Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum
8. Dezember 2019 – 13:18 | No Comment

Bei niedlichen Kaninchen, kleinen Kätzchen und verspielten Welpen kriegen nicht nur Kinder leuchtende Augen. Ohne Frage: Tiere sind großartig. Allerdings sollte man niemals vergessen, dass Tiere Lebewesen mit Bedürfnissen und keine Spielsachen sind. Tierschutzorganisationen warnen …

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RUSSLAND – Im Reich der Tiger, Bären und Vulkane

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 21. Januar 2011 – 07:40No Comment

1.200 Drehtage, mehr als 100.000 Reise- kilometer und über 600 Stunden Rohmaterial – Russland bietet nicht nur Superlative, sondern verlangt auch dasselbe von den Filmemachern und Kameramännern, die sich ihm nähern möchten.

Bei den Dreharbeiten zu RUSSLAND – Im Reich der Tiger, Bären und Vulkane ging das Team bis ans Limit – und darüber hinaus: Das Riesenreich ist großenteils nur schwer zugänglich. Viele Landstriche waren bis vor kurzem noch Sperrgebiet und daher tabu für Kameras.

Doch wer dieses facettenreiche Land begreifen will, muss in die Luft gehen. Und das taten die Kameraleute mit allem, was mit einer Kamera bestückt werden konnte. Sogar mit einem recht betagten Militärhubschrauber oder einem 40 Jahre alten Doppeldecker erhoben sich die Wagemutigsten in den Himmel – und wurden mit einmaligen Aufnahmen belohnt. Mit der ebenso sinnlichen wie faszinierenden Dokumentation RUSSLAND – Im Reich der Tiger, Bären und Vulkane entführen die Filmemacher Jörn Röver und Henry M. Mix das Kinopublikum in die geheimnisvollen, noch weitgehend unerforschten Weiten eines Landes mit all seiner prachtvollen Fauna und Flora.

Über dreieinhalb Jahre befanden sie sich mit ihrem Team auf einer einzigartigen Abenteuerreise, immer auf der Suche nach dem Unerwarteten, dem noch Unbekannten. Dank modernster Ausrüstung, Kameratechnik und unendlicher Geduld sind beeindruckende Bilder entstanden über einen der spektakulärsten Naturräume unseres Planeten. Bilder, deren klare, unverstellte Schönheit man nicht so schnell wieder vergessen wird. Den bewegenden Soundtrack komponierte Kolja Erdmann, der bereits die Musik zu verschiedenen Folgen „Expeditionen ins Tierreich“ schrieb. Als Erzähler konnte der beliebte deutsche Schauspieler Siegfried Rauch gewonnen werden. Produziert wurde RUSSLAND – Im Reich der Tiger, Bären und Vulkane von NDR Naturfilm und Studio Hamburg DocLights.

Laut heulend saust der Wind über das Eis. Ein Schneesturm jagt über die glitzernden Weiten. Inmitten dieser erbarmungslosen, bläulich-silbernen Welt aus Eis stehen unbeeindruckt ein paar Moschusochsen im Sturm. Gemächlich schütteln sie sich gelegentlich den Schnee aus dem lockigen Fell. Die Schneegänse stecken ihre Köpfe unter die Flügel und auch die Polarfüchse haben gelernt, den Temperaturen von Minus 50 Grad Celsius zu trotzen, die im Winter in manchen Regionen Russlands herrschen. Hier im sibirischen Winter beginnt die abenteuerliche Reise, auf die die Filmemacher Jörn Röver und Henry M. Mix den Zuschauer mitnehmen. Die grandios komponierte Natur- und Tierdokumentation RUSSLAND – Im Reich der Tiger, Bären und Vulkane entführt das Publikum in die größte Wildnis der Erde. Eine Reise von über 9.000 Kilometern vom europäischen Teil des Riesenreiches bis in den Fernen Osten.

Die Halbinsel Kamtschatka zählt dabei sicherlich zu den Höhepunkten des Films. Die Region gehört zu den vulkanisch aktivsten der Erde. Als wäre die Natur noch etwas unentschlossen, formt sich das Land immer wieder neu, in einem dramatischen Kreislauf von Schöpfung und Zerstörung. Dem Kamerateam gelangen einmalige Aufnahmen ausbrechender Vulkane, großartige Filmdokumente des ewigen Widerstreits zwischen Feuer und Eis, von der bis heute unbezähmbaren Wildheit der Erde. Von den Vulkanen Kamtschatkas geht die Reise ans andere Ende Russlands. Eingerahmt vom Schwarzen und Kaspischen Meer ragen gewaltige Berggipfel über 5.000 Meter hoch in den Himmel: Der Kaukasus ist eine Welt voller Vielfalt und Gegensätze. Sandwüsten und eisige Gletscher grenzen aneinander, der höchste und auch der tiefste Punkt Russland befinden sich hier. Immer wieder verwandeln Sandstürme und Lawinen das Gesicht der Landschaft. Die steilen Felsen sind das Reich des Kaukasischen Steinbocks und auf den Hochebenen leben die letzten Bergwisente der Erde.

Nordöstlich des Kaukasus erstreckt sich über 2.000 Kilometer ein anderes Gebirge mit einem großen Namen: der Ural. In den dichten Nadelwäldern des Ural leben viele Braunbären. Der Film zeigt in außergewöhnlichen Aufnahmen, wie unglaublich geschickt Meister Petz die Stöcke wilder Bienen aufbricht, um an den Honig zu gelangen. Ein paar Stiche auf die Nase halten ihn noch lange nicht auf. Die vielen Bäche des Urals bieten auch für ein anderes, sehr skurriles Tier ideale Bedingungen: den Russischen Desman, einen Verwandten des Maulwurfs. Mit seinen feinen Tasthaaren an der Schnauze spürt das im Laufe der Evolution nahezu vollständig erblindete Tier unter Wasser seine Nahrung auf. Seine lange Nase benutzt der Desman dabei als Schnorchel.

Jenseits des Urals erstreckt sich die Taiga Sibiriens. Knapp zehn Prozent der Landmasse der Erde umfasst dieser Teil Russlands. Temperaturschwankungen von 80 Grad zwischen Sommer und Winter sind die Regel. Tiere, die hier überleben wollen, müssen extrem widerstandsfähig sein. In den dichten Wäldern hat unter anderem das Moschustier seinen Lebensraum, ein Reh mit Vampirzähnen, und der berühmte Zobel, der schon zur Zarenzeit als höchst exklusive Beute galt. Vor der geduldig beobachtenden Kamera wagt sich dieses seltene Tier ganz vorwitzig aus seinem Bau. Im Süden liegt der tiefste und älteste See der Welt: der Baikal. Er ist der Lebensraum der scheuen Baikalrobben. Dem Team von RUSSLAND gelangen hier absolut spektakuläre Unterwasseraufnahmen der einzigen Süßwasserrobbenart der Erde.

Während unweit des Baikal an der mongolischen Grenze die Sommertemperaturen auf knapp 40° Celsius steigen, hat sich auf der Wrangel-Insel in der russischen Arktis gerade für kurze Zeit einmal der Winter verabschiedet. Nahe der Beringstraße, nur einen Steinwurf von Alaska entfernt, sammeln sich dort Schneegänse, um zu brüten. Sie müssen sich allerdings vor den diebischen Polarfüchsen in Acht nehmen, die es sowohl auf ihre Eier als auch auf die possierlich umherspazierenden Küken abgesehen haben. Aber jeder muss für sich selbst sorgen: Im kurzen arktischen Sommer versuchen die Füchse, soviel Nahrung wie möglich für den eigenen Nachwuchs zu finden. Es ist auch die Zeit der Eisbären – während das Packeis sich immer weiter zurückzieht, stranden große Gruppen der Raubtiere auf Wrangel. Für sie brechen nun magere Zeiten an, und die größten Bären der Erde müssen sich auch mit kleinen Happen begnügen. Für alle anderen ist es eine Zeit des Überflusses – doch eines ist sicher: Schon bald regiert hier wieder der russische Winter.

Ein ganz anderes Bild bietet der Ferne Osten Russlands. Ussurien ist das Reich des Amur-Tigers. Sensationelle Aufnahmen zeigen erstmalig diese größte Raubkatze der Erde am Strand des Pazifiks. Die Küste ist nicht zufällig das Revier der eleganten Tiger – immer wieder kommen Gruppen von Sika-Hirschen, um Algen zu fressen. Die Landschaft Ussuriens zeigt sich im exotisch asiatischen Gewand: der Chankasee an der Grenze zu China und Korea schmückt sich im Sommer mit prachtvollen Lotusblüten. Tatsächlich ist der See das weltweit größte Biotop der Wasserpflanze. Gleichzeitig beheimatet er ein außergewöhnliches Reptil – die Weichschildkröte, die ihren Namen aufgrund ihres biegsamen, lederartigen Panzers trägt.

Die Braunbären auf der Halbinsel Kamtschatka leben gegen Ende des Sommers wie im Schlaraffenland: Es ist die Zeit der großen Lachswanderung. Bis zu 40 Kilogramm Fisch verdrückt ein Bär am Tag. Und dank der Kamera kann man als Zuschauer den gigantischen Tieren bei der Jagd zusehen – und bewundern, wie aus den ansonsten eher schwerfälligen Bären äußerst elegante Jäger werden. Sie müssen sich jetzt schnell Fettreserven anfressen, denn der Winter ist nicht mehr weit. Der Sommer war nur eine kurze, dafür lebenspralle Episode. Schon bald erstirbt fast alles Leben in kristalliner Pracht, und ein großer Teil Russlands versinkt wieder sechs Monate in Kälte, Eis und Dunkelheit. Was bleibt, ist der Einblick in eine überraschende Vielfalt, die das größte Land der Erde zu einem der spektakulärsten Naturräume unseres Planeten macht.

LINK EMPFEHLUNG
www.russland-derfilm.deab 13.01.2011 im Kino

Russland Trailer

Quelle / Foto: polyband Medien GmbH

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