Wie man die richtigen Proben für einen Hund-Allergietest sammelt und was man vermeiden sollte
13. April 2024 – 13:50 | No Comment

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Wintertipps für Pferdehalter

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 21. Dezember 2021 – 13:09No Comment

Knackige Wintertemperaturen, Schnee und Eis. Damit Pferde gesund und fit durch die kalte Jahreszeit kommen, sind eine angepasste Fütterung, ausreichend Frischluft und Bewegung essenziell. Zudem sollte auch die Stallumgebung winterfest gemacht werden.

Die Tipps fürs Tier der Vetmeduni Wien zeigen, was Pferdehalter während der Wintermonate bei der Pflege und beim Umgang mit den Tieren beachten sollten und wie man Gefahren beim Ausritt vorbeugen kann.

Auf der Weide
Pferde können den Winter draußen verbringen, wenn sie metabolisch gesund sind, genug Kalorien erhalten, ein gutes Winterhaarkleid entwickeln und angemessenen Schutz haben.

Im Stall
Bei geschlossenen Türen und Fenstern sammeln sich Staub und Partikel in der Luft, die eine allergische Reaktion der Atemwege hervorrufen oder einen bereits bestehenden Zustand verschlimmern können. Während es verlockend ist, Stalltüren zu schließen, um Wärme drinnen zu halten, benötigen Pferde eine gute Belüftung für eine gesunde Atmung.

Pflege
Die übliche Routine, wie das Auskratzen der Hufe und die Fellpflege, sollten auch im Winter eingehalten werden. Dabei ist darauf zu achten, nicht die schützende Fettschicht aus dem Fell zu bürsten.

Stallumgebung

  • Gerade in Notsituationen sind geräumte Wege und Einfahrten wichtig, um auch bei schlechter Wetterlage stets Zugang zu den Pferden zu haben.
  • Für vereiste Oberflächen sollten Streumittel wie Streu, Sand oder Kies griffbereit gehalten werden, um Trittsicherheit zu bieten.
  • Es ist darauf zu achten, Pferden einen dreiseitig geschlossenen Unterstand mit weicher, trockener und verformbarer Liegefläche zu bieten, um Wind und Wetter zu trotzen.
  • Bei Minustemperaturen werden Trittschäden wie Löcher oder Maulwurfshügel zu gefährlichen Stolperfallen.

Geschorene Pferde, die den ganzen Winter draußen sind, müssen eingedeckt und bei Temperaturschwankungen angepasst umgedeckt werden. Vollständig geschorene Pferde (= einschließlich Kopf und Ohren) müssen bei extrem kalten Temperaturen im Stall gehalten werden, da Erfrierungen auftreten können. Wasserdichte und atmungsaktive Decken können vor Wind und Regen schützen, einem Unterstand ist bei ungeschorenen Pferden jedoch der Vorzug zu geben, um eine Anpassung an oft rasch veränderliche Wetterbedingungen zu ermöglichen.

Futter
Pferde verbrauchen im Winter unterhalb der unteren kritischen Temperaturgrenze deutlich mehr Kalorien als zu jeder anderen Jahreszeit. Die untere kritische Temperaturgrenze ist unter anderem abhängig von Alter, Rasse, Körperkondition, Fütterung, Wetterbedingungen (Wind, Feuchtigkeit) sowie der Akklimatisation und muss daher individuell betrachtet werden. Hochwertiges Heu und Raufutter sind die Hauptnahrungsmittel jeder Winterdiät. Auch bei Weidegang sollte immer zusätzlich gutes Heu zur Verfügung stehen. Pferde sollten nicht hungrig auf die Koppel gehen, damit sie nicht an giftigen Pflanzen knabbern, weil nur wenig Gras vorhanden ist. Kraftfutter generell erst nach dem Weidegang füttern, da sonst Verdauungsstörungen drohen, detto gilt für Elektrolyte fürs Pferd. Achtung: Durch Aufnahme von gefrorenem Gras kann es zu Koliken kommen.

Reiten bei Schnee und Kälte

  • Beim Ausreiten am Morgen, Abend oder an trüben Tagen Ausstattung von Reiter und Pferd mit Leuchtreflektoren.
  • Wärmende Unterlage: Auflegen einer Nierendecke, damit die Muskulatur nicht auskühlt.
  • Um Erkältungsgefahr vorzubeugen, nach einem Ausritt das Pferd trocken reiben, eine Abschwitzdecke verwenden, nasse Decken tauschen oder abnehmen. Alternativ Fell im Pferdesolarium trocknen.
  • Um die Muskulatur und die Gelenke aufzuwärmen, sollten Pferde nicht nur im Winter vor der schnelleren Arbeit mindestens 20 Minuten Schritt geritten werden. Auch die Reiter sollten sich gezielt aufwärmen.
  • Gebiss der Trense vor dem Auflegen in warmes Wasser legen, da kaltes Metall sehr unangenehm für Pferde ist.
  • Schnee kann Löcher oder Eisflächen verdecken, bei Unsicherheit über die Bodenverhältnisse unbekannte Strecken vermeiden.
  • Alternativ zum Reiten Spaziergänge mit dem Pferd machen. So können Reiter den Boden besser kontrollieren und steuern, wo das Pferd hintritt.
  • Bei beschlagenen Pferden sind Einlagen („snow grips“) empfehlenswert, bei unbeschlagenen kann Vaseline auf der Unterseite der Hufe helfen, das Aufstollen von Schnee zu vermeiden. Schraubstollen wegen der Verletzungsgefahr nach dem Reiten wieder entfernen.

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Quelle: vetmeduni vienna / Foto: © brit berlin/pixelio.de

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