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EHEC: Woher kommen sie und wie kann man sich davor schützen?

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 31. Mai 2011 – 10:29No Comment

EHEC gehören zu einem geringen Anteil zu den normalen Darmbewohnern von Rindern, Schafen und Ziegen, aber auch Hirschen und Rehen. Diese Tiere erkranken üblicherweise nicht, scheiden den Erreger jedoch über ihren Kot aus.
Menschen können sich durch direkten Kontakt bei diesen Tieren anstecken. Eine EHEC-Infektion ist also eine typische Zoonose.

Häufiger ist jedoch die Infektion durch kontaminierte Lebensmittel, die beim Herstellungs- oder Verarbeitungsprozess in Kontakt mit EHEC gekommen sind.

Hierzu zählen rohes Fleisch und Rohmilch (d.h. nicht pasteurisierte Milch) sowie Produkte aus diesen Lebensmitteln. Durch natürliche Düngung von Äckern können jedoch auch Obst und Gemüse mit EHEC kontaminiert werden und in die Lebensmittelkette gelangen. Gemüse kann z.B. durch verunreinigtes Wasser mit EHEC kontaminiert werden. Der aktuelle Ausbruch ist der erste EHEC-Ausbruch in Deutschland, der mit dem Verzehr von Gemüse in Verbindung gebracht wird.

Nach aktuellen Erkenntnissen sind die EHEC-Infektionen auf kontaminierte Tomaten, Blattsalate oder Salatgurken zurückzuführen. Eine Kontamination mit EHEC-Bakterien kann theoretisch bei allen Zwischenschritten vom Erzeuger, über Lagerung, Transport und Vertrieb bis hin zur Verarbeitung geschehen.

EHEC Fall im Landkreis Lindau

Der bekannte Spruch „Nach dem Klo und vor dem Essen: Händewaschen nicht vergessen“ kann, wenn er befolgt wird, vielen Infektionen vorbeugen – auch EHEC-Infektionen. Darüber hinaus gilt: Hände waschen, nachdem Kontakt mit Tieren bestand. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für den aktuellen Fall, Obst und Gemüse gründlich abzuwaschen oder zu schälen. Vor der Infektion mit EHEC kann man sich ebenfalls durch gute Küchenhygiene schützen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat hierzu fünf Regeln formuliert:

  1. Sauberkeit (dies betrifft sowohl die Hände, als auch Flächen und Geräte bei der Essenszubereitung)
  2. Rohes und Gekochtes trennen (beispielsweise durch getrennte Lagerung und Verarbeitung auf verschiedenen Schneidebrettern, um eine Kontamination der Lebensmittel untereinander zu verhindern)
  3. Gründlich erhitzen (z.B. Fleisch und Essen vom Vortag; nur ausreichende Erhitzung tötet Krankheitserreger zuverlässig ab; für EHEC gilt: mind. 2 Minuten lang 70°C)
  4. Lebensmittel sicher lagern (z.B. im Kühlschrank und außerhalb der Reichweite von Haustieren)
  5. Sauberes Wasser und sichere Zutaten verwenden (Leitungswasser ist in unseren Breiten sicher und wird regelmäßig kontrolliert; weitere Zutaten sollten sorgfältig ausgewählt werden)

Derselbe Erreger, der bei dem einen eine eher harmlose Erkrankung hervorruft, kann bei einem anderen lebensbedrohlich sein. Besonders Kinder sind bei EHEC-Infektionen gefährdet. Daher muss eine Weiterverbreitung unbedingt vermieden werden. Durch entsprechendes Verhalten können auch Erkrankte die Weiterverbreitung beeinflussen. Wer mit EHEC infiziert ist, sollte möglichst zu Hause bleiben.

Der Erkrankte sowie die Menschen in seiner Umgebung sollten sich häufig die Hände waschen – in jedem Fall immer nach Toilettenbenutzung, vor dem Essen und beim Nach-Hause-Kommen. Auf Rat des Arztes oder des Gesundheitsamtes kann es notwendig werden, die Hände mit alkoholischen Desinfektionsmitteln zu reinigen und auch Griffe, Flächen, Türklinken und häufig angefasste Gegenstände, beispielsweise Wasserhähne, im Haushalt gründlich mit Haushaltsreinigern zu reinigen und ggf. zu desinfizieren.

Weitere Informationen zu EHEC im Internet:

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Quelle: Nationale Forschungsplattform für Zoonosen / Foto: gemeinfrei

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