Fisch für die Katze? Was Katzen brauchen
20. Januar 2018 – 13:57 | No Comment

Katzen sind Feinschmecker und einige mögen Fisch mindestens genauso gerne wie Fleisch. Fisch enthält viel hochwertiges Eiweiß und ist deshalb als Nahrungsmittel für Katzen geeignet. Aber reine Fischfütterung deckt ebenfalls nicht alle Nährstoffe ab, sondern …

Lies den ganzen Artikel »
Hunde

Geschichten und Geschichte rund um die treuesten Freunde des Menschen.

Katzen

Seit 9500 Jahren Begleiter des Menschen – hier ein kleiner Auszug.

Tierwelt

Meinungen, Kommentare, Interviews und Berichte aus der Welt der Tiere.

Tiermedizin

Informationen über Krankheiten unserer tierischen Mitbewohner und deren Auswirkungen.

PRO Tierschutz

Tierschutz ist uns ein Anliegen! Home of “Projekt Giftwarnkarte”

Home » Hunde, Katzen

Schneckenkorn: Gefahr eines qualvollen Todes für Heimtiere

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 6. Juli 2010 – 10:032 Comments

Im Kampf gegen Nacktschnecken greift so mancher zur chemischen Waffe: Schneckenkorn wird häufig von Hobbygärtnern und auch in der Landwirtschaft eingesetzt. Doch das Gift führt nicht nur bei den Schnecken zu einem äußerst qualvollen Tod – es bedeutet auch eine Gefahr für Heimtiere.

Handelsübliches Schneckenkorn enthält das Magengift Metaldehyd und kann bereits in kleinen Mengen tödlich sein. “Gartenfreunde mit Kindern oder Heimtieren sollten es auf keinen Fall verwenden”, warnt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. “Es kommt immer wieder zu tödlichen Vergiftungen bei Hunden, und auch so mancher Igel stirbt qualvoll am Schneckengift.” Doch nicht nur für die gesamte Tierwelt im Garten ist die chemische Methode schädlich, die Giftstoffe sickern durch den Erdboden und belasten so Umwelt und Gewässer in hohem Maß. “Es reicht nicht, darauf zu achten, dass die Tiere das Gift nicht aufschlecken”, warnt Johanna Stadler: “Eine Vergiftung durch Metaldehyd kann bereits entstehen, wenn sie ihre Pfoten sauberlecken. Noch dazu mögen Hunde den süßlichen Geschmack dieses Giftstoffes.”

Eine Schneckenkorn-Vergiftung zeigt sich bei Mensch und Tier durch Erbrechen, erhöhten Speichelfluss, Durchfall, Zittern und Atemnot. Für Tiere reichen viel kleinere Mengen an Gift. Wenn Ihr Haustier mit dem Mittel in Kontakt gekommen ist, sollten Sie sofort zum nächsten Tierarzt gehen. Bei einer Schneckenkorn-Vergiftung entscheiden Minuten über Leben und Tod, denn die Latenzzeit ist kurz: Nach 30 bis maximal 60 Minuten lässt sich das Gift nicht mehr aus dem Körper entfernen. Der Tierarzt wird versuchen, den Magen auszupumpen und ein Mittel gegen die Krämpfe verabreichen. Besondere Vorsicht ist bei Katzen geboten: Während man beim Hund hierdurch alarmiert wird, sterben Katzen und Kleintiere oft unbemerkt, da sie sich eher zurückziehen.

Im Kampf gegen die ungeliebten Gartenbewohner bietet sich stattdessen eine Vielzahl von umweltverträglichen und tierfreundlichen Alternativen an: Schutzringe aus Sägemehl, Steinmehl oder Branntkalk halten Schnecken durch ihre entfeuchtende Wirkung von Pflanzen und Beeten fern. Auch der Einsatz von Kaffeesatz hat sich bei der Bekämpfung erfolgreich bewährt. Bei Regen sind diese Methoden jedoch nur bedingt wirksam und sollten häufig wiederholt werden. Sicheren Schutz bieten dagegen sogenannte “Schneckenzäune”. “Wem das zu teuer und aufwendig ist, sollte es stattdessen mit zerkleinerten Eierschalen probieren”, rät Johanna Stadler.

“Die Schnecken haben ein so grausames Ende durch chemische Keulen einfach nicht verdient”, betont Johanna Stadler. “Sie sind außerdem nicht nur schädlich: Sie graben Unmengen an Biomasse um und verwandeln es so in fruchtbaren Boden. Zusätzlich vertilgen sie altes und vergammeltes Obst und verhindern so die Ausbreitung von Krankheiten. Die Ausrottung von Schnecken im Garten bringt dessen biologisches Gleichgewicht komplett durcheinander.”

LINK EMPFEHLUNG: Erste Hilfe bei Hund & Katze: Vergiftung

MEHR ZUM THEMA
Gutes Jahr für Blattläuse
3 Laufenten gratis abzugeben

Nacktschnecken

Quelle: ots / Foto: Michal Maňas

Werbung

2 Comments »

Sag uns deine Meinung!

Poste deinen Kommentar, oder mache einen trackback von deiner eigenen Website.
Weiters kannst du die Kommentare abonnieren via RSS.

Willst du deinem Kommentar ein Bild hinzufügen, gehe zu Gravatar.