An diesen Spielen kann man als Tierfreund Gefallen finden
13. November 2019 – 14:06 | No Comment

Videospiele gelten schon seit längerem nicht mehr als Nischenprodukt, sondern haben sich erfolgreich im Mainstream etablieren können. Diese Entwicklung ist sicherlich in erster Linie auch dem Internet und Smartphone zu verdanken, welche den Zugang zu solchen Spielen um …

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Starb mein Hund an Leukämie? (247)

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 7. Juni 2010 – 17:302 Comments

Anfrage von Monika

Terrier Mix, männlich, 11,5 Jahre, nicht kastriert

Hallo und guten Tag, am 02.06.2010 starb unerwartet mein Terrier-Mix Mika, während der Behandlung einer Infektion im Alter von 11,5 Jahren. Ich habe ihn mit 4,5 Jahren aus dem Tierheim Remagen geholt und lernte ihn als tempramentvollen, verspielten und sehr liebenswerten Freund kennen. Eigentlich hatte Mika schon im letzten Jahr ein oder zwei Mal Bauchweh mit einem harten Bauch und Schmerzen. Dann wollte er nicht gehen. Am nächsten Tag war aber alles wieder weg. In diesem Jahr war etwa das gleiche passiert. Er hatte einen Tag Durchfall und danach wieder solche Bauchweh. Ich ging zum Tierarzt, der ihm Antibiotika gab, für ca. 1 Woche. Herztöne waren normal. Der Hund erholte sich aber nicht richtig und war irgendwie schlapp und teilnahmslos. Er war irgendwie richtig fertig. Ich ging nochmals zum TA, der dann feststellte, dass Mikas Herz unregelmäßig schlug. Probleme mit dem Bauch waren auch noch da. Dann ging ich in eine Tierklinik, wo Blut abgenommen wurde. Man stellte fest, dass Mika wohl einen Infekt hat. Die Leukozyten waren auf 16,7 G/l angestiegen. Der CK-Wert auf 208 U/l, was wohl auch die Herz-Rythmusstörungen erklärt. Das Hämatokrit hatte leichte Abweichungen nach unten.

Im folgenden waren die Werte so aufgeführt: a-Amylase 1506 U/l Lipase 212 U/l Glucose 0,3 mmol/l Fructosamine 271 umol/l Triglyceride 0.70 mmol/l Cholesterin 6,9 mmol/l Bilirubin-ges. + 5.8 umol/l AP 42 U/l GLDH 4.3 U/l g-GT 3.1 U/l ALT (GPT) 32.2 U/l AST (GOT) + 27.2 U/l CK + 208 U/l Gesamteiweiß + 76 g/l Albumin 42 g/l Globuline 33 g/l Harnstoff 6.7 mmol/l Kreatinin 85 umol/l Phosphat-anorg + 1.9 mmol/l Magnesium 1.1 mmol/l Calcium 2.5 mmol/l Natrium 152 mmol/l Kalium + 6.0 mmol/l Na-/K-Quotient 25.3 Eisen + 51 umol/l Blutbild (Laserstreulicht-Methode) Erythrozyten 5.66 T/l Hämatokrit – 0.42 l/l Hämoglobin – 130 g/l Leukozyten + 16.7 G/l Segmentkernige 69 % Lymphozyten 23 % Monozyten + 7 % Eosinophile 1 % Basophile 0 % Stabkernige 0 % Hypochromasie neg. Anisozytose neg. Thrombozyten – 140 G/l Differenzialblutbild (absolute Zahlen) Segmentkernige + 11.5 G/l Lymphozyten + 3.8 G/l Monozyten + 1.2 G/l Eosinophile 0.2 G/l Basophile und Stabkernige 0.0 G/l T-4 2.6 ug/dl

Der TA spritzte Antibiotika und eine Aufbauspritze und gab uns 10 Tabletten Clavaseptin 250 mg mit. Das Röntgenbild zeigte ein etwas vergrößertes Herz. Aufgrund der Infektion zeigte das EKG überwiegend VES. Wir bekamen für den Hund dann Vetmedin. Das Antibiotika schlug an und nach dem die Tabletten fertig waren, waren die Leukozyten nur noch auf 8 G/l. Der Hund war wieder fit. Das Herz schlug wieder regelmäßig. Aber etwa 1 Monat später, fing der Hund wieder an, mit Bauchweh, so dass er nicht aufstehen wollte. Er ging wieder ganz langsam, wegen der Schmerzen im Bauch. Der Bauch war wieder so fest und er machte ab und zu so rhytmische Bewegungen mit dem Bauch, so als wolle er pressen. Das Herz hatte aber keine Rhytmusstörungen mehr bekommen. Ich ging zum TA vor Ort, der feststellte, dass die Leukozyten auf 25 G/l waren. Das Hämatokrit lag nur noch auf 30. Er sagte, dass der Hund die Antibiotika wohl länger hätte nehmen müssen. Die 10 Tbl. waren zu wenig. Er gab dem Hund eine Spritze mit Antibiotika, ein Schmerzmittel und Baytril. Solche Phasen mit der Bauchgeschichte wechselten immer wieder ab. Er hatte mal 2 Tage keine Schmerzen im Bauch und ging auch mit gassi (aber langsamer als sonst), so dass wir dachten, er wäre auf dem Weg der Besserung sei. Er spielte dann auch mit seinem Bällchen. Und dann hatte er mal wieder die Phase, dass er nicht aufstehen konnte/wollte, mit dem Bauch so presste. Der Kot war nicht dunkel, eher gelblich-ockerfarben. Der Urin eher dunkel oder orange. Der Bauch war dann gebläht und fest. Man konnte auf der rechten Seite eine Erhebung fühlen. Der TA meinte, das sei die Leber. Das mit dem Unwohlsein war immer im Wechsel, was ich mir nicht erklären konnte. Das Baytril zeigte null Wirkung. Somit ging ich wieder zum TA. Eine sofortige Blutentnahme ergab, dass das Hämatokrit noch weiter gefallen war. Auch die Leukozyten waren noch etwas gestiegen. Der TA machte noch ein großes Blutbild. Es ergaben sich negative Befunde auf Babesiose und Anaplasmose. Die Retikulozyten standen auf 409.3 /nl.

Folgende Werte ergaben sich noch (Blutentnahme vom 25.05.10): a-Amylase + 1877 U/l Lipase 87.8 U/l Glucose + 6.32 U/l Bilirubin + 4.7 umol/l Gesamteiweiß – 49.4 g/l Globuline – 18 g/l Die Werte AP, GLDH, g-GT, GPT, GOT, CK (63 U/l), Albumin, Harnstoff, Kreatinin, Phosphat-anorg, Magnesium, Calcium, Natrium, Kalium, Na-/K-Quotient und Eisen sind alle normal. Blutbild (Laserstreulicht-Methode) Erythrozyten – 2.6 T/l Hämatokrit – 0.22 l/l Hämoglobin – 61 g/l Leukozyten + 27.7 G/l Segmentkernige – 52 % Lymphozyten 20 % Monozyten + 17 % Eosinophile 3 % Basophile 0 % Stabkernige + 8 % Hypochromasie neg. Anisozytose pos. Thrombozyten 155 G/l Differenzialblutbild (absolute Zahlen) Segmentkernige + 14.4 G/l Lymphozyten + 5.5 G/l Monozyten + 4.7 G/l Eosinophile 0.8 G/l Basophile 0.0 G/l Stabkernige + 2.2 G/l

Mikroskopisches Bild: Im Ausstrich sind im roten Blutbild eine Anisocytose mit leichter Polychromasie, vielen Normoblasten und vereinzelten Targetzellen sichtbar. (Was das auch immer bedeuten soll?) Daraufhin gab der TA uns Doxycyclin mit. Ich gab dem Hund das Mittel von Donnerstag bis Samstag. Er erbrach sich grundsätzlich nach der Einnahme, egal, ob es mit oder ohne Futter genommen wurde, so dass ich es absetzen musste. Am Montag stellte ich dann erstmals fest, dass sich der Bauch des Hundes anders wie sonst anfühlte. Er war sonst fest, ohne Fettschicht. Auch im gesunden Zustand. Eben stramm. Nun war er irgendwie weicher, elastischer. Er gab mehr nach. Ich glaube, dass auf einmal Wasser darin war. Das war sonst auf keinen Fall, da ich dem Wuffel ab und zu immer mal den Bauch massierte. Ich dachte, das könne von den Doxycyclin sein, die ja lt. Hersteller auf die Leber oder Nieren schlagen können. Wer weiß, ob die Organe nicht schon zu belastet waren. Ich habe leider keine Blutwerte von der Zeit nach dem 25.05.10. Ich sprach mit dem TA und er gab mir darauf hin das Medikament Clavaseptin, welches zuvor auch von der Tierklinik dem Hund erfolgreich verabreicht wurde. Die Werte wurden davon ja schon einmal besser. Am Montag fing ich damit an und der Hund schien mir auf dem Wege der Besserung. Er spielte mit seinem Ball und ging schon besser gassi am Dienstag. Abends ging ich noch einmal mit ihm und er erschien mir wie ausgewechselt. Es ging ihm besser. Er freute sich wieder. Am nächsten Morgen (02.06.10) um 6 Uhr war er auch recht normal drauf. Er ging mit mir raus und machte sein Geschäft. Ich fuhr dann für ca. 3 Std. weg. Mein Mann wollte dann um ca. 9.30 Uhr mit dem Hund gehen, aber er wollte nicht aufstehen. Er krampfte wieder mit dem Bauch, als wolle er pressen. Es fing also wieder an, dieser Schub. Nach Aussage von meinem Mann, fing der Hund plötzlich an am ganzen Körper heftig zu zucken. Aber nur für ein paar Sekunden. Aus dem After kam ein ca 5 cm langer, etwa Stiftdicker, gelber, klarer Schleim raus. Er verlor auch Urin. An seiner Zungenspitze sah ich später, als er tot war, eine kleine Verletzung. Kurz nach dem Zucken stand Mika auf, torkelig und fiel noch ein paar Stufen die Treppe zum Keller runter. Mein Mann wollte es noch verhindern und fing ihn an einem Bein ab. Er trug den Hund wieder auf seinen Platz auf den Teppich. Der Hund war aber unruhig und schleppte sich ins Esszimmer. Er mekte, dass was schlimmes passiert. Kurz darauf begann der Todeskampf, den mein Mann als grausam beschrieb. Der Hund schrie ein paar mal während des paarminütigen Todeskampfes. Zum Schluss schnappte er noch paar mal nach Luft und verdrehte die Augen. Da war er schon weggetreten. Er hatte dann auch unter sich gelassen. Die Farbe des Urins war aber normal hell. Was ist nur passiert. Wir haben doch alles versucht. Kann das auch Leukämie gewesen sein? Aber dann hätte zu Beginn doch kein Antibiotika auf die Leukozyten gewirkt? Warum ist der Hund so plötzlich gestorben, wo er am Vortag doch wieder Besserung zeigte. Morgens um 6 bis 7 Uhr lief er noch im Haus herum und um 9.30 Uhr wieder diese Phase, wo er nicht aufstehen konnte und wohl wieder die Schmerzen hatte, mit den Bauchbewegungen, aber dieses Mal ist er gestorben. Was waren das immer für Schübe? Seine Schleimhäute waren in der letzten Zeit durch die Anämie auch sehr blass. Ich muß noch erwähnen, dass er kein Fiebr hatte, weder zu Beginn noch zum Schluss. Jedenfalls nicht, als gemessen wurde. Er trank normale Mengen, soweit ich das beurteilen kann und gefressen hat er auch normal, wenn er keine Bauchkrämpfe hatte. Er bekam auch kein Trockenfutter und auch kein Billigfutter. Mika hatte manches mal ein paar Tropfen Urin verloren. Aber nicht viel.

Ich habe nun alles soweit geschildert, wie ich es noch in Erinnerung habe und würde mich sehr freuen, wenn ich hilfreiche Antworten bekommen könnte. Ich weiß, es ist viel zu lesen aber ich bedanke mich sehr für Ihre Mühe. LG Monika

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