denn die sind frei. Da Ricky gestern auch ziemliche Bauchschmerzen hatte (Haltung war gekrümmt, die Bauchdecke hart und man konnte deutlich Geräusche hören), bekam er eine Sritze, die allerdings nicht so half, wie ich es mir gewünscht hätte.

Auch der Tip Sab Simplex bzw. Espumisan Tropfen zu geben ist nach meiner Meinung nicht das Wahre. Habt Ihr vielleicht noch einen guten Tip für uns, was man noch tun könnte? Was könnte Eurer Meinung nach als Auslöser in Frage kommen? Können solche Probleme von einer reinen Reizung bzw. Störung der Peristaltik nach einem solchen Eingriff kommen? Wenn ja, wie lang kann es dauern, bis es besser wird? Und wie kriegen wir den Kleinen dazu an Gewicht zu zu legen? (wir füttern momentan Hills Prescription Diet a/d und Nutrical)

Ich bedanke mich bereit im Vorraus ganz herzlich für Eure Mühe und sende Viele liebe Grüße, Andrea

Anfragen an das ONLINE DOC Expertenteam der Thermenlandklinik richtest Du bitte über folgendes >> Kontaktformular

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5 Comments »

  • Hallo Andrea,
    aufgrund deiner Aufzählung an Medikamenten kann ich mir schon vorstellen, dass dein Hund Probleme mit dem Verdauungstrakt haben könnte. Vielleicht wäre ein begleitender Magenschutz zu Beginn der Therapie ratsam gewesen.
    Liebe Grüße!

  • Andrea sagt:

    Hallo,

    tut mir leid, dass ich mich nicht früher zurück gemeldet habe. Es ist in letzter Zeit viel los.

    Vielen Dank für die rasche Antwort. Ricky bekommt inzwischen einen Magensäure-Blocker (Lansoprazol) und das Theophyllin haben wir abgesetzt und durch einen homöopathischen Bronchienerweiterer plus Entzündungshemmer ersetzt. Damit kommt der kleine Mann gut hin, er ist nun auch viel munterer. Seit dem hat Ricky 30g zugenommen, allerdings regurgitiert er immernoch hin und wieder.

    Ist es jetzt zu spät, noch einen Magenschutz einzusetzen?

    Ganz liebe Grüße
    Andrea

  • valentina sagt:

    hallo, andrea! unsere jenny hat auch in gießen vor 3 jahren stend bekommen , atmen kann sie jetzt gut , nur wir haben probleme mit husten , wie geht es ihrem hund? hat er immer noch husten , oder ist es besser geworden?würde mich freuen von ihnen zu hören

  • Andrea sagt:

    hallo valentina, ich freue mich sehr zu hören, dass bei deiner jenny mit dem stent auch alles so gut geklappt hat und bis auf husten nichts geblieben ist. vor allem freue ich mich, von einer “leidensgenossin” zu hören!!

    wie alt ist jenny denn und wieviel wiegt sie? hattet ihr nach dem eingriff auch das problem, dass sie so schrecklich abgenommen hatte? (ricky hatte vor der geschichte 1300 g und nach dem eingriff nur noch 1080 g, gott sei dank ist er jetzt wieder bei seinem normalgewicht) wie war es bei euch generell nach dem eingriff?

    ricky hat sich in der zwischenzeit wirklich gut erholt. auch bei ihm ist husten übrig geblieben, da die ärzte in gießen bei der endoskopie noch einen bronchialkollaps feststellten. laut ihnen sollte ricky auch immer dieses medikament mit theophyllin bekommen. aber zusammen mit unserem haustierarzt haben wir (wie du sicher gelesen hast) versucht es abzusetzen …. mit erfolg. an medikamenten bekommt er jetzt nur noch 1 mal täglich bisolvon hustenlöser und homöopathische globulis für die unterstützung der atemwege. seit dem eingriff bekam der kleine mann ja auch in abständen von 6 bis 8 wochen ein homöopathisches mittel gespritzt zum bronchienerweitern.

    beim letzten “tüv” bei unserem tierarzt haben wir sogar die supernachricht bekommen, dass wir auch diese spritzen momentan absetzen können, da ricky derzeit keinerlei atemgeräusche mehr hat. er klingt bis auf den husten (der wetterbedingt mal mehr, mal weniger ist) wie ein kerngesunder hund!!!! *freu*

    wie ist es bei euch?? bekommt jenny regelmäßig medikamente?

  • valentina sagt:

    hallo, andrea,schön dass du hast mir geantwortet, jenny wird im september 8 jahre und sie wiegt 1800 , nach dem angrieff hat sie nicht viel abgenommen , theopfelin muß auch nehmen , aber ich gebe ihr selten, hustemlöser bekommt sie ambroxol und wir enhalieren – dexametason mit isotonische natriumchlorid lösung und mukosolvan , prof. moritz hat empfohlen
    hat ricky trockener oder feuchtes husten? welche globulis bekommt er
    können wir vielleicht mal telefoniern oder skypen?es gibt es so viel zu sagen, hoffe bald von dir zu hören, 29 juni ich und jenny fliegen für 5 wochen am meer , vor 2 jahren hat ihr sehr gut getan , müßte keine medikamente geben und gehustet hat sie kaum
    bis bald valentina

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