Wölfe führen, Hunde folgen – und beide kooperieren mit dem Menschen
17. März 2019 – 11:27 | No Comment

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Martin Rütter: “Die Zeiten von Kadavergehorsam und Stromreizgerät in der Hundeerziehung sind vorbei”

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 27. September 2011 – 21:0610 Comments

Wien – In einer speziell für den Wiener Tierschutzverein und VIER PFOTEN aufgenommenen Videobotschaft (siehe am Artikelende) spricht sich der bekannte Hundecoach Martin Rütter mit Nachdruck gegen Drill in der Hundeerziehung aus:

“Zwischen Erziehung und Drill ist für mich ein riesengroßer Unterschied. Für mich gehört zur Erziehung kein Stachelhalsband, kein Kettenhalsband und erst recht kein Stromreizgerät”

Martin Rütter weiter: “Wir alle wünschen uns Hunde, die gesellschaftstauglich sind, aber braucht man dazu einen kadavergehorsamen, gedrillten Hund? – Ich finde nein!” Der Wiener Tierschutzverein und VIER PFOTEN führen gemeinsam eine Kampagne für ein partnerschaftliches Miteinander mit dem Alltagsgefährten und Familienmitglied Hund – Brutalität hat dabei nichts verloren.

Mag. Alexander Willer, Wiener Tierschutzverein: “Es geht darum, für Hunde größtmögliche Akzeptanz in der menschlichen Gesellschaft zu erreichen. Von Erfolg gekrönt ist das nur, wenn den NichthundehalterInnen ihre Angst vor Hunden genommen werden kann. Dabei müssen all jene sichtbar gemacht werden, die Hunde durch brutalen pseudo-militärischen Drill zum Risikofaktor machen.” Willer weiter: “Das Schönreden illegaler Hilfsmittel wie Stachelhalsband oder Stromreizgerät darf nicht länger geduldet werden, weder als akademischer Diskurs an Universitäten noch in Hundeschulen. Diese Gerätschaften gehören auf den Müllhaufen der Hundeerziehung.”

Mag.a Ursula Aigner, VIER PFOTEN: “Kein Hund muss mit derartigen Methoden ausgebildet werden – schon gar nicht im Sport. Im so genannten Schutzhunde’sport’ ist die Affinität zu Teletakt und Stachelhalsband sehr groß. Ähnlich verhält es sich auch in der Jagdhundeausbildung. Hier muss sich endlich etwas verändern: Im Sinne des Tierschutzgesetzes.”

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Videobotschaft von Martin Rütter

Quelle: ots / Foto: Chester100


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10 Comments »

  • Kim sagt:

    Ein Hund wird resozialisieren, und der Mensch wird “erzogen”

  • Andrea sagt:

    Dem stimme ich absolut zu – einen Hund anzuschreien ist aber auch eine Form von Gewalt. Ebenso, den Hund mit einer Sprühflasche oder Wasserpistole zu bearbeiten. Spätestens, wenn kleine Kinder “Schießen” spielen und dabei auf den Hund zielen kann der Hund zur Gefahr werden. Und erst, wenn das in den Köpfen aller angekommen ist, können wir von gewaltfreier Erziehung sprechen!

  • Anna Müller sagt:

    Es ist überhaupt eine Schande, dass man darüber diskutieren muss. Natürlich und ganz klar NEIN zu dem Thema Drill. Menschen wollen doch auch nicht angeschrien und geschlagen werden. Ebenso wenig wollen das die Tiere. Basta.

  • Tati Stein sagt:

    Gewaltfreie Erziehung findet auf jeden Fall meine Unterstützung. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass ein gehobener Ton dem Hund schon Schaden zufügt. Es gibt meiner Meinung durchaus Hunderassen, die eine deutlich konsequentere Erziehung benötigen als andere. Da kann ein Heben der Stimme wie auch ein Nackenstoß auch durchaus mal von Nöten sein. Ausserdem wird das ja nun auch von Rütters D.O.G.S so gelehrt und unterstützt. Wir haben bei unserem Dogo Argentino Rüden damit gute Erfolge erzielt und wären ohne das so genannte “TABU” oder ein Heben der Stimme auch niemals so weit gekommen. Dafür danken wir Martin Rütter und seiner tollen Hundetrainerin Ellen Marques sehr.

  • Sylvia sagt:

    Dem stimme ich natürlich zu. Ich fand aber 2 Folgen von dem “Hundeprofi” auch nicht wirklich tiergerecht. Einmal sollte sich eine ältere Dame, immer wenn sie das Haus allein verlassen wollte, mit Bierkisten gegen ihre beiden ungestümen Hunde wehren. Hr. Rütter hat dies auch kräftig vorgezeigt und einem Hund die Bierkiste auf den Kopf geschlagen. Wie die Erziehung weiterging, hat man nicht gesehen, es wurde nur das Endprodukt – 2 folgsame Hunde liegen auf ihrem Platz – gezeigt, mit Rütters Kommentar, dass da seine Assistentin aber tolle Arbeit geleistet haben muss. WELCHE Arbeit? Doch nicht die Hunde mit Bierkisten abwehren? Wie man die Hunde erzieht, wäre interessant gewesen. Das ist aber leider nicht vermittelt worden. In einer anderen Folge sieht man einen Hund in einer wahrlich schlechten Verfassung (damit meine ich nicht nur den überdimensionalen Kropf), der plötzlich gegen die Besitzerin aggressiv wurde. Patentrezept: runter von der Couch, Hund ignorieren. Das kann es doch wirklich nicht sein. Auch wenn die Dame laut ihren Aussagen 2x wöchentlich zum Tierarzt pilgert, konnte man dem Hund ansehen, dass er sich physisch und psychisch nicht wohl fühlte und Schmerzen hatte. Aggression ist dann oft die Folge. Den Hund dann noch zusätzlich “auszugrenzen” und zu warten, bis er apathisch wird, war komplett falsch.

  • Hundeschule "Wilde Schnauzen"; Hamburg" sagt:

    Die “Wilden Schnauzen” stimmen der Aussage von TV-Coach Martin Rütter uneingeschränkt zu.
    Wir vertreten die gleiche Meinung und sind immer zur Stelle, wenn es darum geht Hundemenschen aufzuklären und einzusehen, dass mit Druck oder Gewalt sich nicht lernen lässt. Das gilt für Hund genauso wie Mensch. Wer freut sich nicht über einen freundlichen, souveränen und glaubwürdigen Chef? Genauso betrachtet es auch der Hund…!

    Mario Mueller
    Hundeschule “Wilde Schnauzen”; Hamburg

  • Andrea sagt:

    Die Stimme zu heben ist die eine Sache. Einen Hund anzubrüllen eine ganz andere. Die “Korrektur” von Hund Lupesch fand ich alles andere als gut. Es gibt Gründe, warum ein Hund sich so verhält und indem man das Symptom ausstellt, ist das Problem nicht behoben. Zudem wurde das in genanntem Fall äußerst hundeunfreundlich gemacht.
    Ebenso sind Rütteldosen, Wurfketten und alles was sprüht und spritzt überflüssig und haben am Hund nichts zu suchen. Herr Rütter hat Recht damit, was er sagt. In meinen Augen schafft er es aber selber nicht, danach zu handeln. Man kann Hunde auch ohne diese Hilfsmittel erziehen oder korrigieren.

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  • Diego sagt:

    Tati Stein
    Dem stimme ich natürlich zu.
    Es gibt kein Geheimrezept für die Erziehung aller Rassen..
    über dem selben Kam
    da man einen chihuahua nicht mit einem Bitbull
    oder anderen Rassen vergleichen kann
    ich schau seit geraumer zeit im TV diese Sendungen
    allerdings in meiner Muttersprache
    da habt ihr zwei beispiele
    http://www.youtube.com/watch?v=IIjSchJzCoU&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=Z-YSovfBcdg&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=Ghz5jrz0Y_Y&NR=1
    http://www.youtube.com/watch?v=N0F8QedOa8o&NR=1

  • Zwald Claudia sagt:

    Man müsste den Menschen erziehen und damit z.T. Gewalt verhindern, be-
    vor überhaupt von Tiererziehung gesprochen werden kann. Denn das Tier ist nicht von sich aus agressiv. Es gibt viellicht einzelne Ausnahmen.
    Aber wenn der Besitzer schon agressiv ist, wird das auf das Tier über-
    tragen. Also soll nicht das Tier “erzogen” werden oder “bestraft”, sondern der Mensch.

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