Giftköder – Gefahr für geliebte Vierbeiner
16. Oktober 2017 – 21:56 | One Comment

Immer öfter hören Hundebesitzer in den Nachrichten von einer großen Gefahr für ihre Hunde: Giftköder. Dabei handelt es sich um unscheinbar wirkende Leckerlies, deren Genuss jedoch im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Tierschutzorganisationen gehen aktuell …

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Wenn Tiere einen Anwalt brauchen

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 17. August 2017 – 06:55No Comment

Rechtliches Konfliktpotenzial gibt es genug: Der teure Tierarzt hat bei der Behandlung einer Katze einen Fehler gemacht, der Züchter will nicht für den kranken Welpen haften und der Vermieter ist vom Geplapper der Papageien genervt. Die Fronten verhärten sich und der Fall landet vor Gericht. Doch wie finden Tierfreunde einen guten Rechtsanwalt? „Im Streitfall brauchen Halter einen Anwalt, der interdisziplinär denken und arbeiten kann“, sagt Rechtsanwalt Andreas Ackenheil von der Kanzlei Ackenheil aus Mainz. “Denn vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand”, sagt ein alter Spruch. Und ohne anwaltliche Vertretung ist man oft ganz und gar dem Glück ausgeliefert – welches man auf vergnügliche Art dann doch lieber auf Vergnügungsseiten wie dem Allslots Online Casino suchen sollte.

Fächerumfassende Disziplin
Tierrecht ist kein eigenes Recht, das studiert und dann angeboten werden kann, sondern schließt mehrere Fachrichtungen ein, wie Vertragsrecht, Arzthaftungsrecht, Zuchtrecht, Mietrecht, Schadensrecht und vieles mehr. So gibt es bundesweit nur wenige Kanzleien, die sich auf Tierrecht spezialisiert und entsprechende Erfahrung haben, heißt es beim Verband Deutscher Anwälte in Stuttgart.

»Wie füttere ich richtig?«

Den richtigen Anwalt finden
Doch wie findet “Otto Normaltierfreund” einen guten Rechtsanwalt für Tierrecht und worauf sollte er achten? „Eine gute Quelle ist der Deutsche Anwaltsverein“, rät Rechtsanwalt Ackenheil. Dort bekommen Betroffene Kanzleien in ihrer Nähe genannt. „Eine weitere gute Möglichkeit sind persönliche Empfehlungen“, sagt der Experte. Freunde und auch der eigene Tierarzt können wertvolle Tipps geben. Bei der gezielten Suche im Netz sollten sich Halter die Homepages der Kanzleien genau anschauen und sich einen Eindruck verschaffen:

„Was bietet die Kanzlei an, hat sie Artikel zum Thema Tierrecht geschrieben und auf der Homepage veröffentlicht?“, gibt Ackenheil Tipps für die Suche nach einer kompetenten Kanzlei. Zudem kann es von Vorteil sein, wenn der potenzielle Rechtsanwalt selbst Tierhalter ist. „Das ist ein emotionales Thema und der Anwalt sollte sich in sein Gegenüber einfühlen und es verstehen können“, sagt Ackenheil.

Rechtsschutzversicherung deckt die Kosten ab
Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, braucht sich in der Regel keine Sorgen zu machen, wenn er wegen des Tieres vor dem Kadi landet. „Eine Vielzahl von Fällen wird von der Rechtsschutzversicherung abgedeckt“, sagt der Experte. „Angefangen von Streitereien mit dem Ordnungsamt, über Halter, die vom Kaufvertrag zurücktreten wollen bis hin zu Haftungsfällen“, so der Experte. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Anliegen abgedeckt wird, sollte seinen Vertrag prüfen oder bei seiner Versicherung nachfragen.

Heimtierhaltung in der Wohnung
Ein besonderes Thema ist auch die Heimtierhaltung in der Mietwohnung, denn häufig wollen Vermieter die Tierhaltung generell verbieten. Doch wer einen Assistenzhund oder ein Tier zu therapeutischen Zwecken braucht, hat in der Regel gute Chancen, dass ihm die Tierhaltung trotzdem gewährt wird. Unabhängig davon, was ursprünglich einmal im Mietvertrag vereinbart wurde, meint der Tierrechtsspezialist RA Andreas Ackenheil aus Mainz. Bestätigt sieht der Anwalt dies in zahlreichen Rechtsurteilen der Vergangenheit. „Oftmals sind es Einzelfallentscheidungen, die nach eingehender Prüfung und Abwägung der Interessen des Tierhalters, anderer Mieter und des Vermieters gefällt werden“, betont Ackenheil. Beispielsweise spielen auch besondere Bedürfnisse des Mieters (Blindenführhund, Therapiezwecke, soziale Vereinsamung) sowie das Naturell eines Tieres eine Rolle. Mit diesem besonderen Problemen beschäftigen wir uns im nächsten Artikel unseres “Blogs für Tierfreunde”.

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Quelle/Foto: Industrieverband Heimtierbedarf / Postinfo: 01170817

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