Ein Hund, zwei Halter, dreifache Freude – Dogsharing richtig planen
13. August 2018 – 11:50 | No Comment

Beim Dogsharing treffen zwei Menschen aufeinander, die sich die Verantwortung für einen Hund teilen. Eine gute Lösung für Tierfreunde, denen die Kraft oder das Geld fehlt, um sich (weiterhin) allein um einen Hund zu kümmern …

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Denkanstöße und Tipps fürs Spazierengehen

Hinzugefügt von Gastkommentar am 15. Mai 2011 – 12:004 Comments

Das neue Logo der „Hundeprofis“ sieht lustig aus und viele von uns fühlen sich davon angesprochen, ABER wünschen wir uns insgeheim nicht alle einen Hund, der uns in jeder Situation – sei es im vollen Einkaufszentrum oder beim Familienausflug in den Wildpark – an lockerer Leine folgt und mit dem wir ohne Anstrengung gemütlich spazieren gehen können?

Unser Wunsch entspricht auch dem unserer Hunde, denn auch sie wollen keine Probleme beim Atmen, die durch den Zug auf das Halsband verursacht werden, und natürlich auch einen gesunden Rücken, mit dem sie ungetrübt toben und spielen können. An Wünschen muss man arbeiten, damit sie in Erfüllung gehen und am Leinegehen leider ganz besonders lange – mir kommt es bei meinen Hunden manchmal so vor -;

Nachfolgend möchte ich Ihnen ein paar Denkanstöße und Tipps mit auf den nächsten „Leinenweg“ geben und ich bin sicher, dass es auch Sie mit Geduld und Konsequenz schaffen, einen Hund zu haben, der nicht mehr zieht. Am schnellsten führen diese Maßnahmen natürlich bei Welpen zum Ziel, bei erwachsenen Hunden, die schon lange ziehen, dauert es entsprechend länger. Packen Sie vor dem nächsten Spaziergang viele Leckerlis ein, vielleicht sogar gesunde Hundekeks die das Wohlbefinden fördern (Hundekekse nach Traditioneller Chinesischer Medizin ), nehmen sie sich Zeit und gehen sie einfach los, ohne ein Wegziel im Kopf zu haben.


Den Hund durch das Ziehen nicht zum Erfolg kommen lassen.

Betrachten Sie die Situation des Ziehens einmal aus Hundesicht, er zieht an der Leine, es schmerzt etwas am Hals, aber juhu – der Spielfreund ist schnell erreicht. Man könnte sagen, er hat für sein unerwünschtes Verhalten eine tolle Belohnung erhalten. Oder ein anderes Beispiel: Der Hund zieht den Gehsteig entlang, um dann mit Zug an der Leine vielleicht den Geruch seiner Lieblingshündin schnuppern zu können – ja richtig, schon wieder eine tolle Belohnung. Derartige Beispiele gibt es unzählige und jedes Erfolgserlebnis macht es uns schwerer, dem Hund artiges Gehen beizubringen.

Das Problem ist uns nun bewusst, wie beginnen wir mit einer Änderung? Beginnt sich die Leine zu spannen, können wir abrupt stehen bleiben. Unser Hund wird zuerst versuchen weiter zu ziehen, sich dann auf uns konzentrieren, wofür er natürlich eine Belohnung erhält, und dann setzen wir unseren Spaziergang fort. Eine andere Möglichkeit wäre in die andere Richtung wegzugehen und sobald sich der Hund auf uns konzentriert, können wir ihn wieder belohnen und in die ursprüngliche Richtung weitergehen.

Wenn “Rambo” Gassi geht …

Gestalten Sie den Spaziergang abwechslungsreich.

Was gibt es langweiligeres, als immer nur geradeaus zu gehen. Wir Erwachsenen gehen dahin, denken dabei vielleicht etwas nach, und gehen eben. Wer Kinder hat, wird die Frage: „Wie lang müssen wir noch gehen?“ nur all zu gut kennen. Das Interesse der Kinder und natürlich auch unserer Hunde steigert sich sprunghaft, wenn sie zum Beispiel zwischendurch über einen Baumstamm laufen dürfen, oder um Laternenmasten Slalom laufen dürfen, als nur stur daran vorbei zu gehen.

Beziehen Sie auch Dinge am Wegesrand mit ein, betrachten Sie einen Brunnen bei dem Sie vorbeikommen, oder machen sie einen Absperrschranken zum Erlebnis. Lassen Sie den Hund für braves, konzentriertes Leinegehen den einen oder anderen Trick ausführen, sei es sich zu verbeugen oder einmal um uns herumzulaufen oder oder oder… Der Spaziergang wird aufgelockert und die Aufmerksamkeit wird deutlich erhöht.

Belohnen Sie jeden noch so kleinen Fortschritt.

Klingt nachvollziehbar, aber betrachten wir mal unser Verhalten kritisch: Geht der Hund neben uns, nehmen wir das selbstverständlich und kaum läuft er nach vorne und beginnt zu ziehen, ertönt von hinten eine Stimme „Hör auf zu ziehen!“, „Jetzt geh endlich anständig!“… Und was denkt sich unser Hund? Kaum ziehe ich an, beginnt mich der Mensch da hinten zu loben – ziehen ist also nicht so übel. Also liegt es wieder an uns. Belohnen sie den Hund, wenn er brav neben Ihnen läuft, sprechen sie ihn an, geben sie ihm Belohnungskekse. Aber: Bitte seien sie still, wenn er nach vorne prescht.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Gassigehen

Und zum Abschluss: Auch wenn Ihr Hund gelernt hat brav zu gehen und sie meinen, er braucht keine Leine mehr, weil er nicht weggeht: Bitte lassen sie die Leine zur Sicherheit des Hundes und zur Beruhigung anderer Mitbürger dran!

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DIE HUNDEPROFISBesser leben mit Hunden

DI Ilona Szednyj, Tiertrainerin & Dipl. TCM Ernährungsberaterin:
“Lernen kann man aus guten und aus schlechten Beispielen und auch auch von Methoden, die man selbst nicht anwenden wird. Entscheidend ist, darüber nachzudenken, zu analysieren, seinen Hund lesen zu lernen und das Beste für sich und seinen Hund herauszunehmen – nur so kann ein erfolgreiches und rundum zufriedenes “Dreamteam” entstehen.”

rundum hundgerecht
Fotos: Dezidor (A) / Ilona Szednyj (B)

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