Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum
8. Dezember 2019 – 13:18 | No Comment

Bei niedlichen Kaninchen, kleinen Kätzchen und verspielten Welpen kriegen nicht nur Kinder leuchtende Augen. Ohne Frage: Tiere sind großartig. Allerdings sollte man niemals vergessen, dass Tiere Lebewesen mit Bedürfnissen und keine Spielsachen sind. Tierschutzorganisationen warnen …

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Hachiko – Richard Gere verfilmte die wahre Geschichte eines Hundes

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 20. August 2009 – 16:103 Comments

Hachiko und Richard GeereAls Professor Parker, gespielt von Richard Gere,  eines Tages nach der Arbeit einen herrenlosen Hundewelpen am Bahnhof findet, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft ist.

Während seine Frau, dargestellt von der Oscar-nominierten Joan Allen, den kleinen japanischen Akita-Hund anfangs zögerlich aufnimmt, wird Parkers Herz von Hachiko im Sturm erobert. Schon bald begleitet ihn der aufgeweckte Hachiko jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn am Abend wieder ab. Doch eines Tages wartet er vergeblich auf die Rückkehr seines Herrchens …

Das Remake

Der Film “Hachiko”, der am 12. November 2009 in Deutschland in die Kinos kommt (der Filmstart in Österreich und der Termin für die Schweiz ist der Redaktion noch nicht bekannt),  beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich in Japan im 19. Jahrhundert in Shibuya, Tokyo, zugetragen hat. Der Film unter der Regie von Lasse Hallström ist eine Neuverfilmung einer herzergreifenden Story, Hauptdarsteller Richard Gere ist auch Produzent des Filmes, das Drehbuch stammt von Stephen P. Lindsey und Kaneto Shindo.

“Hachiko” – Trailer zum Film, USA 2009

Das Original

Hachikō wurde am 10. November 1923 in Odate in der Präfektur Akita geboren. 1924 nahm ihn sein Besitzer, der Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, mit nach Tokio. Von da an holte der Hund jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya ab. Als der Professor im Mai 1925 starb, zog seine Witwe aus Tokio fort. Hachikō wurde zu in der Stadt lebenden Verwandten gegeben, riss jedoch von dort aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten. Schließlich übernahm Kikuzaburo Kobayashi, der frühere Gärtner von Professor Ueno, der in der Nähe des Bahnhofs wohnte, Hachikōs Pflege.

Während Hachikō in den ersten Jahren auf dem Bahnhofsgelände eher als Störenfried betrachtet und nur stillschweigend geduldet wurde, richtete ihm 1928 ein neuer Bahnhofsvorsteher sogar eine kleine Ruhemöglichkeit ein. Im gleichen Jahr erkannte ein früherer Student von Professor Ueno, der eine Forschungsarbeit über Akita-Hunde durchführte, den Hund zufällig wieder. Als er herausfand, dass Hachikō einer von nur noch etwa dreißig reinrassigen Akita-Hunden war, begann er sich näher für Hachikōs Geschichte zu interessieren und schrieb mehrere Artikel darüber. 1932 machte die Veröffentlichung eines dieser Artikel in einer Tokioter Zeitung Hachikō in ganz Japan bekannt, und er wurde schon zu Lebzeiten zum Inbegriff des treuen Hundes. Die Achtung vor Hachikō fand ihren Höhepunkt in der Errichtung einer Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs im Jahr 1934, deren Eröffnungszeremonie auch Hachikō beiwohnte.

“Hachiko Monogatari” , Japan 1987

Als Hachikō am 8. März 1935 an Filariose starb, wurde sein Tod landesweit von den Medien gemeldet. Seine Überreste befinden sich heute ausgestopft im National Science Museum im Tokioter Bezirk Ueno.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Hachikō-Statue aufgrund der herrschenden Eisenknappheit eingeschmolzen. Nach dem Krieg wurde Andō Takeshi, Sohn des mittlerweile verstorbenen Erschaffers der Originalstatue, mit der Anfertigung einer neuen Fassung beauftragt, die im August 1948 am früheren Platz aufgestellt wurde. Eine ähnliche Statue steht in der Präfektur Akita vor dem Bahnhof von Ōdate, Hachikōs Geburtsort. Heute ist die Tokioter Hachikō-Statue der wichtigste Treffpunkt für Verabredungen am Bahnhof Shibuya und einer der bekanntesten Treffpunkte von ganz Japan. Der westliche Bahnhofsausgang, an dem Hachikō immer gewartet hatte, heißt offiziell Hachikō Exit. Er führt auf die Diagonalquere zwischen der Bahnhofsstraße und der Einkaufsstraße Center-gai, einen der bekanntesten Plätze der Welt.

Behind the Scenes of “Hachiko” – Richard Quest, CNN

Die TierarztBLOG Redaktion kann beide Filme wirklich empfehlen und rät, auch genügend Taschentücher zur Verfügung zu haben.

Mehr zum Thema:
HACHIKO mit Richard Gere – Behind the Scenes

Dieser Artikel basiert u.a. auf dem Wikipedia Artikel Hachiko / lizenziert unter GFDL / Liste der Autoren

3 Comments »

  • Bultemeyer, Wilhelm sagt:

    Hallo, ich habe erst vor kurzem von dem Hund Hachiko gehört und bin als Hundebesitzer fasziniert von ihm. Ich versuche nun so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Der Film interessiert mich dabei weniger, da ich denke, dass hier die Fakten verdreht werden und mehr auf die Tränendrüse gedrückt wird. Mich interessiert: 1. Gibt es ein deutschsprachiges Buch über das Leben von Hachiko? 2. Hat die Witwe vom Professor berichtet, wie der Hund und sein Herr die Zeit miteinander verbracht haben? 3. Hat Hachiko seinen Herrn morgens zum Bahnhof gebracht und abends wieder abgeholt oder hat er ihn nur abends abgeholt? 4. Wie lang war die Strecke vom Haus bis zum Bahnhof? 5. Was hat er in der Zwischenzeit gemacht? 6. Als der Professor verstorben war, ist der Hund ausgerissen und hatte zunächst kein Zuhause, wo ist er untergekommen, wie hat er den Tag verbracht, wie lange und wie hat er die Zeit am Bahnhof verbracht? 7. Irgendwann hat ihn der ehemalige Gärtner, der in der Nähe des Bahnhofes wohnte, bei sich aufgenommen, wie war da der Tagesablauf? 8. Hachiko war bereits zu Lebzeiten berühmt. Wie war da sein Leben? Ich habe ein sehr großes Interesse an dem Leben von Hachiko. Bitte schickt mir alle Informationen, die ihr finden könnt. Ich finde nichts mehr im Internet. Kann jemand etwas zum japanischen Film sagen? Entspricht dieser Film den Tatsachen? Ich danke allen, die allein schon meine Mail gelesen haben. Vielleicht kann jemand ein Forum einrichten. Danke

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