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13. November 2019 – 14:06 | No Comment

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Grindadráp – Jagd auf Grindwale auf den Färöer Inseln

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 10. Juni 2010 – 11:144 Comments

Der Grindwalfang auf den Färöern und die regelmäßig kursierenden Bilder des rot gefärbten Wassers an den Schauplätzen bewegen weltweit engagierte Walschützer, während sehr viele Färinger auf ihrem Recht beharren, genießbare Wildtiere auch jagen zu dürfen.
Vor den internationalen Tierschutzorgani-sationen, wie zum Beispiel Greenpeace, rechtfertigen sich die färöischen Walfänger damit, dass sie nicht zu den Walen hinausfahren, sondern jene von selbst zu ihnen kommen. Weiter wird angeführt, dass sie den Grindwalfang nicht aus kommerziellen Gründen betreiben, sondern nach wie vor ausschließlich für den internen Verteilerschlüssel der Haushalte. Drittens meinen viele Färinger, dass der Grindwalbestand nicht gefährdet ist, denn die allermeisten Wale würden auf ihrem Zug durch den Atlantik die kleine Inselgruppe verfehlen und so nicht betroffen sein. Auf den Färöern sind kritische Stimmen selten, in den letzten Jahren aber häufiger zu hören.

Tierschützer argumentieren damit, dass der Grindwalfang nicht nur besonders grausam sei, sondern angesichts der heutigen Versorgungslage der Färöer völlig unnötig. Zusätzliche Argumentationshilfe liefert ein Gutachten des färöischen Gesundheitsministeriums, das inzwischen vor übermäßigem Genuss von Grindwalfleisch warnt, da es mit Umweltgiften wie Quecksilber und PCB angereichert ist. Diese Delfinart steht am Ende der maritimen Nahrungskette – vor dem Färinger. Im Januar 2007 wurde dieser Befund anhand eigener färöischer Untersuchungen bestätigt. Demzufolge haben die Färinger doppelt so viel Quecksilber im Körper wie empfohlen. Zudem haben sich in der jüngeren Geschichte der Färöer die Fangmethoden grundlegend geändert. Ruderten die Färinger einst mit Ruderbooten aufs Meer, um eine Walherde zu umkreisen und zu treiben, war der Aufwand dennoch oft vergeblich, die Wale hatten eine relativ große Chance zu entkommen. Heute haben sie gegen eine kleine Flotte von Motorbooten praktisch keine Chance mehr.

Die Gegner argumentieren oft auf emotionaler Ebene, namentlich mit dem blutigen Ausgang am Fjordufer. Dem entgegnen die Färinger, dass dies kein Problem des Walfangs sei, sondern der Entfremdung großer Teile der zivilisierten Bevölkerung von den Grundfesten der tierischen Nahrungsgewinnung. Gegen Zustände auf einem modernen Schlachthof, die kaum ein Fleischverbraucher aus eigener Anschauung kennt, sei Walfang harmlos.

Ein weiteres oft gehörtes Argument lautet immer wieder so: Der Grindwal lebt sein ganzes Leben in Freiheit im Atlantik und stirbt dann in Sekunden. Das andere Fleisch, was man im Supermarkt kaufen kann, stammt aus Gefangenschaft. Offenkundig ist, dass die Färöer auf die Kritik reagieren und selbständig nach besseren Jagdmethoden suchen, die den Tieren weniger Schmerz bereiten, und dass sie Exzesse gesetzlich unterbinden. Kritik an grausamen und sinnlosen Fangmethoden wird im gesellschaftlichen Diskurs mehrheitlich vertreten. Internationale Kritik wird dennoch oft als Einmischung in nationale Angelegenheiten empfunden, andererseits aber auch gehört und diskutiert.

Viele Färinger meinen daher, dass es unabhängig von der Tradition und gerechtfertigten Jagd auch um das Prestige als Nation geht, dem zuliebe man darauf verzichten sollte. Diese Haltung ist in der färöischen Gesellschaft keineswegs marginal. Am 26. November 2008 wurde seitens der färöischen Gesundheitsbehörde erstmals davon abgeraten, überhaupt noch Grindwalfleisch zu essen. Als Begründung wird das nicht mehr tolerable Risiko der Parkinsonkrankheit aufgrund der Quecksilberbelastung genannt.

LINK EMPFEHLUNG:
Stoppt das Abschlachten von Grindwalen auf den Färöern! – Petition
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD)
Ich liebe Tiere | PRO TIERSCHUTZ – facebook Plattform für Tierfreunde und Tierschützer

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Grindadráp – Grindwaljagd auf den Färöer

Quelle: Wikipedia Artikel Grindadráp – lizenziert unter GFDLListe der Autoren / Foto: User Erik (1), Erik Christensen (2)

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