Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum
8. Dezember 2019 – 13:18 | No Comment

Bei niedlichen Kaninchen, kleinen Kätzchen und verspielten Welpen kriegen nicht nur Kinder leuchtende Augen. Ohne Frage: Tiere sind großartig. Allerdings sollte man niemals vergessen, dass Tiere Lebewesen mit Bedürfnissen und keine Spielsachen sind. Tierschutzorganisationen warnen …

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Hundeköder ausgelegt: Polizei fasst mutmaßlichen Hundehasser

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 18. September 2011 – 23:013 Comments

Rheine, NRW – Eine Zeugin informierte am vergangenen Samstag (10. September) die Polizei über eine Wahrnehmung, die ihr sehr verdächtig vorkam.

Sie hatte gegen 11.15 Uhr einen Mann beobachtet, der auf der Schwabengasse unauffällig kleine Wurststückchen seitlich neben den Gehweg in die Nähe des Gebüsches warf.
Aus den Medien hatte sie erfahren, dass in der Vergangenheit bereits mehrfach präparierte Hundeköder in diesem Bereich ausgelegt worden waren. Die Frau sammelte die Köder auf und informierte die Polizei.

Die Beamten stellten dann fest, dass in den Wurststückchen mehrere kleine, scharfkantige Metallsplitter steckten. Daraufhin wurde die Wohnung des 74-jährigen Tatverdächtigen aufgesucht. In der Küche fanden die Polizisten eine angeschnittene Wurst, die identisch mit den gefundenen Wurststückchen war. Der 74-Jährige wollte sich in keiner Weise zu dem Vorfall äußern. Bei den nachfolgenden Recherchen ergaben sich Ähnlichkeiten mit sieben weiteren Fällen, bei denen präparierte Wurstköder gefunden worden waren. In allen Fällen hatte der Täter Metallstücke, kleine Nägel oder Klammern in die Wurst gesteckt.

Die verschiedenen Fundorte liegen innerhalb eines 300 Meter Radius. Derzeit wird geprüft, ob der 74-Jährige auch für diese Vorfälle verantwortlich ist. Zum Glück hatten die Hundehalter bis auf einen Fall ihre Tiere davon abhalten können, von den Wurststückchen zu essen. Nur in einem Fall musste ein Hund vorübergehend in einer Tierklinik behandelt werden. Die weitere Sachbearbeitung übernimmt das Ordnungsamt der Stadt Rheine, da es sich bei den Vorfällen um Ordnungswidrigkeiten nach dem Tierschutzgesetz handelt.

Während deutsche Polizeidienststellen auch mit Erfolg gegen Tierhasser ermitteln, sind in Österreich die Erfolgsmeldungen sehr dünn gesät. Oft wird das Problem von Vetreinärbehörden sogar negiert, da Mangels Anzeigen bei der Polizei keine Anhaltspunkte für Maßnahmen vorliegen. Die Initiative Giftwarnkarte rät allen betroffenen Hundebesitzern dringend, Vorfälle den Behörden auch zu melden. Ein Besuch beim Tierarzt nach erfolgter Vergiftung ist zuwenig!

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