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14. Juni 2019 – 14:13 | No Comment

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9 Kriterien zur optimalen Hundeernährung

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 17. Februar 2013 – 08:005 Comments

Jeder Hund ist einzigartig! Um Ihrem Hund eine optimale Ernährung zu bieten, müssen seine individuellen Eigenschaften berücksichtigt werden. Erfahren Sie mehr über die 9 Kriterien, die den Nährstoffbedarf Ihres Hundes bestimmen.

1) Hunderasse

Wie kaum bei einem anderen Säugetier unterscheiden sich die verschiedenen Hunderassen erheblich in Aussehen, Größe und dem Stoffwechsel. Deshalb weisen Hunde verschiedener Rassen auch deutliche Unterschiede in den Ansprüchen an ihre Ernährung auf.

Dies beginnt bereits im Welpenalter. Hunde kleiner Rassen sind etwa mit einem Jahr ausgewachsen, Riesenrassen benötigen hierfür bis zu 18 Monate. Dadurch haben Welpen unterschiedlicher Rassen sehr spezifische Anforderungen an ihre Ernährung. Die Berücksichtigung dieser Ansprüche ist besonders wichtig für eine gesunde Entwicklung. Nicht selten kann es durch Fehlversorgungen in der Hundeernährung zu Wachstumsstörungen und bleibenden Schäden kommen.

Aber auch im Erwachsenenalter gibt es Unterschiede zwischen den Rassen bezüglich des Nährstoffbedarfs. Studien haben gezeigt, dass beispielsweise Terrier und Doggen einen erhöhten Energiebedarf haben, andere Rassen wiederum einen wesentlich niedrigeren. Darüber hinaus bestehen bei speziellen Rassen stoffwechselbedingte Besonderheiten, die bei Nichtbeachtung zu schwerwiegenden Erkrankungen führen können. Hierzu zählen die Kupferspeicherkrankheit des Bedlington Terriers und die Kardiomyopathie beim Neufundländer und Dalmatiner, die durch Taurin- und Carnitinmangel entstehen können. Die Ernährung muss demnach an die Rasse des Hundes angepasst werden, um ernährungsbedingten Erkrankungen wirksam vorzubeugen.

2) Alter

Die Nährstoffansprüche eines Hundes ändern sich im Laufe seines Lebens. Eine gesundheitsorientierte Ernährung sollte den Hund daher durch die verschiedenen Phasen begleiten und jederzeit optimal unterstützen. Im Junghundealter wird die Grundlage für ein gesundes Hundeleben geschaffen. Daher ist es besonders wichtig, die Ernährung des Hundes bedarfsgerecht anzupassen, wobei neben dem Alter auch alle anderen hier genannten Eigenschaften berücksichtigt werden müssen.

In der Wachstumsphase muss bei der Ernährung besonders darauf geachtet werden, dass die zugeteilte Energie im Futter nicht zu hoch ist und die Mineralstoffe ausgewogen zugeführt werden. Insbesondere bei großen Rassen kann es durch Fehlversorgungen zu wachstumsbedingten Problemen wie Gliedmaßenfehlstellungen oder Schwächung der Knochenstruktur kommen. Achtet man daher nicht schon im Jugendalter auf eine ausgewogene Hundeernährung, können sich die Probleme bis ins hohe Alter des Hundes ziehen.

Die Ansprüche im Wachstum ändern sich kontinuierlich. Aus diesem Grund muss sich auch die Ernährung des Hundes dem Bedarf anpassen. Es ist daher nicht ratsam, immer dasselbe Trocken- oder Nassfutter während der gesamten Wachstumsphase zu verwenden. Vielmehr muss die Zusammensetzung des Futters für Ihren Hund wöchentlich auf die veränderten Anforderungen angepasst werden. Wir von futalis berücksichtigen dies bei der Berechnung und passen das Futter für Ihren Welpen kontinuierlich an. Im Alter ändern sich diese Bedürfnisse wieder. Durch die verminderte Spontanaktivität sinkt der Energiebedarf, die Zufuhr weiterer Nährstoffe (wie bspw. Vitamine und Spurenelemente) sollte wiederum erhöht werden, da Verdauungs- und Resorptionsvorgänge mit der Zeit an Effizienz verlieren.

3) Größe

Die durchschnittliche Größe eines Hundes und der damit verbundene Nährstoffbedarf in seiner Ernährung bestimmen sich im großen Maße über die Hunderasse. Dennoch kann es auch innerhalb der Rassen Abweichungen in der Größe der Hunde geben. Eine gesonderte Berücksichtigung der Größe sollte vor allem bei Mischlingen erfolgen, um die Ernährung auf den Hund abzustimmen. Nur so kann der Energie- und Mineralstoffbedarf im Futter optimal auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Hundes angepasst werden.

Trockenfutter, Büchsenfutter, BARF – Bedarfsgerechte Hundernährung

4) Gewicht und Ernährungszustand

Ein übergewichtiger Hund ist vielen Risiken ausgesetzt, wie einer erhöhten Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkproblemen, Diabetes mellitus, Haut- und Tumorerkrankungen sowie einer verminderten Lebenserwartung. Um diese Folgen zu vermeiden, ist es erstrebenswert, das Gewicht auf die Idealmaße zu reduzieren. Hierzu muss die Energieversorgung angepasst werden, was nicht einfach durch die Reduktion der Futtermenge geschehen darf. Hierbei käme es zu einer Unterversorgung bei allen anderen Nährstoffen wie Protein, Vitaminen und Mineralstoffen. Daher reduzieren wir nicht die Futtermenge, sondern die Energiedichte des Hundefutters, um gleichzeitig ein Sättigungsgefühl beim Hund zu erreichen. Ist der Hund hingegen zu dünn, muss eine ausreichende Energieversorgung gesichert werden, um das Normalgewicht zu erreichen. Auch hier muss die Futterzusammensetzung angepasst werden. Es darf nicht einfach eine größere Menge verfüttert werden, da dies eine kritische Überversorgung im Bereich der Mineralien und Spurenelemente zur Folge haben kann. Nur die Energiedichte des Hundefutters wird angehoben sowie leicht verdauliche Nährstoffe gewählt.

5) Aktivität

Auch in ihrem Aktivitätslevel unterscheiden sich Hunde voneinander. Viele sind aktiv auf dem Hundeplatz bei Agility oder bei der Jagd. Auch Gebrauchshunde wie beispielsweise Blindenhunde haben durch ihre tägliche Leistung spezielle Nährstoffanforderungen an ihr Futter. Bei sehr aktiven Hunden steigt der Energie- und Proteinbedarf an und die Zufuhr einiger Vitamine und Spurenelemente (Vitamin E, Selen, Zink, B-Vitamine) sollte erhöht werden, um der Leistung des Hundes gerecht zu werden und ihn bestmöglich zu unterstützen. Aber auch bei Hunden, die weniger aktiv als der Durchschnitt sind, sollte die Ernährung angepasst werden. Nur durch eine Senkung der Energiedichte in der Ernährung kann eine kritische Überversorgung und die damit verbundene Gewichtszunahme vermieden werden. Wiederum ist es auch hier nicht empfehlenswert zu versuchen, die Zufuhr über die Variation der Futtermenge zu steuern. Hier kommt es fast immer zu Über- oder Unterversorgungen mit wichtigen Nährstoffen.

6) Zuchtnutzung

Trächtige und säugende Hündinnen haben besonders hohe Ansprüche an ihre Ernährung. Die Hündin muss ein hochwertiges, abgestimmtes Futter zur Verfügung haben, um alle Nährstoffe, die für sie und eine gesunde Entwicklung ihrer Welpen notwendig sind, weitergeben zu können. Insbesondere der Bedarf an Energie, Protein, Kalzium und Phosphor steigt in dieser Zeit deutlich an. Auch Vitamine und Spurenelemente müssen vermehrt durch das Futter zugeführt werden. Wie hoch der Bedarf dieser Nährstoffe im Einzelfall ist, hängt in besonderem Maße von der Rasse und der Welpenzahl ab und kann bis auf über das Vierfache des Erhaltungsbedarfs ansteigen. Somit sollte die Ernährung trächtiger Hündinnen auch immer auf die Rasse des Hundes abgestimmt sein.

Darüber hinaus verändern sich die ernährungsbedingten Anforderungen der Zuchthündin im Verlauf der Laktation wöchentlich. Diese anspruchsvolle Phase mit ein und demselben Futter zu begehen, führt zwangsläufig zu einer Fehlversorgung in der Ernährung der Hündin und ihrer Welpen. Daher sollte in diesem Zeitraum auch das Futter wöchentlich an den Bedarf des Hundes angepasst werden, um gezielt sowohl auf die Welpenzahl als auch auf die Säugephase eingehen zu können und somit ein exakt passendes Futter zur optimalen Versorgung anzubieten.

»Fragen zur Ernährung?«

7) Krankheiten

Einige Krankheiten wie Adipositas oder Urolithiasis werden durch Ernährungsfehler herbeigeführt und können folglich durch eine angepasste Hundeernährung therapiert werden. Andere Krankheiten werden medikamentös behandelt, benötigen allerdings häufig therapiebegleitend eine Umstellung der Ernährung, um den Heilungserfolg herbeizuführen und die Symptome zu lindern. Durch die angepasste Ernährung werden betroffene Organe entlastet und das Wohlbefinden des Tieres gesteigert. Abhängig vom gesundheitlichen Problem sind verschiedene Anpassungen der Ration vorzunehmen sowie zusätzliche Inhaltsstoffe beizumischen, die sich positiv auf das Problem auswirken.

8 ) Allergien

Immer mehr Hunde leiden an Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien. Diese können sich durch Verdauungsstörungen oder dermatologische Symptome wie Juckreiz, Rötung und Haarausfall äußern. Die einzige Lösung zur Behebung dieser Probleme ist die vollständige Vermeidung allergieauslösender Futtermittel in der Hundeernährung. Um ein absolut verträgliches Futter für Hunde zusammenzustellen ist es wichtig zu wissen, welche Inhaltsstoffe in deren Ernährung vermieden werden sollten. Um Unverträglichkeiten vorzubeugen, eignen sich vonseiten der Proteinquelle vor allem Fleischsorten, die sonst eher selten in der Ernährung von Hunden vorkommen. So bieten sich exotische Fleischsorten, aber auch Schweinefleisch an. Darüber hinaus reagieren Hunde vermehrt allergisch auf bestimmte Getreideformen, wodurch auf ein gluten- bzw. getreidefreies Hundefutter geachtet werden sollte.

9) Anfälligkeiten

Durch ihre genetische Ausstattung weisen die verschiedenen Hunderassen bestimmte Anfälligkeiten gegenüber Erkrankungen auf, denen durch rechtzeitige Zufütterung bestimmter Inhaltsstoffe wirksam vorgebeugt werden kann. Zusätzlich beeinflussen die anderen Kriterien, wie das Alter oder bestehende Krankheiten und Unverträglichkeiten, nicht nur den Bedarf an Nährstoffen, sondern auch eine damit verbundene Auswahl an Rohstoffen für die Rezeptur. Durch die Zugabe sogenannter funktionaler Additive wird auf solche besondere Anfälligkeiten eingegangen. Als Prophylaxe für gesunde Zähne werden zum Beispiel Stoffe wie Natriumpolyphosphat und Eukalyptusöl zugegeben, die einer Zahnsteinentwicklung entgegenwirken und die Zahngesundheit erhalten.

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