Giftköder – Gefahr für geliebte Vierbeiner
16. Oktober 2017 – 21:56 | One Comment

Immer öfter hören Hundebesitzer in den Nachrichten von einer großen Gefahr für ihre Hunde: Giftköder. Dabei handelt es sich um unscheinbar wirkende Leckerlies, deren Genuss jedoch im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Tierschutzorganisationen gehen aktuell …

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Unseriöser Hundehandel: Augen auf beim Welpenkauf!

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 23. April 2014 – 21:102 Comments

Das Geschäft mit den Hundebabys aus Osteuropa boomt. Wie viel Leid, Betrug und Korruption sich dahinter verbergen, ahnt jedoch kaum jemand. Das Angebot von Welpen scheint unerschöpflich.

Ob auf entsprechenden Seiten im Internet oder in Inseraten in Tageszeitungen: Jede Rasse steht zur Verfügung. Die Kosten oftmals weit unter dem üblichen Preis. Von “familiären Anschluss” oder “liebevoller Aufzucht” ist darin die Rede.

Doch die Realität sieht anders aus: Die meisten Welpen kommen vor allem aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. In Massen produziert und zu früh von ihren Müttern getrennt, werden sie – in Kisten und Kofferräume gepfercht – oft tagelang durch Europa gekarrt .

Das skrupellose Geschäft mit der “Ware” Hund blüht, und die Nachfrage steigt stetig. In Massenzuchtanlagen geboren und ohne Chance auf ein leidfreies Leben – so geht es vielen Welpen, die dazu bestimmt sind von „Hundeproduzenten“ irgendwo in Europa verkauft zu werden. Sie werden in finsteren und schmutzigen Unterkünften gehalten und bekommen nur unzureichend Wasser und Futter. Darüber hinaus werden die äußerst sozialen Tiere meist viel zu früh von ihren Muttertieren getrennt. Die kleinen Hunde haben keinerlei sozialen Kontakt und bekommen keine Zuneigung – weder von Menschen, noch von ihrer eigenen Mutter, die, zur „Gebärmaschine“ degradiert, ohnehin auch viel zu schwach dazu ist.

Wenige Wochen nach der Geburt werden die Welpen in Kisten, Katzentransportboxen oder Taschen gepackt. Ohne Nahrung und genügend Wasser, eingeengt, häufig ohne Licht und ausreichende Luftzufuhr, stehen die Kleinen große Ängste durch – nicht gerade förderlich für die Entwicklung im ersten Lebensjahr. Dann werden sie nicht selten über Hunderte von Kilometern zu den grenznahen Hundemärkten, unseriösen Hundevermittlern oder anderen Verkaufsplätzen transportiert. Dort angekommen werden sie völlig geschwächt den Interessenten präsentiert. Entzückt von den süßen Welpen, entscheiden sich die Kunden viel zu schnell für den Kauf. Dabei ahnen sie nicht, dass die Tiere weder ausreichend geimpft, noch gechipt und entwurmt sind. Darüber hinaus sind die Papiere häufig gefälscht und die Herkunftsangaben entsprechen meist nicht der Wahrheit.

Schon nach kurzer Zeit können große Probleme auftreten. Viele der Tiere werden krank, sind verstört und manchmal sogar aggressiv. Kein Wunder, denn durch die nicht artgerechte Haltung hatten es die Welpen in den ersten Wochen – ihrer Prägephase – nicht leicht. Für viele betrogene Hundekäufer stellt der Tierarztbesuch die letzte Hoffnung dar. Wenn dieser feststellt, dass der Hund krank ist, ist es oft schon zu spät. Trotz hoher Behandlungskosten sterben viele Tiere oder müssen vom Tierarzt eingeschläfert werden.

»Fragen zum Thema Welpenkauf?«

Bevor Sie sich entscheiden einen Hund aufzunehmen, überlegen Sie gut, welche Verantwortung Sie damit übernehmen. Ein Hund ist keine modisches Accessoire, sondern ein individuelles, leidensfähiges Lebewesen, das ein Recht auf Freiheit und Unversehrtheit hat.

Vor der Anschaffung eines Hundes sollten Sie sich über folgende Dinge Gedanken machen:

  • Warum möchte ich einen Hund aufnehmen?
  • Habe ich mich über die Lebensgewohnheiten des gewünschten Hundes informiert? Kann ich dem Tier eine Umgebung bieten, die seinen Bedürfnissen entspricht?
  • Wie stabil ist meine Lebenssituation?
  • Wie regelmäßig ist mein Lebensstil? Welchen Hund kann ich meinem Lebensstil entsprechend versorgen?
  • Hund und Kind? Im Zusammenleben von Kind und Hund müssen Erziehungsberechtigte besonders achtsam sein!
  • Bin ich mir im Klaren darüber, dass ich jeden Tag die Zeit aufbringen muss, um mich dem Hund zu widmen und ihn zu versorgen? Ein Hund kann bis zu 17 Jahre alt werden!
  • Sind die Wohnverhältnisse für eine Hundehaltung geeignet? Gibt es im Mietvertrag Einschränkungen in Bezug auf eine Tierhaltung?
  • Ist die ganze Familie mit dem Hund einverstanden und auch bereit, Aufgaben zu übernehmen?
  • Ist kein Familienmitglied gegen Hundehaare allergisch?
  • Bin ich mir auch der negativen Seiten der Hundehaltung, wie z.B. Schmutz, Haare, Geruch, bewusst?
  • Wo wird der Hund im Notfall oder während meiner Abwesenheit untergebracht?
  • Bin ich mir über alle Aufgaben im Klaren, die eine Hundehaltung mit sich bringen? – Futter, Pflege, Tierarztkosten, Hundesteuer, Hundeschule, Versicherung, Urlaubsbetreuung u.v.m.
  • Bin ich bereit, meinem Hund regelmäßig genügend Auslauf und Kontakt zu Artgenossen zu gewähren?

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Quelle: Vier Pfoten / Postinfo: 01230414


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