So wichtig ist eine ausgewogene Ernährung bei Vierbeinern
5. August 2017 – 09:04 | No Comment

Viele Menschen sorgen sich um das Wohl ihrer Vierbeiner und investieren entsprechend viele Mühen in die Auswahl der richtigen Ernährung. Dabei herrscht häufig Unklarheit darüber, welche Anforderungen das Tierfutter tatsächlich erfüllen muss. Doch worauf ist …

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Katzennachwuchs unerwünscht

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 25. Juli 2017 – 19:20No Comment

Katzen sind sehr fruchtbare Tiere. Je nach Rasse sind sie bereits nach fünf bis neun Monaten geschlechtsreif und sie werden zum ersten Mal “rollig”. In diesem Zustand verändern sie ihr Wesen sehr stark, sie rollen und wälzen sich herum, schreien und setzen in der Wohnung Urin ab.

In der ersten Jahreshälfte ist die Geschlechtsaktivität besonders groß. Nur Nachbars Kater kann diesem Zustand ein Ende setzen, da der Deckakt den Eisprung stimuliert und die Rolligkeit endet. Wird die Katze nicht trächtig, so erfolgt die neue Rolligkeit nach fünf bis sechs Wochen.

Wird sie nicht von einem Kater gedeckt, kann es auch zu einer Dauerrolligkeit kommen, die für eine Katze sehr unangenehm sein kann. Der damit verbundene Stress belastet aber nicht nur die Kätzin selbst, sondern auch andere Tiere und vor allem den Menschen. Auch eine Scheinträchtigkeit ist möglich. Kommt es zu einem Eisprung, ohne dass eine Befruchtung des Eies stattfindet, laufen im Körper der Katze die gleichen Vorgänge ab wie bei einer trächtigen Katze. Die Scheinträchtigkeit führt, im Gegensatz zur Hündin, weder zur Laktation noch zu Nestbauverhalten, kann sich aber in einer Gewichtszunahme oder Verhaltensänderung äußern. Die Dauer ist sehr unterschiedlich, beträgt aber in der Regel sechs Wochen.

Kastration – Sterilisation
Der ausgeprägte Geschlechtstrieb der Katzen macht sie zu wahren Nervensägen. Um dies und ungewollte Nachkommen zu verhindern, sollte man Katzen, vor allem Freigänger und sowohl männliche als auch weibliche Tiere, unbedingt kastrieren lassen. Bei der Kastration werden die Hoden oder Eierstöcke entfernt. Weniger geeignet ist die Sterilisation, bei der nur die Samen- oder Eileiter durchtrennt werden. Dieser Eingriff verhindert zwar die unkontrollierte Fortpflanzung, verändert aber nicht das Sexualverhalten der Tiere, da nach wie vor Geschlechtshormone produziert werden. Auch Hormonpräparate können eine Rolligkeit kurz- oder langfristig unterdrücken.

»Zu welcher Zeit die Katze kastrieren?«

Bündnis „Pro Katze“ fordert Kastrationspflicht
In Deutschland leben zwei bis drei Millionen herrenlose Katzen, sogenannte Streunerkatzen. Und es werden immer mehr. Sie paaren sich mit Hauskatzen und sorgen so jedes Jahr für weiteren Nachwuchs. Oft leiden die Tiere unter der Witterung, dem Futtermangel und den katzentypischen Krankheiten wie Katzenschnupfen und -aids.

Das Bündnis „Pro Katze“ setzt sich gemeinsam für eine deutschlandweite Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang ein. Nur so kann der rasante Anstieg der Streunerkatzen-Population auf tierschutzkonforme Art aufgehalten und das Katzenleid verringert werden.

Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin der Tierschutzstiftung Vier Pfoten: „Auch Katzen, die mehr oder weniger wild auf landwirtschaftlichen Betrieben leben, sollten kastriert werden. Hierzu ist es nicht nötig bis nach dem ersten Wurf Junge zu warten. Die Kastration greift auch nicht, wie häufig angenommen, in die Natur der Tiere ein: Die Mäuse-Fangquote bei kastrierten Katzen ist ebenso hoch wie bei nicht kastrierten!“

Gesünder durch Kastration
Karsten Plücker, Vorsitzender des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.: „Wildlebende Bauernhof-Katzen sollten behutsam mit Lebendfallen eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden.

Ein Aussterben der Katzenpopulation ist derzeit auch bei umfassenden Kastrationsprogrammen nicht zu befürchten: Die Tierheime sind überfüllt mit scheuen, schwer in Familien vermittelbaren Katzen, für die ein Bauernhof ein guter Platz wäre.“

Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO e.V.: „Kastrierte Katzen sind gesünder, denn sie können sich ganz auf sich konzentrieren und müssen nicht noch einen ganzen Wurf Welpen versorgen.
Dazu kommt, dass die Jungen leider nicht immer gern gesehen sind und oftmals auf tierschutzwidrige Art entsorgt werden. Dies ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und steht unter Strafe.“

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Quelle / Foto: Bundesverband für Tiergesundheit e.V. / Vier Pfoten

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