Leidet Ihre Katze unter Schmerzen? Diese fünf Warnsignale weisen darauf hin
16. März 2017 – 07:30 | No Comment

Es ist gar nicht so selten, dass Katzen unter Schmerzen leiden und deshalb tierärztlich behandelt werden müssen. Für Schmerzen bei Katzen kommen vielfältige Ursachen in Frage: Die Katze kann sich bei einem Sturz oder Sprung …

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Leidet Ihre Katze unter Schmerzen? Diese fünf Warnsignale weisen darauf hin

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 16. März 2017 – 07:30No Comment

Es ist gar nicht so selten, dass Katzen unter Schmerzen leiden und deshalb tierärztlich behandelt werden müssen. Für Schmerzen bei Katzen kommen vielfältige Ursachen in Frage: Die Katze kann sich bei einem Sturz oder Sprung eine Verletzung zugezogen haben, unter einer Verstopfung oder einem Darmverschluss leiden oder altersbedingte Gelenkprobleme haben.

Leider ist es für Katzenhalter alles andere als einfach festzustellen, ob das Tier Schmerzen hat. Der Grund: Katzen sind wahre Talente, wenn es darum geht, Schmerzen zu verstecken.

Wenn sie aus Schmerzen das Fressen einstellen oder apathisch wirken, ist es manchmal schon zu spät für eine erfolgreiche Behandlung. Deshalb ist es für jeden Katzenbesitzer wichtig, sein Tier genau im Blick zu haben und auf die kleinste Verhaltensänderung zu reagieren. Nur, wenn Sie Ihre Samtpfote regelmäßig beobachten und wissen, welches Verhalten Katzen typischerweise zeigen, wenn sie Schmerzen haben, können Sie Krankheiten wie Blasenentzündungen, Zahnprobleme oder Arthrose rechtzeitig erkennen und somit gut behandeln. Sofern Ihre Katze eines oder mehrere der folgenden fünf Warnsignale zeigt, sollten Sie mit ihr einen Tierarzt aufsuchen.

1. Warnsignal: Die Katze ändert ihr Verhalten
Für den Katzenbesitzer ist das Verhalten, das die Katze bei Schmerzen an den Tag legt, oft merkwürdig. Meist kehrt sich ihr Verhalten sogar völlig ins Gegenteil um: Bei Schmerzen kann eine verschmuste Katze plötzlich scheu und ängstlich werden. So manche Katze wird kratzbürstig, wenn sie Schmerzen hat, selbst wenn sie normalerweise immer lieb ist. Scheue Samtpfoten hingegen werden schmerzbedingt mitunter anhänglicher. Sehr häufig wird auch das Spielen und Toben eingestellt, stattdessen zieht sich die Katze zurück, geht dem Besitzer aus dem Weg und schläft viel. Sobald die Katze weniger Appetit hat oder das Fressen ganz einstellt, ist das ein eindeutiges Alarmsignal. Dasselbe gilt, wenn die Fellpflege vernachlässigt wird oder das Tier sich beim Toilettengang merkwürdig verhält. In solchen Fällen sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen, der per Röntgen- oder Ultraschall-Untersuchung am besten feststellen kann, was Ihrem Liebling fehlt.

»Katze mit Schmerzen – was tun?«

2. Warnsignal: Der Bewegungsablauf der Katze ist untypisch
Viele typische Katzenkrankheiten gehen mit Bewegungsschmerzen einher. Das ist für den Katzenhalter jedoch oft nur erkennbar, wenn das Tier beim Gehen, Toben und Springen beobachtet wird. Deshalb sollten Sie immer ganz genau hinschauen, denn nur wenn Sie schmerzhafte Gelenkerkrankungen wie die Arthrose bei Katzen frühzeitig erkennen, können Sie mit einer geeigneten Therapie beginnen. Zwar sind viele Erkrankungen wie beispielsweise auch die Arthrose nicht heilbar, aber laut purina.de mit den folgenden Maßnahmen gut behandelbar:

  • Gewichtsreduzierung
  • Bewegung
  • Wärme
  • Regelmäßige Besuche beim Tierarzt

Gegebenenfalls benötigt Ihre Katze auch dauerhaft ein Schmerzmittel, damit sie sich weitestgehend schmerzfrei bewegen kann. Bleiben schmerzhafte Gelenkerkrankungen wie Arthrose hingegen unentdeckt, wird Ihre Katze im Laufe der Zeit immer mehr leiden. Umso wichtiger ist es, Ihre Katze beim Laufen und Springen zu beobachten, damit Sie rechtzeitig erkennen, ob sie lahmt oder nicht mehr die gewohnte Leichtigkeit an den Tag legt.

3. Ungewohnte Körperhaltung der Katze
Auch die Körperhaltung ist bei einem Tier mit Schmerzen meist ungewohnt. Hält Ihre Katze den Kopf ständig gesenkt? Kauert sie hauptsächlich in einer Ecke? Oder zieht sie vielleicht den Bauch ein? All das sind Symptome für Schmerzen. Schauen Sie Ihrer Katze außerdem aufmerksam ins Gesicht. Wenn der Gesichtsausdruck abwesend wirkt und Sie das Gefühl haben, dass Ihre Samtpfote ins Leere blickt, spricht das für starke Schmerzen. Auch beim Schlafen oder Dösen nehmen Katzen, denen etwas wehtut, ungewöhnliche Positionen ein. Häufig lässt sich beobachten, dass die Tiere auf der Körperseite liegen, die ihnen schmerzt.

4. Der Stubentiger reagiert empfindlich auf Berührungen
Fall Sie vermuten, dass Ihre Katze unter Schmerzen leidet, können Sie sie auch vorsichtig abtasten. Bei Berührung der schmerzenden Stelle wird sie eine entsprechende Reaktion zeigen: Vielleicht zuckt sie zusammen oder weicht zurück. Bei stärkeren Schmerzen können Katzen auch aggressiv reagieren, wenn die Stelle berührt wird. Sie fauchen, miauen kläglich oder kratzen und suchen das Weite. Auch wenn Sie beim Streicheln Ihrer Katze ganz zufällig feststellen, dass sie die Berührung an einer Stelle unangenehm findet, an der sie sonst gern gekrault wurde, sollten Sie Ihre Samtpfote bei einem Tierarzt vorstellen.

5. Die Optik der Samtpfote verändert sich
Falls Ihre Katze schon über einen längeren Zeitraum Schmerzen hat, ohne dass sie es bemerkt haben, wird sich früher oder später auch ihr Erscheinungsbild verändern. Das Tier vernachlässigt die Fellpflege zunehmend, wodurch das Fell struppig, schuppig und stumpf wird. Meist frisst die Katze unter Schmerzen immer weniger, wodurch sie abmagert. Ein verantwortungsbewusster Tierhalter will das natürlich vermeiden und es gar nicht erst soweit kommen lassen. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Katze mindestens einmal am Tag genau beobachten und hinterfragen, ob sich ihr Verhalten geändert hat. Im Zweifel empfehlen wir außerdem: Gehen Sie lieber einmal zu viel zum Tierarzt, als ein krankes Tier lange unbehandelt leiden zu lassen.

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Quelle/Foto: TierarztBLOG-U.Stöckl / Postinfo: KH01160317

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