Gesund und gut leben trotz Diabetes mellitus
21. Juni 2018 – 01:37 | No Comment

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten hormonell bedingten Erkrankungen bei Hund und Katze. Sie tritt beim Hund meist im Alter zwischen sieben und neun Jahren auf. Weibliche Tiere sind doppelt so oft betroffen …

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Akita Inu

Hinzugefügt von Gastkommentar am 11. Februar 2010 – 08:002 Comments

Der Akita Inu ist ein alter Hundetyp, der in der Präfektur Akita im Norden Japans gezüchtet wurde, daher auch der Name, der „Hund aus Akita“ bedeutet.

Die Rasse selbst wurde erst 1931 mit der Ernennung zum nationalen Natur-Denkmal reingezüchtet. Es wird oft behauptet, dass sie davor für Hundekämpfe verwendet worden sind, was so jedoch nicht stimmt.

Japanische Hunde ähnlichen Typs wurden für die Jagd, als Haushund und auch für Hundekämpfe gehalten und gezüchtet, jedoch gehörten sie nicht der heutigen Rasse an.

Vielmehr waren es verschiedene Landschläge in die je nach Verwendung auch andere Rassen gekreuzt wurden, so entstanden verschiedene Typen. Große, molossoide Akitas gelangten in die USA, wo mit ihnen weiter gezüchtet wurde. Dies führte zu einer Linie, die sich stark vom japanischen Akita unterschied und die 1999 als eigenständige Rasse unter dem Namen American Akita von der FCI anerkannt wurde.

Aussehen
Der Akita Inu kommt in den Farben Weiß, Rot, Brindel (Gestromt) und Sesam (Rot mit schwarzer Stichelung) vor und weist stets das sogenannte Urajiro auf (weiße Maske und Weiß an Bauch, Brust, Innenseite der Läufe und der Rute). Er hat eine Schulterhöhe von ca. 61 cm bei Hündinnen bzw. 67 cm bei Rüden, bei einem Gewicht von ca. 30-40 kg. Beim American Akita sind alle Farbe, z.B. auch Pinto (Gescheckt) und schwarze Maske erlaubt. Er ist etwas größer und schwerer als sein japanischer Bruder. Typisch für beide Rassen ist das doppelte Fell mit dichter Unterwolle, die dreieckigen Stehohren und der Ringelschwanz.

Hachiko
Im Herbst 2009 war diese bis dahin eher unbekannte Hunderasse plötzlich in aller Munde, als der Film „Hachiko. Eine wunderbare Freundschaft.“ mit Richard Gere in der Hauptrolle in unsere Kinos kam. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, die sich in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Japan abspielte: Prof. Hidesaburō Ueno war der Besitzer von Hachiko. Jeden morgen wurde er von seinem Hund zum Shibuya Bahnhof in Tokio begleitet von wo aus er zur Arbeit fuhr und jeden Abend wartete der Hund bereits an der gleichen Stelle wieder auf sein Herrchen. Selbst als Prof. Uneo 1925 während der Arbeit verstarb, wartete Hachiko jeden Tag an der selben Stelle weiter auf ihn… 9 Jahre lang, bis er selbst schließlich tot aufgefunden wurde. Diese Geschichte rührte die Bevölkerung, Hachiko wurde eine Statue an der Shibuya Station errichtet und sein Schicksal mehrmals verfilmt. Der Akita gilt in Japan als Inbegriff der Treue.

Das Original: Hachiko Monogatari

Haltung
Durch das Hollywood Remake von Hachiko, erreichte der Akita nun auch bei uns einen gewissen Bekanntheitsgrad. Ein Umstand, den viele Züchter und Liebhaber der Rasse durchaus kritisch sehen, denn ein solcher Hund sollte nicht unüberlegt angeschafft werden. Der Akita ist mit Sicherheit kein Hund für Jedermann. Und man wird enttäuscht sein, wenn man von ihm erwartet, dass er einen vom Bahnhof abholt… man wird lange warten, denn meistens hat der Akita etwas besseres zu tun. Selbst wenn man nicht gleich solche Ausnahmeleistungen von seinem Hund erwartet – man kann mitunter auch sehr lange warten bis er heran kommt oder sich setzt.

Die „Sturheit“ des Akitas ist fast schon so legendär wie Hachiko selbst. Wobei hier „Sturheit“ unter Anführungszeichen gesetzt ist, da man einen Hund nie wirklich als „stur“ bezeichnen kann, wenn schon, dann als „nicht gut genug motiviert“. Und einen Akita zu motivieren kann mitunter ganz schön anstrengend sein. Mit positiver Bestärkung (Clickertraining eignet sich hier wunderbar) kann man sie durchaus zu einem gesellschaftsfähigen Hund erziehen. Er lernt und frisst sehr gerne, jedoch kann es immer vorkommen, dass ihm der Sinn nach etwas anderem steht.

Akita

Menschen gegenüber ist der Akita meist sehr freundlich bis reserviert. Der Samurai-Krieger erwacht in ihm jedoch mitunter angesichts anderer Hunde. Er ist ein sehr dominanter Hund, der meist über den Dingen steht, aber wehe dem, der ihn doch einmal aus der Ruhe bringt. Es kommt oft vor, dass Akitas Probleme mit anderen Hunden haben, was insbesondere bei gleichgeschlechtlichen Tieren, die in einem Haushalt leben zu beachten ist. Das alles ist jedoch nichts, gegen den größten Nachteil dieser Rasse: die Haare!

Natürlich, fast alle Hunde verlieren Haare, aber kaum einer so viele wie der Akita. Zweimal im Jahr ist mehrere Wochen lang Ausnahmezustand, was Sauberkeit und Garderobe angeht, denn da verliert der Akita sein gesamtes Fell. Was zunächst den wunderschönen „Flauschi-“Charme der Rasse ausmacht, sammelt sich dann als tägliches Ärgernis in allen Ecken, den Autositzen, der Kleidung, und, und, und. Das bedeutet mehrmals täglich Staubsaugen, Hund bürsten und einen enormen Verbrauch an Kleider-Rollern. Aber es hat auch sein Gutes, denn ist der Hund abgehaart erstrahlt er in neuem Glanz und verliert unter der Zeit kein einziges Haar. Dann ist er ein äußerst pflegeleichter Hund, der so gut wie nie gebürstet oder gar gebadet werden muss.

Wer das alles auf sich nehmen möchte, gepaart noch mit einem mitunter sehr stark ausgeprägtem Jagdtrieb und an Houdini grenzenden Ausbruchskünsten…
Wer den Akita-Blick, der sagt „Was regst Du Dich denn so auf, ich komm dann ja später eh wieder“ mit Humor und Geduld nimmt und eben selbst mal eine Zeit auf seinen Hund wartet…
…der wird im Akita einen ganz besonderen Begleiter finden: einen Hund, der weiß was er will und wie er es erreichen kann, aber der sich kaum aus der Ruhe bringen lässt, überall hin mitgenommen werden kann und ein sehr unaufdringlicher Hausgenosse ist.

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Alina Geishofer: “Ich bin keine „Tier-Nanny“ und auch kein „Hundeflüsterer“! Ich habe keine Gott gegebene Gabe und vollbringe keine Wunder! Aber auf Grund meiner Aus- und Fortbildungen bin ich in der Lage, Tierverhalten wissenschaftlich zu beurteilen und Menschen zu helfen ihren Umgang mit Tieren zu verbessern.”

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Fotos: Alina Geishofer

2 Comments »

  • Markus sagt:

    Super Artikel Alina,man kann aber noch ergänzen, dass es den Film Hachiko Monogatari (Japan; Regie Seijirō Kōyama) schon im Jahr 1987 in Japan gab. Der ist auch viel authentischer als die Hollywood Version.

    Das Gewicht…. Rüden wiegen vl 30-40kg Hündinnen sicher nicht ;-)

    lg
    Markus

  • Bettina sagt:

    Der Artikel ist wirklich super, aber lieber Markus beim Gewicht hat doch Alina recht. Wenn ein Rüde nur 30 Kilo hat ist er beim waschen eigegangen. Hündinnen sollten bei einer normalen Größe, sagen wir mal ab 28 Kilo haben, und Rüden 35-40 Kilo.

    LG
    Bettina

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