Wölfe führen, Hunde folgen – und beide kooperieren mit dem Menschen
17. März 2019 – 11:27 | No Comment

Eine Aussage, die aufhorchen lässt, erfährt der Wolf doch in den letzten Jahren immer wieder Aufmerksamkeit, vielfach mit einem negativen Begleitton. Eine aktuelle Studie von Verhaltensforscherinnen der Vetmeduni Vienna zeigt jedoch, dass Hunde und Wölfe …

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Tiertransportdrama auf Autobahn: Feuerwehr rettet 113 Hundewelpen

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 2. März 2012 – 12:3910 Comments

Deutschland – Am Donnerstag, 01.03.2012 um 04:53 Uhr, wurde die Feuerwehr Schifferstadt von der Rettungsleitstelle Ludwigshafen am Rhein zu einem Unfall mit einem Transporter auf die BAB 61 – Abfahrt Schifferstadt – alarmiert.
Unverzüglich rückten in kurzen Abständen das Löschgruppenfahrzeug, der Rüstwagen, das Tanklöschfahrzeug und der Mannschafts- transportwagen mit Zugführer aus.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte folgende Lage vorgefunden werden: Ein Transporter (Sprinter) war von der Richtungsfahrbahn Koblenz abgekommen und hatte sich in der Grünfläche der Ausfahrt Schifferstadt überschlagen.

Die unverletzten Fahrzeugführer aus der Slowakei konnten den Einsatzkräften mitteilen, dass mehr als 100 lebende Hundewelpen im Fahrzeug geladen waren und die Tür zum Laderaum durch den Unfall versperrt sei.

Einsatz an der Autobahnausfahrt Schifferstadt

Die Welpen werden aus dem Transporter befreit

Zur Rettung der Hundewelpen wurde die verkeilte Heckklappe des Fahrzeugs mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte geöffnet. Durch den Unfall waren zahlreiche Transportkäfige so beschädigt, dass die Hundewelpen diese verlassen hatten oder durch die Verformung eingeklemmt waren. Alle Welpen der beschädigten Transportkäfige wurden durch Feuerwehrkräfte gerettet und auf die Ladefläche des nachgeforderten Feuerwehr-Lkw’s getragen. Dort wurden die Hundewelpen durch Angehörige der Feuerwehr bis zum Eintreffen der Tierrettung betreut.

Tierrettung und Tierärzte unterstützen die Feuerwehr

Für die medizinische Versorgung der Tiere an der Einsatzstelle wurde die Tierrettung-Vorderpfalz alarmiert. Deren Mitglieder verständigten zudem einen Tierarzt. Ein weiterer in Schifferstadt ansässiger Tierarzt konnte durch Feuerwehrangehörige an seinem Wohnsitz geweckt und zur Einsatzstelle gebracht werden. Durch den Einsatz der beiden Tierärzte konnten alle Hunde noch an der Einsatzstelle medizinisch untersucht und versorgt werden. Bei sieben Hunden wurden Verletzungen festgestellt, die noch vor Ort erstbehandelt wurden. Für einen kleinen Welpen kam leider jede Hilfe zu spät. Alle anderen Hunde wurden nach der Untersuchung auf einen weiteren Transport-Lkw des Gefahrstoffzuges des Rhein-Pfalz-Kreises umgeladen.

Welpen auf dem Feuerwehr LKW

Gemeinsam mit Polizei, den Tierärzten, der Tierrettung und nach telefonischer Rücksprache mit der Amtstierärztin wurde entschieden, alle Tiere zur weiteren Abklärung ins Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Schifferstadt zu verbringen. Dies wurde im Anschluss an die Untersuchung aller Tiere mit Hilfe der beiden Transport-Lkw und weiterer Feuerwehrfahrzeuge durchgeführt. Im Gerätehaus angekommen, wurden alle Tiere nochmals durch die Amtstierärztin begutachtet. Alle verletzten Tiere wurden einer Tierklinik zugeführt.

Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun

Sämtliche Tiere wurden im Anschluss, koordiniert durch die Amtstierärztin des Rhein-Pfalz-Kreises, an verschiedene Tierheime und Tierschutzeinrichtungen übergeben. Nach der Erstversorgung im Gerätehaus der Feuerwehr Schifferstadt befinden sich nun alle Tiere in bester Pflege.

Neben der Feuerwehr Schifferstadt befanden sich nachfolgende Organisationen im Einsatz:

  • Autobahnpolizei Ruchheim
  • Tierrettung Vorderpfalz
  • Ordnungsamt der Stadt Schifferstadt
  • Tierarzt Kölle Zoo, Ludwigshafen
  • Tierarzt Dr. Hempel, Schifferstadt
  • Presse
  • diverse Vertreter von Tierheimen aus der Region Vorderpfalz

Die Feuerwehr Schifferstadt bedankt sich für die unbürokratische Kooperation der eingesetzten Hilfsorganisationen und den Einsatz der Tierärzte und der Tierrettung, sowie den koordinierenden Einsatz der Amtstierärztin des Rhein-Pfalz-Kreises bei diesem doch recht “tierischen” Einsatz!

TierarztBLOG bedankt sich bei Feuerwehr und Ordnungsamt Schifferstadt für die Zuverfügungstellung des Bildmaterials und der Infos.

Müde nach den Strapazen des Transports und des Unfalls – aber in Sicherheit

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Quelle / Fotos: ©Feuerwehr Schifferstadt – mit freundlicher Genehmigung des Ordnungsamtes Schifferstadt

10 Comments »

  • Angie sagt:

    Gab es denn wenigstens eine saftige Strafe für den Fahrzeugführer?? :-(

  • Elke sagt:

    Ich finde es ganz schlimm, das Tiere (egal ob Haus- oder Nutztier) quer durch alle Länder unter furchtbaren Umständen gekarrt werden nur wegen Geldgeilheit und Profitgier. Solch herzlose Bastarde sollen selbst unter Höllenqualen krepieren.

  • Monika Racheter sagt:

    …und wer rettet diesen armen wuschel vor dem frechen racker:)))

  • Haagen sagt:

    Großartikel das die Rettung so erfolgreich war. Traurig ist nur das dieser Massen-handel mit Welpen nicht verboten wird. Das kann doch nicht sein das die Welpen so eine Strapaze mitmachen müssen. Wer ein Welpen will soll selber fahren und sein Haustier holen. Allgemein sollten Tiertransporte verboten werden!!!!! Der Verstand und das Gefühl der Menschen sinkt immer mehr und die Tiere müssen leiden.

  • Gabi sagt:

    leider ist es so, dass das Geschäft mit dem Welpenhandel tagtäglich stattfindet. Und solange es noch Käufer gibt für diese Welpen, werden immer wieder diese kleinen Geschöpfe “produziert”.
    Diese Machenschaften müssen immer wieder veröffentlicht und bekanntgemacht werden, damit diese Welpen nicht gekauft werden – es ist einfach falsches Mitleide – leider….

  • Svea Lunburg sagt:

    Toller Einsatz! Dank an alle Retter – vor allem dafür, dass die Tiere NICHT mehr den Transporteuren zurückgegeben wurden. Ein Amtstierarzt hätte damit, nach allem was wir bereits erlebthaben, sicherlich keinerlei Probleme gehabt und die Kleinen hätten ihre Odyssee fortsetzen müssen…

    Ursache für diese Transporte sind nicht die Händler, die wittern nur das schnelle Geld und befriedigen eine Nachfrage. Ursache sind die dämliche Verbraucher, die hirnlos und ohne Gewissen ein Spielzeug für sich oder die “lieben Kleinen” möglichst billig erwerben wollen!!! Vor allem ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, wie es z.B. bei der Aufnahme eines Tierschutzhundes oder eventuell auch noch beim Kauf von einem gewissenhaften Züchter der Fall wäre…..

    Jeder von uns, der sich aufregt oder dem die Tiere leid tun kann helfen – durch Aufklärung, dadurch dass man sich auch mal bei Freunden und Verwandten unbeliebt macht und massive Kritik übt, dadurch dass man Ladenketten und Pet-Shops boykottiert und dagegen protestiert dass sie Tierbabys anbieten!!!

  • silvia sagt:

    wohin sollten denn diese armen Geschöpfe gebracht werden ???????

  • Gabi2 sagt:

    Ich frage mich, was das Ziel des Transporters war. Ich komme nämlich aus Duisburg und hier hat gerade das “weltweit größte Zoofachgeschäft” (nach eigenen Worten) Welpen mit ins Angebot aufgenommen!
    Wie geldgeil man wohl dafür sein muss!

  • sigrid konietzny sagt:

    Tiere im geschäft verkaufen ist schon für die tierchen eine zumutung.Die obrigkeit kümmert sich manchmal um totale nichtigkeiten,die sollen sich lieber um das kümmern was den tieren hilft,um eine stange zigaretten zu finden wird ja auch alles auf den kopf gestellt.

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