Fellpflege bei Hunden mit hautfreundlichen Mitteln
12. Oktober 2018 – 07:34 | No Comment

Fellpflege beim Hund: Für den Halter eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle regelmäßige Angelegenheit, bei der man vieles falsch machen kann.
Nichts weist bei Hunden mehr auf ihren Gesundheitszustand hin, als das Aussehen und die Beschaffenheit des Fells. …

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Fellpflege bei Hunden mit hautfreundlichen Mitteln

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 12. Oktober 2018 – 07:34No Comment

Fellpflege beim Hund: Für den Halter eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle regelmäßige Angelegenheit, bei der man vieles falsch machen kann.

Nichts weist bei Hunden mehr auf ihren Gesundheitszustand hin, als das Aussehen und die Beschaffenheit des Fells. Der Hundehalter kann zur Fellpflege einiges beisteuern, muss dabei aber einige grundlegende Dinge beachten. Dennoch ist ein strohiges, vielleicht sogar schütteres Fell ein Warnzeichen dafür, dass es dem Haustier vielleicht nicht so gut geht.

Eine Allergie, eine anderweitige Erkrankung, aber auch Stress und andere eher mentale Probleme können sich auf Haut und Fell auswirken. Anhaltende und trotz einer regelmäßigen Fellpflege auftretende Probleme sollten also Anlass genug sein, der Ursache auf den Grund zu gehen. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch die Haut unter dem oft sehr dichten Fell, die ab und an einer Kontrolle bedarf und die natürlich bei unsachgemäßer oder fehlender Haarpflege deutlich in Mitleidenschaft gezogen wird.

Pflegeaufwand je nach Fell-Länge und Beschaffenheit
Es macht sicherlich einen großen Unterschied, ob ein Hund kurzes, drahtiges Haar besitzt oder langes, feines Fell zu seiner Rasse gehört. Allein der Unterschied beim regelmäßigen Bürsten ergibt einen vollkommen anderen Zeitaufwand, nicht nur zu Zeiten vom saisonbedingten Fellwechsel. Bei langem Fell gibt es viel mehr Probleme mit Filzen, zum Beispiel hinter den Ohren, in den Achselhöhlen und so weiter. Auch Hunde mit drahtigem Fell verlieren mitunter eine Menge Haare, was sich auf Kissen und Decken, im Auto und im ganzen Leben (auch an der Kleidung) nur zu gut zeigt. Vorausgesetzt, es liegt keine krankheitsbedingte Ursache vor, hilft wirklich nur das kontinuierliche Bürsten und Kämmen, um diese leidigen Spuren des Daseins als Hundeliebhaber im Zaum zu halten.

»Probleme mit Fell und Fellpflege?«

Auch die „Werkzeuge“, mit denen man das Hundefell „bearbeitet“, wollen sorgfältig gewählt werden. Sie müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Praktisch in der Anwendung: Vernünftige Haltemöglichkeiten, ein stabiler Griff, eine solide Verarbeitung – so sollten Bürsten und Co. aussehen. Mitunter kommen auch Bürsten für Menschen in Frage, je nach Art des Fells und Gewohnheit des Hundes. Allerdings ist der Bürstenbesatz menschlicher Kosmetik-Artikel nicht immer geeignet für den Vierbeiner. Ob ein Griff, eine Schlinge am Bürstenrücken oder einfach ein Holz beziehungsweise Kunststoffblock gut in der Hand liegt und das Arbeiten leicht macht, entscheidet letztlich der Hundehalter, denn ihm muss das Arbeitsmittel gut in der Hand liegen.
  • Leicht zu reinigen: Ein Kriterium für praktisches Arbeiten ist übrigens auch das einfache Säubern einer Bürste. Spezielle Hundebürsten (oder auch Handschuhe) sind durch besondere Herstellung besser darauf ausgelegt, die darin gefangenen Haare leichter zu entfernen.
  • Angenehm für den Hund: In der Regel gewöhnt man den Hund an die Prozedur der Fellpflege, indem man ihn an den Arbeitsmitteln erst einmal schnuppern lässt. Dann beginnt man sachte mit dem Bürsten. Hier stellt sich relativ schnell heraus, ob der Hund die Bürste mag oder nicht. Akzeptiert das Tier die Bürste, ist alles in Ordnung – möchte er flüchten, erkennt der Halter Unwohlsein oder gar Schmerzen, muss das Bürstenmodell ausgetauscht werden. Die Fellpflege muss zum Alltag gehören und zwar als ganz selbstverständliche Tatsache. Stellt die Prozedur einen Zwang oder etwas Unangenehmes für den Hund dar, wird man ein Leben lang Ärger mit diesem Thema haben. Deswegen sollten auch Abneigungen oder Vorlieben des Hundes bei der Auswahl der Fellpflegewerkzeuge berücksichtigt werden.

Fellpflege beim Hund

Hilfsmittel für die Fellpflege
Menschen verwenden Shampoos, Conditioner, Haarkuren und viele andere Kosmetikprodukte, die das Kämmen einfacher, das Haar schöner und gesünder machen. Hundefell und Hundehaut können mit dieser Kosmetik aber leider nicht viel anfangen; eher im Gegenteil: Die pH-Werte der humanen Kosmetik zerstören den Schutzmantel der Hundehaut, sorgen unter Umständen sogar für Hauterkrankungen und machen das Fell kaputt. Im Handel gibt es natürlich viele Produkte, die die Fellpflege unterstützen. Die Kämmbarkeit bei verfilzten Haaren zu unterstützen, dem Haar Glanz und gesundes Aussehen zu verleihen: Dafür gibt es auch hundegeeignete (Haus-)Mittel – als Beispiel sei hier als eines von vielen nur einmal das Kokosöl genannt. Allgemein sollte beim Kauf von Pflegeprodukte für Hunde grundlegend auf einige Dinge geachtet werden:

  • möglichst ohne Chemie (Tenside etc.)
  • im verträglichen pH-Wert Bereich
  • ohne Duftstoffe und Konservierungsmittel

Baden – ein heikles Thema
Die meisten Hunde lassen das Baden nur sehr ungern über sich ergehen – oder verbinden mit der Badewanne gleich richtig Panik und Fluchtgedanken. Das mag daran liegen, dass das Baden außerhalb vom freiwilligen Herumtollen in einem Gewässer einfach nicht zur Natur des Hundes gehört. In der Wanne oder Dusche ist es rutschig, es riecht nach Putzmitteln und Kosmetik der Menschen. Außerdem wird der Vierbeiner zum Stillsitzen verdonnert, während außerhalb seiner Kontrolle Dinge in sein Fell geschmiert und Wasser über ihn ergossen wird. Wer soll sich da auch wohlfühlen können? Die Ausnahmen, in denen Hunde das Baden wirklich genießen und freiwillig mitmachen, sind wahrlich sparsam gesät.

Solange es also keine wirkliche Notwendigkeit gibt, sollte der Halter auf das Baden seines Hundes verzichten. Selbst bei der ausschließlichen Verwendung von Hundeshampoo kann der natürliche Säureschutzmantel der Haut Schaden nehmen, ganz abgesehen von der Tatsache, dass das Bad unter obigen Gesichtspunkten eher Strafe als Wohlfühlprogramm darstellt und daher unnötigen Stress. Nun gibt es aber leider Lebenslagen, in denen man aus diversen Gründen nicht auf eine gründliche Wäsche des Hundes verzichten kann. Hunde wälzen sich gerne in Wiesen und nicht alles, womit sie in Kontakt kommen, riecht nach Rosen. Dann muss eine Wäsche schon aus Gründen des Geruchs sein. Doch auch beim übelsten Geruch im Fell heißt das nicht, dass parfümierte menschliche Duschbäder, Badezusätze oder Shampoos auch nur ausnahmsweise erlaubt wären. Alle wichtigen Faktoren, die beim Baden eines Hundes beachtet werden sollten, findet man auch auf Zoobio.de. Auf dieser Seite von wird auch sehr gut auf die Notwendigkeit von Bädern, vor allem als Maßnahme gegen Ungeziefer und Co., dabei aber auch über Sinn und Unsinn solcher Maßnahmen eingegangen.

Wie auch für die unterschiedlichen Haare und damit verbundenen Problematiken von Menschen können für Hunde diverse verschiedene Shampoos gekauft werden. Eine Übersicht wurde bei Bellfidel.de zusammengetragen. Auf dieser Seite kann über die unterschiedlichen Anforderungen, zum Beispiel lange Haare, weißes Fell, über Welpenshampoo und andere Spezialfälle nachgelesen werden.

Aufmerksames Lesen der Verpackungsbeilagen beziehungsweise Aufschriften ist bei jedem Artikel ratsam – beim Hundeshampoo gibt es natürlich zunächst Aufschluss über die chemischen oder biologischen Inhaltsstoffe. Und damit man auch versteht, was auf den Packungen steht: Hier bei Lila Loves It wird der Hundehalter über die Deklarationen informiert, erfährt vieles über die sogenannte INCI Liste und auch Naturkosmetik Zertifikate für Hundeprodukte. WENN baden, dann bitte für den Hund gesund!

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Foto: Tierarztblog A.Hirczy / Postinfo: NT

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