Giftköder – Gefahr für geliebte Vierbeiner
16. Oktober 2017 – 21:56 | One Comment

Immer öfter hören Hundebesitzer in den Nachrichten von einer großen Gefahr für ihre Hunde: Giftköder. Dabei handelt es sich um unscheinbar wirkende Leckerlies, deren Genuss jedoch im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Tierschutzorganisationen gehen aktuell …

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Tierische Therapeuten – positive Auswirkungen auf kranke Seelen und kranke Körper

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 18. März 2010 – 10:004 Comments

Ob im Seniorenheim, in der Schule oder im Krankenhaus: In immer mehr sozialen Einrichtungen sind tiergestützte Therapieansätze nicht mehr wegzudenken. Umfangreiche Studien belegen die vielfältigen positiven Auswirkungen der Heimtiere auf kranke Seelen und kranke Körper.

Tiergestützte Therapien haben beispielsweise in der Altenpflege einen festen Platz. Besonders Patienten mit demenziellen Störungen profitieren vom Kontakt mit Kleintieren. Diese finden auf emotionaler Ebene sehr schnell einen Zugang zu den Senioren. Es gibt deshalb bereits ehrenamtliche Helfer, die spezielle Besuchsdienste mit Kaninchen und Meerschweinchen anbieten. Eine amerikanische Untersuchung hat ergeben, dass Heimtiere soziale Ängste älterer Menschen lindern können. Dies ist an einem geringer ansteigenden Blutdruck in Stresssituationen, beispielsweise bei der Begegnung mit anderen Menschen, messbar.

Aber auch Kinder und Jugendliche profitieren vom Tierkontakt. So lassen zahlreiche Fallstudien den Schluss zu, dass Reittherapien gute Erfolge bei psychiatrischen Patienten versprechen. Reittherapien werden auch für Kinder mit dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) angeboten. Die tiergestützte Therapie wird zudem in der neuropsychologischen Frührehabilitation mit Erfolg durchgeführt. Experten gehen davon aus, dass Tiere beim Menschen tief liegende Hirnstrukturen aktivieren. Die Folge: Depressionen können reduziert und die Motivation zur Kommunikation gefördert werden. Selbst in der Krebstherapie können Tiere eine wertvolle emotionale Stütze für Erkrankte sein. In einer Studie fand man heraus, dass Frauen mit tierischer Hilfe eine stärkere Kontrolle über ihre Krankheit und die Behandlung empfanden als diejenigen ohne Tiere.

Hundetherapie im Pflegezentrum

«Die wohltuende Liebe, die ein Therapiehund geben kann, soll sich jeder leisten können» erklärt Peggy Hug, Präsidentin des Vereins Therapiehunde Schweiz. Dieser Gedanke stand bereits im Vordergrund, als der Verein Therapiehunde Schweiz (VTHS) 1944 gegründet wurde. Um dies zu ermöglichen, bildet der VTHS interessierte Halter zusammen mit ihrem Hund zu Teams aus. Nach erfolgreicher Prüfung sind diese fähig, dort Einsätze zu leisten, wo sie gebraucht werden: In Spitälern, Senioren- und Pflegeheimen, Psychiatrie-, Palliativ- oder Rehabilitationskliniken, usw. «Das Ziel der Einsätze ist, das körperliche und mentale Wohlbefinden der besuchten Personen zu erhalten beziehungsweise zu fördern» so Peggy Hug. Zusammen mit ihren vierbeinigen Begleitern setzen sich die Mitglieder des VTHS ehrenamtlich und freiwillig sowie mit ganzem Herzblut für dieses Ziel ein. Dabei ist es ihnen sehr wichtig, dass sich der Therapiehund bei den Einsätzen wohl fühlt. Wie aber läuft ein Therapiehunde-Einsatz ab? «Der Therapiehund bietet Gesellschaft, Wärme, Zeit und Zuneigung – einfach das, was der Besuchte gerade benötigt» informiert Peggy Hug. Teilweise würden die Teams auch mit Therapeuten, Ärzten oder Psychiatern zusammenarbeiten.

LINK-Empfehlung: Tiere als Therapie / Verein Therapiehunde Schweiz

TierarztBLOG-BUCH-TIPPS

Sylvia Greiffenhagen / Oliver N. Buck-Werner: Tiere als Therapie. Neue Wege in Erziehung und Heilung.
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten; Verlag: Kynos Verlag; völlig überarbeitete Auflage (23. Oktober 2007)

Kurzbeschreibung: Endlich wieder auf dem Markt! Das deutsche Standardwerk zum Thema Tiere in Therapie und Pädagogik in aktualisierter Neuausgabe. Tiere können helfen, das Leben zu bewältigen: bei Schulangst und Autismus, Depressionen und Altersverwirrung, Herzkrankheiten und Sprachstörungen, Kontaktschwäche und Hyperaktivität. Davon berichtet das Buch mit lebendigen Beispielen. Gleichzeitig liefert es grundlegende Einsichten in das Zusammenleben von Menschen und Tieren. Über die Autoren:  Dr. Sylvia Greiffenhagen, Professorin im Fachbereich Sozialwesen, hat mit der Erstausgabe ihres Buches entscheidend zur Entwicklung des Themas im deutschen Sprachraum beigetragen. Oliver N. Buck-Werner ist praktizierender Tierarzt und Referent am Institut für soziales Lernen mit Tieren in Wedemark bei Hannover.

Lydia Agsten: HuPäSch: Hunde in die Schulen – und alles wird gut ! ?
Broschiert: 160 Seiten; Verlag: Books on Demand; 2. Auflage (12. Juni 2009)

Kurzbeschreibung: HuPäSch ist die Abkürzung für Hundegestützte Pädagogik in der Schule. Seit einigen Jahren begleiten Hunde zunehmend Pädagoginnen in die Schulen, um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Dieses Buch soll das Wirkmodell im Bereich Hupäsch näher erläutern und neben der Entwicklung der Hundegestützten Pädagogik und ihren Bedingungen die verschiedenen Möglichkeiten des Einsatzes in der Schule aufzeigen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den, in ihrer Relevanz oft unterschätzten Bedingungen, die erfüllt sein müssen um einen effektiven und gefahrlosen Einsatz zu gewährleisten.

Anne Kahlisch: Tiergestützte Therapie in Senioren- und Pflegeheimen: Ein Wegweiser mit Praxisbeispielen für Besuchshundeteams
Broschiert: 111 Seiten; Verlag: Kynos; 1. Auflage (10. Februar 2010)

Kurzbeschreibung: Die wohltuende Wirkung des direkten Kontakts zu Hunden auf Psyche und Körper alter Menschen ist hinlänglich bekannt und wissenschaftlich belegt. Oft fehlt es aber an konkreten Ideen und Anleitungen für die praktische Umsetzung beim Einsatz speziell ausgebildeter Therapiehunden in den entsprechenden Einrichtungen. Dieses Buch schließt die Lücke mit Anregungen für sofort umsetzbare Gruppenaktivitäten, Spiele und Einzelübungen. Dabei werden jeweils die unterschiedlichen medizinischen Indikationen und Lebenssituationen der Bewohner sowie wichtige Sicherheits- und Hygienestandards berücksichtigt. Auch das nötige Fachwissen zur richtigen Gesprächsführung sowie zum respekt- und würdevollen Umgang mit den alten Menschen wird vermittelt. Mit Mustervorlagen für Vereinbarungen mit der Heimleitung, Mitarbeiterbelehrung, Abrechnung mit der Einrichtung oder Dokumentation über Parasitenprophylaxe beim Hund. Über den Autor: Die Sozialarbeiterin-/Pädagogin Anne Kahlisch schrieb bereits ihre Diplomarbeit zum Thema „Hunde in Einrichtungen des Gesundheitswesens“. Sie führt seit 2002 ehrenamtlich Besuche mit ihren Hunden in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie der Kinder- und Jugendhilfe durch und ist Mitbegründerin des Vereins „Therapiehunde Brandenburg“. Hauptberuflich ist sie in der Psychiatrie tätig.

Therapiehund in der Schule

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V. / ots Verein Therapiehunde Schweiz
Foto: obs/Verein Therapiehunde Schweiz (VTHS)

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