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18. August 2019 – 21:33 | No Comment

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Was will mir mein Meerschweinchen sagen?

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 11. Mai 2019 – 19:24No Comment

Neben ihrer vielfältig ausgeprägten Körpersprache nutzen Meerschweinchen auch ihre prägnante Lautsprache, um sich mit ihren Artgenossen zu verständigen. Tierfreunde vernehmen zum Beispiel immer wieder Pfiffe aus ihrer Meerschweinchenkolonie. Was für ihre Menschen niedlich klingt, hat für Meerschweinchen eine konkrete Bedeutung.

„Das Pfeifen wurde lange als ein Begrüßungslaut gedeutet“, erklärt Immanuel Birmelin vom Verein für Verhaltensforschung bei Tieren e.V. „Jüngste Forschungen ergaben jedoch, dass das Pfeifen von den Meerschweinchen in ganz anderen Situationen gebraucht wird.“ Wird ein Meerschweinchen beispielsweise von seiner Gruppe getrennt, pfeift es und fragt so seine Artgenossen „Wo seid Ihr?“. Diese antworten wiederum mit einem Pfeifsignal: „Wir sind hier, komm zu uns.“ So findet das verlorengegangene Tier seine Herde wieder.

Signale mit Bedeutung
Ein etwas schriller Pfiff, der oft auch als Quieken wahrgenommen wird, ist dagegen eher ein Warnlaut. Wenn dieses Signal ein oder zwei Mal kurz hintereinander ertönt, bedeutet es für die Gruppe: „Achtung, Gefahr droht! Schnell weg!“ Manche Meerschweinchen reagieren auch auf bestimmte Schlüsselgeräusche wie zum Beispiel das Klappern der Futterschalen mit aufgeregten Pfiffen. „Sie erkennen die Situation und wissen, dass es gleich etwas zu fressen gibt“, erklärt Birmelin. „Ihre Pfiffe sind dann meist eine Mischung aus Ungeduld und Vorfreude.“
Meerschweinchenfreunde, die ihre Tiere aufmerksam beobachten, werden bald selbst feststellen, in welchen Situationen ihre Lieblinge ein bestimmtes Pfeifen einsetzen. „Solche Erkenntnisse sind für Tierhalter nicht nur sehr spannend, sie helfen auch, die Meerschweinchen besser zu verstehen“, sagt Birmelin.

»Probleme mit Meerschweinchen?«

Wenn mal die Fetzen fliegen
Streit gibt es in den besten Familien. Was für Menschen gilt, trifft auch auf Meerschweinchen zu. In der Regel müssen sich Meerschweinchenfreunde deshalb auch keine Sorgen machen, wenn im Gehege mal so richtig die Fetzen fliegen. Allerdings gibt es ein paar kleine Tricks, mit denen man das Heim der kuscheligen Vierbeiner leicht befrieden kann. „Zunächst einmal muss man sagen, dass Meerschweinchen in der Regel sehr harmonisch zusammenleben. Wenn es unter den Tieren doch einmal zum Streit kommt, geht es meist um die Rangordnung“, erklärt Kleintierexperte Immanuel Birmelin vom Verein für Verhaltensforschung bei Tieren. Streitende Meerschweinchen senden eindeutige Warnsignale an ihre Kontrahenten aus. „Sie wollen vor allem Eindruck schinden. Also plustern sie sich auf, laufen umeinander, klappern mit den Zähnen und machen knurrende Geräusche“, so Birmelin.
Eine klare Rangordnung innerhalb des Rudels ist wichtig für das Zusammenleben der Meerschweinchen. Deshalb sollten Menschen bei solchen Auseinandersetzungen nicht eingreifen. Meistens geht die schlechte Stimmung genauso schnell, wie sie aufgezogen ist. „Eine gute Planung der Rudelzusammensetzung kann allerdings schon von vornherein Streitigkeiten mildern oder ausschließen“, empfiehlt Birmelin. Damit keine Rivalität um die Weibchen entsteht, ist es zum Beispiel ratsam, nur ein Männchen in das Rudel zu integrieren. Sollen neue Tiere in ein bestehendes Heim kommen, eignen sich hierfür am besten Jungtiere, da diese sich leichter unterordnen.

Wollen Meerschweinchenfreunde etwas für den Frieden im Gehege tun, können sie es zum Beispiel auch baulich an die Bedürfnisse des Rudels anpassen. „Wichtig ist immer, dass die Tiere genug Platz haben“, rät Birmelin. „Trennwände, verschiedene Häuser oder mehrere Etagen ermöglichen es den Tieren, sich auch einmal aus dem Weg zu gehen.“ Damit die Tiere gut ausgelastet sind, brauchen sie außerdem regelmäßig genug Auslauf. Wer das Gefühl hat, seine Tiere streiten sich zu heftig und zu oft, der sollte einen Experten für Meerschweinchen Haltung um Rat fragen, zum Beispiel einen Kleintierarzt. Weitere gute Tipps und Infos rund ums Meerschweinchen findet man natürlich auch online auf ausgewählten Seiten wie Meerschweinchen-Haltung.com.


Meerschweinchen vs Kaninchen
Meerschweinchen kuscheln gern und lieben Gesellschaft. Kaninchen ebenfalls. Für manchen Tierfreund liegt es deshalb nahe, beide Tierarten im gemeinsamen Gehege oder Stall zu halten. „Lieber nicht!“ rät Professor Dr. Norbert Sachser von dieser Art der Haltung ab. Der Leiter der Abteilung für Verhaltensbiologie an der Uni Münster hat gemeinsam mit seinem Team untersucht, was die Tiere von einer solchen „gemischten WG“ halten und zu diesem Zweck die Meerschweinchen selbst „befragt“.

„Wir haben jungen Meerschweinchen die Wahl gelassen, entweder allein in ihrem Käfig mit Versteck und Futtervorrat zu bleiben oder durch einen Tunnel in einen Käfig zu wechseln, in dem ein ausgewachsener Artgenosse saß.“ Ergebnis: Über 80 Prozent der Zeit verbrachten die Kleinen bei dem größeren Meerschweinchen. Ein zweiter Test war ähnlich aufgebaut – nur mit dem Unterschied, dass diesmal der Tunnel in einen Käfig mit einem Zwergkaninchen führte. Die Entscheidung der Meerschweinchen fiel eindeutig aus: Sie blieben für den größten Teil der Zeit lieber allein und verbrachten durchschnittlich nur 40 Prozent der Zeit in Kaninchen-Nähe.

Beobachtet man das Verhalten der beiden Tierarten, stellt man fest: Meerschweinchen und Kaninchen passen einfach nicht zusammen. Prof. Sachser: „Kaninchen haben eine ganz andere Tagesrhythmik und kommen oft ausgerechnet dann neugierig auf die Meerschweinchen zu, wenn denen mehr nach Ruhe zumute ist.“ Zudem scheint es zwischen beiden Arten unüberwindliche „Sprachschwierigkeiten“ zu geben: Geht ein Kaninchen mit gesenktem Kopf und angelegten Ohren auf ein anderes Tier zu, so ist das als freundliche Annäherung gemeint. „Unsere Meerschweinchen haben dieses ,Ducken‘ aber auch nach vielen Begegnungen noch als Drohgeste interpretiert und ihrerseits mit aggressivem Schnauzenheben beantwortet.“ Fazit: In wirklich guter Gesellschaft sind Meerschweinchen wie auch Kaninchen nur unter Artgenossen.

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Quelle / Foto: Industrieverband Heimtierbedarf / Postinfo: BM

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