Mein Terrier zittert und verhält sich merkwürdig (344)
30. Juli 2010 – 09:43 | One Comment

Anfrage von Schmidt
Yorkshire Terrier Mix, männlich, 2 Jahre, nicht kastriert
Ich bräuchte mal ihren Rat als Arzt, und zwar haben wir einen Yorkshere Terrier Mix. Seit gestern 28.7.2010 hat er nach dem Gassi gehen angefangen zu …

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Aujeszkysche Krankheit

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 4. August 2009 – 10:03No Comment

Tierkrankheiten A-ZDie Aujeszkysche Krankheit (auch Morbus Aujeszky, Pseudowut, Pseudorabies, Juckseuche, Juckpest, Mad itch, Infektiöse Bulbärparalyse) ist eine durch das Aujeszky-Virus hervorgerufene anzeigepflichtige Tierseuche. Der Erreger gehört zur Familie der Herpesviren, Subfamilie Alphaherpesvirinae, Genus Varicellovirus. Sein eigentlicher Wirt sind Schweine, daher Suides Herpesvirus 1 (SHV-1). Die Krankheit ist nach dem ungarischen Tierarzt Aladár Aujeszky benannt.

Bei nahezu allen Säugetieren verläuft die Infektion tödlich. Primaten und Menschen sind jedoch für das Virus nicht empfänglich. Beim Schwein verläuft sie als zyklische Allgemeininfektion mit Virusausbreitung über Lymph- und Blutgefäße und Nerven. Zentralnervensystem und die Schleimhäute des Respirationstraktes sind bevorzugte Manifestationsorgane. Wie bei allen Herpesinfektionen gibt es bei SHV-1 bei Schweinen eine latente (meist lebenslängliche) Infektion, welche insbesondere unter Stress reaktiviert wird.

Bei Rindern, Hunden, Katzen und Schafen kommt es schnell zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung mit zentralnervösen Erscheinungen und starkem Juckreiz und danach zum Tod des Tieres. Alle diese sogenannten „Endwirte“ scheiden zu keinem Zeitpunkt das Virus aus und müssen sich via Schwein angesteckt haben (eventuell auch über verseuchte Gerätschaften, verschmutzte Stiefel und so weiter).

Aujeszkysche Krankheit bei einer Katze

Die Aujeszkysche Krankheit ist anzeigepflichtig und wird in vielen Ländern staatlich bekämpft. Sanierungsmaßnahmen beinhalten die Überwachung der Schweinepopulation durch regelmäßige Blutproben, Sanktionen wie Sperrung von Betrieben und Keulung.

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Impfung, diese wird in stark verseuchten Gebieten mit Erfolg angewandt, allerdings schützt sie nur vor den Symptomen, nicht vor einer Infektion. Auch geimpfte Tiere können latente Herpesinfektionen aufweisen und diese gegebenenfalls in eine ungeimpfte Population einschleppen. Daher muss in offiziell anerkannten virenfreien Ländern die Impfung verboten werden (wie z. B. in der Schweiz). Eine große Gefahr stellt die Einschleppung der Krankheit durch Wildschweine in artgerechte Schweinehaltungen (mit Auslauf im Freien) dar.

Im Jahr 2004 von Aujeszkysche Krankheit freie Länder in Europa:
Dänemark, Deutschland (letztes Auftreten im April 2000), Luxemburg, Österreich, Finnland, Schweden, Schweiz, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich, Republik Zypern

Aktuelle Daten betreffend der Durchseuchung in Europa und weltweit, auch bezüglich anderer Tierseuchen sind bei der Weltorganisation für Tiergesundheit, OIE, verfügbar.

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Dieser Artikel basiert u.a. auf dem Wikipedia Artikel Aujeszkysche Krankheit / lizenziert unter GFDL / Liste der Autoren

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