Weihnachten und Silvester: Stress lass nach!
4. Dezember 2019 – 23:26 | No Comment

Feiertagstrubel, viele Gäste und laute Böller – Die Weihnachtstage und Silvester sind für die meisten Hunde und Katzen mit Stress verbunden. Die Anzeichen hierfür können vielfältig sein: Einige Tiere ziehen sich zurück, andere sind unruhig …

Lies den ganzen Artikel »
Hunde

Geschichten und Geschichte rund um die treuesten Freunde des Menschen.

Katzen

Seit 9500 Jahren Begleiter des Menschen – hier ein kleiner Auszug.

Tierwelt

Meinungen, Kommentare, Interviews und Berichte aus der Welt der Tiere.

Tiermedizin

Informationen über Krankheiten unserer tierischen Mitbewohner und deren Auswirkungen.

PRO Tierschutz

Tierschutz ist uns ein Anliegen! Home of “Projekt Giftwarnkarte”

Home » Katzen

Diätfutter für Katzen richtig einsetzen

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 17. Dezember 2015 – 10:07One Comment

Wenn eine Katze zu viel auf den Rippen hat, kann es gefährlich für sie werden. Das Übergewicht kommt meistens bei Tieren vor, die kastriert sind und/oder in der Wohnung gehalten werden. Die Ursache indes ist immer gleich: Die Katze nimmt mehr Kalorien auf, als sie verbraucht. Im Prinzip frisst sich die Katze genauso Übergewicht an wie Menschen.

Wann ist die Katze zu dick?
Grundsätzlich sollte eine Katze, wenn man von oben auf sie herabblickt, eine sichtbare Taille aufweisen. Die Rippen sind noch fühlbar, aber nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen. Die Katze ist zu dick, wenn die Taille von oben nicht mehr auszumachen ist und die Rippen nur unter einer dicken Fettschicht zu ertasten sind. Hat sich diese Fettschicht bereits in den Schwanzansatz hineingeschoben, dann ist die Katze definitiv zu korpulent. Eine schematische Darstellung der unterschiedlichen Gewichtsklassen von Katzen ist hier zu finden.

Wie kann die Katze gesund abnehmen?
Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, wie eine Katze abnehmen kann. Entweder sie frisst weniger oder sie bewegt sich mehr. Wenn die Katze zu viel frisst, liegt das in aller Regel am Halter. Katzenhalter verwöhnen ihre vierbeinigen Hausgenossen gerne und geben deshalb viel zu schnell nach, wenn die Katze nach einem Leckerchen maunzt. Die Katze nimmt so erheblich zu viele Kalorien auf. Wohnungskatzen verlieren häufig das Sättigungsgefühl und sie fangen an, aus purer Langeweile zu betteln. Nun ist es problematisch, eine Katze einfach auf Diät zu setzen. Das sollte generell nie ohne Rücksprache mit dem Tierarzt geschehen.

Hat die Katze zu wenig Bewegung, wird sie zu dick. Wohnungskatzen sind oft faul und bewegen sich ausschließlich zwischen ihrem Fressnapf, dem Schlafplatz und dem Katzenklo hin und her. Da die Umgebung immer gleich bleibt, reizt es sie nicht, auf Entdeckungstour zu gehen. Wohnungskatzen bekommen ihr Essen serviert und müssen nicht jagen, um satt zu werden. Entsprechend reduziert ist der Kalorienverbrauch. Sind sie zudem noch kastriert, sind sie gemütlich und setzen schneller Speck an als freilebende Katzen.

»Probleme mit übergewichtiger Katze?«

Ist eine Katzen-Diät gefährlich?
Hat eine Katze einmal zu viel Gewicht, ist es nicht einfach, dieses loszuwerden. Katzen haben einen fest verankerten Schutzmechanismus, der Diäten entgegenläuft. Wenn eine Katze von heute auf morgen weniger zu fressen bekommt, fährt ihr Stoffwechsel in den Sparmodus. Dieser Mechanismus ist in der freien Wildbahn sehr sinnvoll, damit das Tier in schlechten Jagdzeiten nicht zu viele Körperreserven anzapfen muss. Doch bei Wohnungskatzen funktioniert der Sparmodus wie eine Blockade bei der Gewichtsreduktion.

Wer seine zu dicke Wohnungskatze unbedacht auf Diät setzt, handelt fahrlässig. Denn sobald das Katzenfutter reduziert wird, fährt die Katze automatisch den Stoffwechsel herunter. Es dauert nicht lange, bis der Körper Fett in die Leber schickt, damit die Katze neue Energie bekommt. Während bei Wildkatzen dieser Energieschub für die nötige Kraft und Motivation sorgt, bald wieder Beute zu machen, kann es bei einer übergewichtigen Wohnungskatze zu Leberversagen führen. Rigorose, strikte und plötzliche Diäten sind deshalb lebensgefährlich für den Stubentiger.

Ist Diätfutter wirklich sinnvoll?
Die Antwort auf die Frage ist ein klares Ja. Sobald der Katzenbesitzer mit dem Tierarzt Rücksprache gehalten hat, kann er beginnen, die Futterzufuhr Schritt für Schritt zu reduzieren.

Das Tier bekommt anstelle des gehaltvollen Futters nun fettreduziertes Diätfutter. Ein Futterwechsel, der Step by Step erfolgt, ist für die Umstellung in aller Regel unproblematisch.

Dazu mischt man ein wenig vom neuen Katzenfutter unter das alte Katzenfutter. Wenn die Katze den Futtermix aus Alt und Neu frisst, kann man den Anteil des neuen Futters erhöhen. Das Diätfutter ist nur dann sinnvoll, wenn Katzenbesitzer ihre Tiere nicht weiter mit Leckerchen überfüttern. Eine Reduktion der Futtermenge darf nicht abrupt erfolgen, sondern vorzugsweise von Woche zu Woche und in kleinen Schritten. Das ist der einzige Weg, um das Problem des automatisch reduzierten Stoffwechsels zu umgehen.

Mehr Bewegung für die Samtpfote
Sobald sich die Katze an das neue Katzenfutter gewöhnt hat, können Katzenbesitzer dazu übergehen, sie zu mehr Aktivität zu animieren. Denn auch bei Katzen gilt, dass Bewegung Kalorien verbraucht und gleichzeitig die Fettreserven angezapft. Viele Katzenbesitzer wissen, dass es nicht einfach ist, eine Katze zur Bewegung zu animieren. Dafür ist das richtige Katzenspielzeug nötig. Wenn die Katze gerne spielt, ist ein MEHR an Bewegung kein Problem. Doch was tun, wenn sie generell nicht gerne spielt?

Eine Möglichkeit ist, die Katze nur beim Spiel zu füttern, sie also für ihre Mahlzeit „arbeiten“ zu lassen. Dazu eignen sich drei Varianten:

  • Futterball: Ein Futterball hat einen Hohlraum, in den Trockenfutter gegeben werden kann. Nur wenn die Katze den Ball mit den Pfoten ins Rollen bringt, fällt das Trockenfutter stückweise heraus.
  • Futter-Labyrinth: Ein Futterlabyrinth besteht aus einem großen Stück Pappe, auf das zum Beispiel leere Toilettenpapierrollen oder leere Schachteln geklebt werden. In die Rollen und Schachtel wird das Futter versteckt. Die Katze muss es finden und heraus angeln. Achtung: Wer zu schwierige Labyrinthe baut, demotiviert die Katze. Falls die Aufgabe zu schwierig ist, verliert sie das Interesse.
  • Fangen spielen: Beim Fangenspielen wird der Katze das Trockenfutter zugeworfen. Hat sie wirklich Hunger, wird sie die Stücke versuchen mit den Pfoten zu fangen. Das bringt sie in Bewegung und verbrennt Kalorien.

Fazit: Diätfutter ist sinnvoll und sorgt alleine sowie in Verbindung mit mehr Bewegung dafür, dass Katzen an Gewicht verlieren. Bei der Umstellung auf das neue Katzenfutter ist sorgsam vorzugehen, damit der Übergang gut gelingt.

MEHR ZUM THEMA
Fütterungstipps für Hunde- und Katzenhalter

Katzen – Von Natur aus neugierig

Foto: TierarztBLOG Hirczy / Postinfo: SB1161215

One Comment »

Sag uns deine Meinung!

Poste deinen Kommentar, oder mache einen trackback von deiner eigenen Website.
Weiters kannst du die Kommentare abonnieren via RSS.

Willst du deinem Kommentar ein Bild hinzufügen, gehe zu Gravatar.