So wichtig ist eine ausgewogene Ernährung bei Vierbeinern
5. August 2017 – 09:04 | No Comment

Viele Menschen sorgen sich um das Wohl ihrer Vierbeiner und investieren entsprechend viele Mühen in die Auswahl der richtigen Ernährung. Dabei herrscht häufig Unklarheit darüber, welche Anforderungen das Tierfutter tatsächlich erfüllen muss. Doch worauf ist …

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Streitthema vegane Ernährung

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 15. März 2017 – 08:56One Comment

Vegane Ernährung liegt im Trend und bietet gut geplant gesundheitliche Vorteile. Der menschliche Körper ist anpassungsfähig – selbst eine einseitige Ernährung kann er über eine gewisse Zeit wegstecken, ohne offensichtlich Schaden zu nehmen.

Er kann zwar haushalten mit dem, was er bekommt, doch es ist unerlässlich, auf eine gesunde Ernährung zu achten! So wurde zum Beispiel bei Langzeitvegetariern eine bessere Verwertung von Zink als bei Nichtvegetariern festgestellt, so dass keine Mangelerscheinungen nachgewiesen wurden; ähnliches gilt für Jod.

Trotzdem sollten Sie Ihre Gesundheit nicht herausfordern. Laden Sie sich eine Nährwerttabelle herunter, damit Sie immer parat haben, woher Sie Ihre Vitamine, Mineralien und Nährstoffe bekommen. Grundsätzlich gilt: Essen Sie viel Gemüse und Obst – am besten fünfmal am Tag! Planen Sie Hülsenfrüchte in Ihren Speiseplan ein. Damit versorgen Sie Ihren Körper mit Vitaminen, komplexen Kohlenhydraten, Mineralien und Ballaststoffen.

Doch vegane Ernährung ist umstritten. Zwischen den Extremen der Fleisch-Verfechter und der Veganer tut sich ein argumentativer Graben auf. Teils sogar heftiger ist die Diskussion, wenn es sich um die Ernährung bei Tieren – in unserem speziellen Fall – um die bei Hunden geht.

»Ist vegane Ernärung bei Hunden gesund?«

Die Tierschutzorganisation PETA setzt sich bereits seit vielen Jahren für die fleischfreie Ernährung unserer tierischen Mitbewohner ein. Eine eigens durchgeführte Studie aus den frühen 1990er Jahren befasst sich mit dem Gesundheitszustand vegetarisch ernährter Hunde.

Mit dem Ansteigen der Zahl an Vegetariern und Veganern überall auf der Welt übertragen viele ihre ethischen und gesundheitlichen Überlegungen auch auf ihre Hunde. Aus ethischer Sicht ergeben sich die gleichen Vorteile wie für menschliche Vegetarier und Veganer – ein Bruch mit dem Schlachthof und den Grausamkeiten gegen andere Tiere.

Auch was die Gesundheit angeht, liegt der Nutzen für Mensch und Tier gleichermaßen auf der Hand, besteht doch das im Hundefutter verarbeitete Fleisch zumeist aus minderwertigen Bestandteilen, die für den menschlichen Genuß nicht mehr akzeptabel sind.

Es wird jedoch immer noch kontrovers diskutiert hinsichtlich der Frage, ob ein Hund auf der Basis einer vegetarischen (fleischlosen) oder veganen (rein pflanzlichen) Ernährung ein gesundes Leben führen kann.

Obwohl in den Medien heiß diskutiert, scheint niemand eine andere als anekdotische Beweisführung vorbringen zu können. Um eine Antwort auf diese Frage zu finden und nagende Zweifel derer auszuräumen, die ihre Hunde vegetarisch ernähren, wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um Daten zum Gesundheitszustand und zur Ernährung einer größeren Anzahl vegetarisch lebender Hunde zu sammeln und auszuwerten.

Eine Anzahl interessanter Hinweise ergaben sich aus dieser Studie und verdienen es, weiter verfolgt zu werden. Basierend auf den Statistiken und den Mustern dieser Studie legen die Ergebnisse folgendes nahe: Je länger ein Hund vegan oder vegetarisch lebt, umso besser sind seine Chancen, bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit zu sein. Je länger ein Hund vegan oder vegetarisch lebt, umso geringer ist sein Risiko, eine Infektionskrankheit zu bekommen oder an Krebs oder Schilddrüsenunterfunktion zu erkranken. Eine vegetarische Ernährung kann die Alkalinität des Hundeurins verstärken und so Harnwegsinfektionen fördern. Um diese zu verhindern, kann man Preiselbeerkapseln verabreichen. Je länger ein vegan oder vegetarisch ernährter Hund ohne Zugabe der Aminosäuren L-Carnitin oder Taurin lebt, umso größer ist sein Risiko, an linksseitiger Herzerweiterung zu erkranken. Eine vegane, also rein pflanzliche Ernährung ist eher zu empfehlen als eine vegetarische. Hunde, die ohne Sojaprodukte ernährt werden, scheinen noch gesünder zu sein als solche, die auch Soja erhalten. Hefeflocken und Knoblauch scheinen der allgemeinen Gesundheit und dem Fell zuträglich zu sein.

Viele der Gesundheitsprobleme bei vegetarisch ernährten Hunden (Hautprobleme, Arthritis, Verdauungsprobleme) können wahrscheinlich durch die Gabe von Verdauungsenzymen verhindert werden.Viele Tierärzte haben in letzter Zeit dazu geraten, dem Futter solche Enzyme zuzusetzen, da angenommen wird, daß gekochtes Futter ohne Enzyme dem Körper die eigenen Enzyme entzieht und dadurch später Probleme verursacht. Sollte ein Hund ferner Schwierigkeiten haben, die pflanzlichen Proteine zu verdauen, dann können diese unvollständig absorbierten Proteine reabsorbiert werden und so zu Arthritis und Allergien führen. Verdauungsprobleme können auch auftreten, wenn die Darmflora aufgrund unzureichender Verdauung aus der Balance geraten ist. Vegetarisch ernährte Hunde sind anfälliger für Harnwegsinfektionen aufgrund einer erhöhten Alkalinität im Urin.

Wir empfehlen ein Gespräch mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens, denn eines ist sicher: Ohne eingehende und tiefgreifende Informationen zur Ernährungsumstellung ist diese gesundheitsgefährdend – für Tier und Mensch!

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Quelle: PETA / Foto: © Willee Cole iStock / Postinfo: 01150317

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