Wie man die richtigen Proben für einen Hund-Allergietest sammelt und was man vermeiden sollte
13. April 2024 – 13:50 | No Comment

Die Vorbereitung und Durchführung eines Allergietests bei Hunden erfordert Sorgfalt und Präzision, insbesondere wenn es um die Sammlung der richtigen Proben geht. Eine korrekte Probenentnahme ist entscheidend, um zuverlässige Testergebnisse zu erzielen und die spezifischen …

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Hepatozoonose – wirksamste Vorbeugung ist der Schutz vor Zecken

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 8. September 2012 – 21:405 Comments

Die Hepatozoonose ist eine durch parasitäre Einzeller der Gattung Hepatozoon hervorgerufene Krankheit bei Hunden. Sie verläuft unspezifisch mit Fieber, Gewichtsverlust und Schmerzen in der Lendenregion. Gelegentlich treten blutige Durchfälle auf. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, die Erkrankung ist mit Antiprotozoika jedoch unter Kontrolle zu bringen. Die wirksamste Vorbeugung ist der Schutz vor Zecken, über deren orale Aufnahme die Infektion erfolgt.

Erreger und Ãœbertragung

In Europa, Afrika und Asien wird die Hepatozoonose vor allem durch Hepatozoon canis hervorgerufen. Der Erreger kommt in Südeuropa, Afrika und Asien vor, so dass die Hepatozoonose in Mitteleuropa vor allem eine „Reisekrankheit“ ist. In den Sommermonaten kann die Braune Hundezecke aber auch in Mitteleuropa vorkommen, in beheizten Räumen auch ganzjährig, so dass auch ein Infektionsrisiko auch hier besteht. In Amerika wird die Hepatozoonose vorwiegend durch Hepatozoon americanum ausgelöst. Überträger ist die Golfküstenzecke (Amblyomma maculatum).

Der Erreger wird oral durch Fressen oder Verschlucken der Zecken übertragen. Empfänglich sind vor allem Hunde. Hepatozoen befallen die weißen Blutkörperchen, insbesondere die eosinophilen Granulozyten und Monozyten, sowie Endothelzellen der Milz, Leber, Muskulatur, Lungen und des Knochenmarks. In Geweben verursacht die Infektion eine eitrig-granulomatöse Entzündung. Durch Bildung von Immunkomplexen kann eine Glomerulonephritis oder Amyloidose entstehen. Bei Katzen lässt sich der Erreger zwar nachweisen, verursacht aber vermutlich keine Krankheitserscheinungen.

Zeckengefahr

Klinisches Bild

Die Inkubationszeit beträgt zwei bis vier Wochen. Das klinische Bild ist unspezifisch. Zeichen der Allgemeininfektion sind Fieberschübe, Gewichtsabnahme und Lymphknotenschwellungen. Die Schleimhäute können aufgrund einer Anämie blass erscheinen. Durch Eindringen der Sporozoiten in die Darmschleimhaut kann es zu blutigen Durchfällen und Inappetenz kommen. Bei Schizontenbildung in der Muskulatur treten Überempfindlichkeit vor allem in der Lendenregion, Muskelentzündungen, steifer Gang und Muskelschwund auf. Bei jungen Hunden kommt es häufig zu einer Reaktion der Knochen mit Ausnahme des Schädels.

Diagnose

Die Diagnose ist klinisch nicht zu stellen, insbesondere Reisen in den Mittelmeerraum sind hier vorberichtlich zu erfragen. Im Blutbild zeigt sich eine Neutrophilie mit Linksverschiebung. Die Zahl der roten Blutkörperchen nimmt ab (nomozytäre, normochrome Anämie). Die Aktivität der alkalischen Phosphatase ist erhöht. Die Gamonten lassen sich im Blutausstrich mittels Giemsa-Färbung nachweisen. Ein histologischer Nachweis der Schizonten kann anhand von Bioptaten erfolgen. Der indirekte Nachweis über Antikörper mittels ELISA ist in Deutschland bislang nicht verfügbar. Differentialdiagnostisch kommen vor allem Babesiose, Ehrlichiose, Leishmaniose und Immunkrankheiten in Betracht.

Verbreitung der Zecken in Europa

Verbreitungsgebiete von Zecken

Therapie

Eine vollständige Elimination des Erreger ist nicht möglich. Eine klinische Heilung kann mit einer Kombination aus Imidocarb und Doxycyclin oder mit Trimethoprim und Sulfonamiden erreicht werden. Gegen Hepatozoon americanum ist eine Kombination aus Trimethoprim, Sulfadiazin, Pyrimethamin und Clindamycin wirksam. Decoquinat vermindert die Gefahr von Rezidiven und erhöht die Überlebenszeit. Eine Prophylaxe ist vor allem durch Verhinderung eines Zeckenbefalls möglich. Milbenabweisende und -abtötende Wirkungen haben Amitraz, Fipronil, Permethrin, Propoxur und Pyriprol, die bei Auftropfen auf die Haut (pour on) eine Schutzwirkung von etwa vier Wochen haben. Deltamethrin und Propoxur haben bei Anwendung in Form imprägnierter Halsbänder eine Schutzwirkung von etwa sechs, Dimpylat von vier Monaten.

Dieser Artikel basiert u.a. auf dem Wikipedia Artikel Hepatozoonose / lizenziert unter GFDL / Liste der Autoren

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5 Comments »

  • Lisbeth sagt:

    Brrrrrrr! Ganz schön abschreckend der ARtikel. Ich werwende Advantix gegen Zecken, ich hoffe das schützt unseren Liebling ausrechend, aber anscheinend mögens die ZEcken wirklich nicht. Wir hatten diese Saison Glück und somit keine Zecke, aber nachdem wir am Land leben, ist die Gefahr groß und solche Kranheitserreger sind mir ein Graus!

  • Hanna sagt:

    @Lisbeth
    Ich benutze auch am liebsten diese Spot-Ons. Geht schnell und der Hund merkt nicht mal was davon ;)

  • lisa sagt:

    Ich finde dies spot ons nicht gut. Mein Meerschweinchen wird davon immer ganz komisch es rollt sich zusammen wie ein igel und legt einen Köttel. dan schläft es ein und wacht erst nach drei Tagen auf. Habt ihr eine lösung???
    Liebe Grüße Lisa

  • julius hell sagt:

    Hallo, die spot ons finde ich nicht gut. Mein Meerschweinchen rollt sich dann immer wie ein Igel zusammen und legt einen Köttel. Dann schläft es drei TAge und ist danach munter wie nie zuvor. Habt ihr eine Lösung??
    Liebe Grüße Julius

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