Ein Hund, zwei Halter, dreifache Freude – Dogsharing richtig planen
13. August 2018 – 11:50 | No Comment

Beim Dogsharing treffen zwei Menschen aufeinander, die sich die Verantwortung für einen Hund teilen. Eine gute Lösung für Tierfreunde, denen die Kraft oder das Geld fehlt, um sich (weiterhin) allein um einen Hund zu kümmern …

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Auch bei Pferden können Allergien nachgewiesen werden

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 8. April 2018 – 15:37No Comment

Mit Hilfe des Allergen- Mikro-Chips, der an der Medizinischen Universität Wien entwickelt wurde, können auch eindeutige allergische Sensibilisierungen bei Pferden nachgewiesen werden. Das ist das zentrale Ergebnis einer internationalen Studie, die nun im Top-Journal „Allergy“ veröffentlicht wurde.

„Unsere besten Freunde sind uns noch ähnlicher als wir vielleicht dachten, das trifft auch auf das Immunsystem zu“, erklärt Studienleiterin Erika Jensen-Jarolim, doppelt affiliiert am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien und am interuniversitären Messerli-Forschungsinstitut von Veterinärmedizinischer Universität Wien, Medizinischer Universität Wien und Universität Wien. Dabei konnte gezeigt werden, dass die Pferde eine Antikörper-Antwort mittels Ausschüttung von Immunglobulin E entwickeln – ähnlich dem IgE-Profil beim Menschen.
IgE ist ein Antikörper, der in erster Linie Parasiten abwehren soll, er ist auch verantwortlich für Allergien und zugleich ein wichtiger Biomarker, um Allergien frühzeitig erkennen zu können. Auch bei den Pferden genügt ein Blutstropfen für das Austesten der Allergie mit dem Allergen-Mikro-Chip.

»Allergien bei ihrem Haustier?«

Internationales Studienkonsortium
Das internationale Studienkonsortium unter Leitung von Jensen-Jarolim, beteiligt waren weiters ForscherInnen aus Deutschland, der Schweiz und Japan, konnte dabei eine starke IgE-Antwort des Immunsystems insbesondere auf Buchweizen, aber auch auf Erlenpollen sowie auf Bermudagras – das auch „Hundezahngras“ genannt wird und in Österreich immer häufiger vorkommt – gezeigt werden.

„Buchweizen kommt als proteinreiches Pseudogetreide sehr oft in Pferde-Goodies und Pferde-Müsli vor,“ erklärt Jensen-Jarolim, „Die Reaktion ausgerechnet auf Pollen aus dem flachwüchsigen Bermuda-Gras erklärt sich dadurch, dass Pferde beim Grasen die Nase ja tief am Boden haben.

Die Flora auf Pferdekoppeln soll nun in einer Kooperation mit Uwe Berger und des Team vom Pollenwarndienst der MedUni Wien untersucht werden.“
Ob und wie stark diese Allergene ursächlich etwas mit den bei Pferden häufigen allergischen Reaktionen wie Husten, Koliken und Hautsymptomen, zu tun haben, muss erst klinisch überprüft werden.

„Unsere Ergebnisse sind aber in jedem Fall, ähnlich wie der IgE-Test beim menschlichen Allergiker, ein starker Hinweis darauf, in welche Richtung man weiter diagnostisch suchen muss“, sagt Jensen-Jarolim. Der Allergenchip wird heute beim Menschen bereits erfolgreich für die Allergiediagnose eingesetzt und steht somit nun auch für Pferde zur Verfügung. Ähnliche Tests werden auch bei Hunden derzeit entwickelt – diese Studienergebnisse sollten in naher Zukunft vorliegen. Bei den betroffenen Pferden könne man nun jedenfalls eine Buchweizensensibilisierung mit einer sogenannten Allergenkarenz bzw. Eliminationsdiät überprüfen, ob sich die Symptome bessern.

Wirtschaftsfaktor Pferd
Während in Deutschland der Pferdesport im Vordergrund steht, ist Österreich untrennbar mit Fiakern, Lipizzanern und Arbeitspferden wie Pinzgauer und Haflinger verbunden. Österreichweit gibt es etwa 120.000 Pferde mit einer Wertschöpfung von knapp 1,5 Milliarden Euro, drei bis vier Pferde sichern einen Arbeitsplatz. Die Bandbreite der Pferdewirtschaft ist groß: von Reitklubs und Pferderennbahnen, über Zuchtveranstaltungen oder einschlägigen Messen bis hin zum Onlineshop für Reitsportartikel, dessen Angebote aufgrund des immer größer werdenden Interesses am Pferd bereits weit über Pferdedecken und Zaumzeug hinausgehen. Der Nutzen von Pferden erstreckt sich über die gesamte Österreichische Volkswirtschaft, anteilsmäßig profitieren die Branchen Landwirtschaft und Tourismus am meisten.

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Quelle: Medizinische Universität Wien / Foto: gemeinfrei

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