Giftköder – Gefahr für geliebte Vierbeiner
16. Oktober 2017 – 21:56 | One Comment

Immer öfter hören Hundebesitzer in den Nachrichten von einer großen Gefahr für ihre Hunde: Giftköder. Dabei handelt es sich um unscheinbar wirkende Leckerlies, deren Genuss jedoch im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Tierschutzorganisationen gehen aktuell …

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Was den Windhund so besonders macht

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 3. Oktober 2017 – 08:13No Comment

Der Windhund als Hunderasse weist einige Besonderheiten auf, die im Rahmen einer grundlegenden Information zum Thema „Welchen Hund schaffe ich mir an?“ unbedingt beachtet werden sollten. Diese Hunderasse eignet sich durchaus nicht für jeden Halter und alle Haltungsbedingungen, aber allein deswegen ist er keine Ausnahme. Vielmehr ist es das Zusammenspiel aus allen Eigenschaften und Eigenheiten eine Besonderheit.

Alle Personen oder jede Familie, die sich – zunächst einmal ganz allgemein – einen Hund anschaffen möchten, müssen sich über folgende Fragen klare Antworten verschaffen:

  • Reicht mein Platz im Haus oder in der Wohnung für einen Hund?
  • Ist der Garten ausreichend groß und abgesichert?
  • Habe ich genügend Zeit für die Ansprüche eines Hundes? (Gassigehen, Arbeiten, Spielen, Kuscheln…)
  • Kann ich mir alle Begleitkosten für das Tier auch wirklich leisten? (Hundeschule, Tierarzt, Medikamente, Futter usw.)

Nur wer sich wirklich gut auf das neue Haustier vorbereitet, vermeidet es, in Handlungsnot zu geraten. Ausgesetzte Hunde zur Urlaubszeit, überfüllte Tierheime, Zuchtrückläufer – das ist nicht im Sinne der Sache und sollte absolut verhindert werden. Hunde sind keine Weihnachtsgeschenke, keine Mitbringsel oder süße Überraschungen – sie verlangen den Haltern Verantwortung und Verpflichtung, manchmal auch Verzicht (unter Umständen auf Urlaube) und die Bereitschaft, Kosten auf sich zu nehmen ab.

Der Windhund als Haustier: Die Wohnung / das Haus
Bezogen auf die weiter oben befindliche Liste stellt der Windhund an seinen Besitzer durchaus gehobene Ansprüche. In einer kleinen Wohnung ohne Garten wird sich ein Windhund selbst dann nicht zu 100 Prozent wohlfühlen, wenn der Besitzer mehrfach am Tag großzügige Runden mit ihm dreht. Windhunde sind agil und unternehmungslustig und brauchen auch „im Haus“ einen gewissen Bewegungsradius, dazu aber durchaus auch eine Rückzugsmöglichkeit. Die früher „Windspiel“ genannten Tiere sind durchaus keine „Couch-Potatoes“, lieben es aber, sich nach einer Bewegungseinheit im Freien gründlich und ungestört ausschlafen zu können.

»Welcher Hund passt zu mir?«

Der Garten
Windhunde sind sehr schnelle Kurzstreckenläufer und wollen diese Eigenschaft auch nach Möglichkeit ausleben. Ein Gelände, auf dem sie sich etwas austoben können, ist unbedingt erforderlich. Der eigene Garten sollte also geräumig sein; dazu aber auch bestens abgesichert, falls der Hund dort eine Zeit alleine frei laufen dürfen soll. Der dichte, ausreichend hohe Zaun ist besser, als eine Hecke, durch die das Tier locker schlüpfen und damit ausbüchsen kann.

Zeitaufwand für einen Windhund
Mit dem Windhund ist ein gewisses Tagespensum an Bewegung unerlässlich. Bekannt sind die seit der Antike als Haustier bekannten Tiere heute als Jagd- und Sporthunde, die enorme Geschwindigkeiten erreichen und somit für das Jagen von Tieren und bei Hunderennen zum Einsatz kommen. Während es viele Hunderassen gibt, die mit einem kleineren Spaziergang mehrmals am Tag durchaus zufrieden sind und ansonsten eher zu den kuschelbedürftigen Liebhabe-Tieren gehören, ist der Windhund eher voller Bewegungsdrang und entscheidet selbst, wann er kuscheln möchte oder lieber seine Ruhe hat.

Tierarzt und Ernährung
Tierarztkosten wird jedes Haustier irgendwann einmal verursachen; hier bringt der Windhund keine „außergewöhnlichen“ Anforderungen mit sich. Die allgemeine Faustregel, dass hochwertiges Futter in individuell abgestimmter Menge Tierarztgebühren (und Leid der Tiere) spart, gilt auch für die vielen verschiedenen Windhunde.
Eine Analyse des eigenen Hundes, bei dem rassebedingte Vorgaben die Grundlage bilden, ist beinahe unerlässlich. Vor der Anschaffung kann sich der künftige Hundebesitzer, der den Windhund ins Haus holen möchte, vielfach im Internet oder durch Fachliteratur informieren.

Eine sehr ausführliche Zusammenfassung aller wichtigen Faktoren, zu den wichtigen Themen Bewegung, Haltung, Charakter und natürlich auch Ernährung liefert hier zum Beispiel die Firma Bubeck Petfood. Diese Tierfuttermanufaktur stellt nicht einfach industriell gefertigtes Hundefutter in rauen Mengen her, sondern bietet Produkte an, die auf die zig verschiedenen Hunderassen abgestimmt sind – in der Zusammensetzung, in der Futtergröße und so weiter; auch für futtersensible Hunde mit besonderen Ansprüchen.

Wie beim Menschen unterscheidet sich die Ernährung auch beim Hund – nach Körpergröße, Bewegung, eventuellen Unverträglichkeiten und Krankheiten. Der Sportler isst anders, als der Büroangestellte, Unverträglichkeiten (Laktose, Gluten…) sind heute tägliche Themen. Das ist beim Hund nicht anders.

Der Windhund als Jagdhund – ein Problem für den Halter?
Jeder Hund braucht ein gewisses Maß an Erziehung – wie die Hundehalter sich auf den neuen verbeinigen Freund und Mitbewohner einstellen müssen, sollten auch dem Hund Verhaltensweisen und Gewohnheiten antrainiert werden. Nicht selten haben Windhundbesitzer Probleme bei der Erziehung ihrer Lieblinge, weil bei diesen zum einen der Jagdtrieb durchschlägt und es beim Spaziergang zu eklatantem Fehlverhalten kommen kann, zum anderen aber viele Windhunde mit zu viel Druck und Zwängen (zum Beispiel Übungen beim Training) nicht klarkommen und deswegen die Mitarbeit verweigern.

Fingerspitzengefühl und die unerlässliche Information über den Hund vor der Anschaffung vermeiden Überforderung beim Hund und beim Halter. Noch ein Tipp am Ende: Der Windhund ist kein Golden Retriever und wird sich in einem lauten Haushalt mit tobenden Kindern, die das Haus schon ab und an zum Hard Rock Cafe verwandeln nicht wohlfühlen.

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Foto: public domain / Postinfo: 01031017

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