An diesen Spielen kann man als Tierfreund Gefallen finden
13. November 2019 – 14:06 | No Comment

Videospiele gelten schon seit längerem nicht mehr als Nischenprodukt, sondern haben sich erfolgreich im Mainstream etablieren können. Diese Entwicklung ist sicherlich in erster Linie auch dem Internet und Smartphone zu verdanken, welche den Zugang zu solchen Spielen um …

Lies den ganzen Artikel »
Hunde

Geschichten und Geschichte rund um die treuesten Freunde des Menschen.

Katzen

Seit 9500 Jahren Begleiter des Menschen – hier ein kleiner Auszug.

Tierwelt

Meinungen, Kommentare, Interviews und Berichte aus der Welt der Tiere.

Tiermedizin

Informationen über Krankheiten unserer tierischen Mitbewohner und deren Auswirkungen.

PRO Tierschutz

Tierschutz ist uns ein Anliegen! Home of “Projekt Giftwarnkarte”

Home » Katzenrassen A-Z

Katzenrassen: Britisch Kurzhaar (BKH)

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 14. Oktober 2010 – 11:0312 Comments

Die Britisch Kurzhaar (abgekürzt: BKH, Englisch: British Shorthair) ist eine Rassekatze. Die Rasse ist seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt und wird seit über 100 Jahren gezielt gezüchtet.

Die Britisch Kurzhaar geht wahrscheinlich zurück auf Katzen, die vor etwa 2000 Jahren von den Römern mit nach Großbritannien gebracht wurden. Über Jahrhunderte war die Rasse weitestgehend sich selbst überlassen. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begann man, die British Kurzhaar gezielt auf Farbe und Typ hin zu züchten.

Im Jahr 1871 wurden in England die ersten Katzen der Rasse British Shorthair im Crystal Palace ausgestellt. Als in der Zeit nach den Weltkriegen der Zuchtbestand stark zurückgegangen war, versuchten einige Züchter, die Rasse durch Auskreuzen mit anderen Rassen wieder zu stärken.

Nachdem Versuche gescheitert waren, unregistrierte Hauskatzen zur Kreuzung einzusetzen, fiel die Wahl auf Perserkatzen. Man versprach sich durch diese Kreuzung vor allem eine Verbesserung des Typs der Britisch Kurzhaar. Weitere Kreuzungen fanden mit der Kartäuserkatze statt, deren Zuchtbestand ebenfalls durch die Kriege gelitten hatte. Aufgrund einer Angleichung der beiden Rassen wurden die Britisch Kurzhaar und die Kartäuserkatze oder Chartreux 1970 vom Zuchtverband FIFe zusammengefasst. Alle blauen Katzen wurden danach als Kartäuser, alle Katzen anderer Farben als Britisch Kurzhaar geführt.

Diese Einteilung wurde 1977 nach Protesten der Züchter der ursprünglichen Kartäuser wieder zurückgenommen. Die blaue Britisch Kurzhaar wird im Volksmund – aber zu Unrecht und irreführend – immer noch Kartäuser genannt und in manchen Zuchtvereinen auch unter diesem Namen geführt. Doch man kann heute die blaue Britisch Kurzhaar nicht mehr mit der echten Kartäuserkatze, der Chartreux verwechseln, da sie sich, bedingt durch gezielte Zucht, vor allem optisch von der echten Kartäuser unterscheidet.

Die eingekreuzten Perserkatzen bewirken, dass der Körperbau der Britisch Kurzhaar massiv, kurz und gedrungen ist, während die Figur der echten Kartäuser eher einer naturbelassenen Hauskatze entspricht.

In den 1980er-Jahren spaltete sich die Europäisch Kurzhaar von der Britisch Kurzhaar ab, die zuvor ebenfalls mit der Britisch Kurzhaar in einer Klasse gezeigt worden war. In den USA wurde die Britisch Kurzhaar erst 1980 vom Zuchtverband CFA anerkannt.

Die Britisch-Kurzhaar-Katze ist eher ruhig und vor allem im Vergleich mit Orientalen nicht zu lebhaft. Sie hat ein kurzes und dichtes Fell, das nicht zu weich ist („crispy“). Es zeichnet sich durch sehr viel Unterwolle aus, so dass es leicht aufspringt. Weil nach den Weltkriegen wegen der knappen Zuchtbestände Perser eingezüchtet wurden, sind ab und zu langhaarige Briten im Wurf. Auch diese gehören zur Rasse Britisch Kurzhaar. Sie haben lediglich halblanges Haar (auch mit starker Unterwolle wie die BKH, aber im Gegensatz zur Perserkatze Semilanghaar) und werden dann Highlander, Lowlander, Britanica oder einfach nur Britisch Langhaar genannt.

Britisch Kurzhaar-Katzen sind muskulös und kraftvoll gebaut, ihre Beine kurz und stämmig, die Pfoten groß und rund, der Schwanz etwas kürzer als üblich. Alles an ihr ist rund: die breite Brust, der Kopf, die breit gesetzten kurzen Ohren, so wie die großen ausdrucksstarken Augen.

BKH-Katzen entwickeln sich eher langsam. Die volle Größe wird erst mit 2 Jahren und älter erreicht. Ein normal entwickelter Kater wird zwischen 7 und 8 kg, Katzen zwischen 4 und 6 kg schwer.

Die charakteristische Farbe der Augen ist orange oder kupfer, bei den Silbervarietäten meist grün, bei den Points blau. Bis heute kennt man über 50 Farbvariationen der Britisch Kurzhaar. Diese lassen sich in die Kategorien Vollfarben, Bicolor und Point einteilen. Des Weiteren gibt es noch die bekannte Tabby-Zeichnung. Zu den Vollfarben zählen Weiß, Schwarz, Blau, Chocolate, Lilac, Cinnamon, Fawn, Rot und Creme. Diese Farben werden bei den Bicolor- und Point-Varianten mit Weiß kombiniert. Die beliebtesten und bekanntesten Farb-Variationen sind: Blau und Silber-Tabby in Classic, Spotted und Mackerel.

LINK EMPFEHLUNG
CFA-Standard der Britisch KurzhaarPDF (englisch)
CFA Breed Article: British Shorthair (englisch)
Ich liebe Tiere | PRO TIERSCHUTZFacebook Plattform für Tierfreunde

Britisch KurzhaarIdeal Companion: British Shorthair

Quelle: Wikipedia Artikel Britisch Kurzhaar – lizenziert unter GFDL – Liste der Autoren
Fotos: BritishEmpire (A) , Kattefreakske (B) , Chris beli (C)

Werbung

12 Comments »

  • [...] EMPFEHLUNG Katzenrassen: Britisch Kurzhaar (BKH) Ich liebe Tiere | PRO TIERSCHUTZ – Facebook Plattform für [...]

  • Helga Schiller sagt:

    Tierärzte sind die “Anwälte” der Tiere – sie überwachen den Tierschutz und setzten sich stets für das Wohl ihrer Patienten ein.
    So oder ähnlich, habe ich das schon oft gehört.

    Um so unverständlicher, dass sogar auf tierärztlichen Portalen für Rassezuchten geworben wird. Nicht nur, dass die einheimischen Tierheime überquellen und im Süden oder auch in den USA massenhaft unerwünschte Tiere gemeuchelt werden, die nicht den designerischen Ansprüchen der Zeitgenossen entsprechen – nein, gerade Rassetiere (natürlich auch Hunde) sind für viele Krankheiten prädisponiert, die “normale” Hauskatzen (oder Mischlingshunde) nur selten und meist erst im Alter bekommen. Denn normale Hauskatzen wurden nicht mittels Inzucht geschaffen, sondern haben einen vielfältigen und damit gesunden genetischen Pool. Man hat ihnen weder Stupsnasen angezüchtet, die ihnen die Zähne und Choanen fast schon ins Gehirn treiben, noch bekommen sie HCM als Erbgeschenk gleich in die Wiege gelegt (wie auch oben beworbene Rasse)oder sterben schon mit zwei Jahren an unheilbarer Niereninsuffizienz durch Nierenzysten, etc. pp. Und hier nutzen auch Kontrollen oder irgendwelche Feigenblatt-Rassezuchtvereine wenig. Denn Züchter züchten nicht aus Liebe zum Tier sondern aus Liebe zum Geld – zumal einige Krankheiten erst sichtbar werden, wenn die Tiere schon ein paar Jahre im “Zuchteinsatz” sind.

    Aber aus genau diesem Grunde wird ja vielleicht wieder verständlich, dass gerade auf tierärtzlichen Portalen derartige Werbung nicht fehlen darf. Sichern doch krank gezüchtete Tiere zu einem nicht unwesentlichen Prozentsatz die Einnahmequelle der Tierärzte. Motto: Züchte selbst oder ermuntere die Leute dazu und sorge so am effektivsten für Patientennachschub.

    Dass Laien oft dumm sind, nur nach dem Aussehen kaufen, ohne Ahnung zu haben, was sie hiermit unterstützen, ist leider kaum zu ändern. Aber Tierärzte sollten eigentlich aufklären und etwas weiter denken – als nur bis zu ihrer Geldtasche.

    Einfach nur schade.

  • Redaktion TierarztBLOG sagt:

    Liebe Helga,
    Von Werbung kann ja wohl hier keine Rede sein. Deine Kritikpunkte an der Zucht an sich mögen berechtigt sein, deine Verallgemeinerungen und Rundumschläge gegenüber allen Tierärzten sind jedoch unter Niveau.

  • Helga Schiller sagt:

    Darf ich fragen, warum mein zweiter Beitrag nicht freigeschaltet wird? Sind die Anschuldigungen – auch gegen das Mitwirken der “tierliebenden” Tierärzte – diesmal zu präzise? Oder wurde das Freischalten nur vergessen?

    Helga

  • Redaktion TierarztBLOG sagt:

    Liebe Helga,
    Wir “vergessen” nicht auf Freischaltungen sondern behalten uns vor, einem gewissen Niveau an Sachlichkeit Vorschub zu leisten. Liebe Grüße.

  • Helga Schiller sagt:

    Dann möchte ich gern wissen, wo ich in meinem Beitrag unsachlich war. Es ist unfair hier derartige Behauptungen aufzustellen, die kein Außenstehender nachvollziehen kann.
    Bitte veröffentlichen Sie meinen zweiten Beitrag. Danach können Sie mich gern zitieren und allen Lesern anhand dieser Zitat meine angebliche Unsachlichkeit aufzeigen.

    Ebenfalls liebe Grüße

    Helga

  • Redaktion TierarztBLOG sagt:

    Liebe Helga,
    Bitte senden Sie uns Ihren Kommentar noch einmal.
    mit freundlichen Grüßen

  • Helga Schiller sagt:

    Danke, dass Sie sich entschlossen haben, meinen Beitrag doch noch freizuschalten. Ich poste in zwei Teilen. Hier Teil 1:

    Sie erklären oben, dass Sie mit ihrem Beitrag (b.z.w. Beiträgen) über Rassetiere keine Werbung für diese betreiben. Natürlich berwerben Sie die Rassen nicht aktiv im Sinne: “Leute kauft Brithisch Kurzhaarkatzen!”. Aber die Wirkung dürfte ähnliches veranlassen. Denn Sie erklären in vielen Abschnitten, wie diese Rasse gezüchtet wurden. Sie zeigen nette Fotos mit süßen Katzen und verlinken ohne weitere Kommentare auf die Rasse-Standards dieser Rasse – gleich der erste Link. Hier ein Auszug daraus:

    Point Score
    HEAD (25)
    Muzzel and Chin 5
    Skull 5
    Ears 5
    Neck 5
    Eye shape 5
    BODY (35)
    Torso 20
    Eegs and Paws 10
    etc.pp.

    Mal abgesehen von den Schreibfehlern dieser “offiziellen Seite” (z.B. “Muzzel” statt “Muzzle” und “Eegs” statt “Legs”) geht es hier nur um das Aussehen des Tieres. Keine Aufklärung, die die potentiellen Käufer verunsichern könnte. Farben wie “Blue cream” sind in diesen Kreisen wichtiger, als die Gesundheit des zukünfigen Hausgenossen oder auch nur der allgemeine ethische Tierschutz.

    Auch konnte ich nirgends auf dieser Ihrer BKH-Beschreibungsseite eine Andeutung, geschweige denn den deutlichen Hinweis finden, welche Krankheit sich der oft naive Kunde mit der Anschaffung eines solchen “süßen Rassebabys” mit nicht gerade kleiner Wahrscheinlichkeit ins Haus holt. Natürlich können Sie argumentieren, dass sie nur informieren – nicht werben. Dann aber wäre diese Information sehr, sehr einseitig – und eindeutig pro Rassekatzenzucht. Z:B. Infos über Rassedispositionen zu den jeweiligen Krankheitn sucht man vergebens. Aber gerade Sie als Tierärzte wissen doch um so vieles besser als jeder Laie, welche Rassen von welchen Krankheiten heimgesucht werden. Ich habe hier einige Skripten von einer tiermedizinischen Hochschule liegen. Ich könnte bei Bedarf mehrere Seiten zu bestimmten Rassen und den dazugehörigen Krankheiten abtippen. Hunde sind hier aufgrund der Rassevielfalt noch viel mehr betroffen als Katzen.
    Stichwort Cavalier King Charles Spaniel, bei denen schon mit vier Jahren mehr als die Hälfte an Herzklappenfehlern leiden: http://de.wikipedia.org/wiki/Endokardiose
    Oder Stichwort Dobermann, für dessen Behandlung und Diagnose die Kleintierklinik der Universiät München allein ZWEI Tage die Woche geöffnet hat, an denen NUR Dobermänner untersucht und behandelt werden: http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/dobermann_kardiomyopathie.html

    Warum werden die negativen Aspekte, die jeder Zucht innewohnen auf Ihrer Seite verschwiegen? Der Rassewahn wird durch die Verlinkung auf die Rasse-Standards sogar noch unterstützt. Solche Links implizieren: Schaut her, so muss eine “richtige” Katze aussehen! Der Rest scheint unwichtig.

    Fakt ist, dass jede Rasse, egal ob Hund oder Katze, zu einem großen Teil aus Inzucht besteht. Anders ist es leider nicht möglich bestimmte äußerliche “Rassemerkmale” in dieser Ausprägung herauszuzüchten.

    Fakt ist auch, dass dadurch nicht nur die erwünschten äußerlichen Merkmale vererbt werden, sondern eben auch defekte Gene weitergegeben werden, die sich auf den gleichen oder benachbarten Genloci befinden und für “innerliche Abnormalitäten” kodieren. So z.B. bei der oben vorgestellten BKH die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine progressiv verlaufende und am Ende tödliche Herzkrankheit, für die es keine Heilung gibt. Diese Krankheit entsteht hier nicht erst im hohen Alter, wie bei den seltener betroffenen “Feld-Wald-Wiesenmischungen”, sondern kann schon Kitten treffen, die dann auch schon mit jungen Jahren sterben. Die Lebenserwartung von Inzuchttieren (auch Rassetiere genannt) ist leider nicht so hoch wie von Tieren, deren Erbgut nicht vom Menschen verdorben wurde.

    Fakt ist auch, dass Züchter sich damit entschuldigen, dass sie ihre Zuchttiere natürlich auf HCM (und andere Krankheiten – je nach Rasse) testen. Doch das ist leider eine Entschuldigung, die letztlich keiner Prüfung stand hält. Denn diese Krankheit ist nicht immer schon im jungen Jahren diagnostizierbar. Sie kann auch erst im Alter von fünf, sechs, sieben Jahren so ausgeprägt sein, dass sie mit den Mitteln der heutigen Medizin festgestellt werden kann. Die Zuchttiere aber sind dann schon jahrelang im Einsatz, haben schon x Würfe mit ebenfalls kranken Kitten gezeugt und aufgezogen. Andere Züchter verzichten ganz auf diese Untersuchungen, denn sie kennen ihre Tiere ja, wissen dass sie gesund sind. Wie Einstein schon feststellte, ist die menschliche Dummheit ist unendlich – erst recht, wenn es um finanzielle Aspekte geht.

    Zum anderen gibt es in Deutschland keinerlei Kontrollen für “Tierkardiologen”. Nur die Fachtierarzt- oder Zusatzbezeichnungen sind geschützt, was keinen Tierarzt, der sich nicht im Besitz dieser Titel befindet, daran hindern kann, ebenfalls seine Dienste als “Kardiologe” anzubieten, solange er sich keinen falschen Titel auf sein Praxisschild schreibt. Haben Mama und Papa oder die Bank das teure Ultraschallgerät mit Doppler bezahlt, kann die “Diagnostik” von kardiologischen Erkrankungen beginnen. So verstehen von den zahlreichen Anbietern leider nur wenige ihr Fach in ausreichendem Maße. Denn ein guter Kardiologe entsteht nicht im herkömmlichen Praxisalltag zwischen Entwurmungen und Kastrationen mal eben so nebenbei. Der Kunde aber weiß das im allgmeinen nicht. Er geht davon aus, dass jeder der einen Herzschall anbietet, auch das nötige Wissen vorweisen kann. Deshalb kommt es nicht selten zu Fehldiagnosen, die keinerlei Aussagekraft mehr haben. Allein das Kardiologie-Forum der Uni München ist kennt hierzu genügend Beispiele – z.B. hier:
    http://www.tierkardiologie.lmu.de/sys/cgi/yabb/YaBB.cgi?board=faelle;action=display;num=1176673391

    Teil 2 folgt…

  • Helga Schiller sagt:

    Teil 2:
    Fakt ist auch, dass viele Praxen und Kliniken sogar noch Sonderkonditionen für Züchter anbieten. Denn gerade von diesem Klientel lebt es sich recht bequem. Einmal einen Wurf Kitten oder Welpen chippen und impfen – und schon hat der TA ähnlich viel verdient wie bei einer viel zeitaufwändigeren Operation. Zudem kauft diese Kundschaft bei der richtigen Pflege auch viel mehr an Spezialfutter – von der Kittenmilch bis zum sinnlosen Futter für die spezielle Rassen. Menschen lassen sich so einfach manipulieren :-(

    Auch kenne ich nicht wenige Tierärtze, die selbst züchten. Oft wird sogar auf der eigenen Homepage mit diesem “Spezialwissen” geworben. Dem Klientel wird somit suggeriert, besonders gesunde Tier zu kaufen, denn allein das Berufsbild “Arzt” steht für Qualiät und Gesundheit der erworbenen “Ware”. Andere Praxen erklären kurzerhand die “Reproduktionsmedizin” zum Praxisschwerpunkt, bieten explizit Vaginalzytologie für Hündinnen an, auf die auch in der Ausbildung der Tierärzte an den Universitäten immer Wert gelegt wird. Die lukrative Zielgruppe der Züchter sollen wissen, wohin sie sich am besten wenden kann, wenn die Hündin schnellstens wieder trächtig werden soll…

    Wieder andere TA betätigen sich auf dem Beratunssektor: “Welche Hunde- bzw. Katzenrasse paßt zu mit?”…

    Die vielen Doktorarbeiten, die nach Gendiagnostik zur Früherkennung diverser Rassekankheiten suchen, gar nicht mitgerechnet. Tiere müssen leiden, damit Menschen fadenscheinige Erfolge feiern können.

    Internetseiten aber, auf denen Rasseprädispositionen für Krankheiten aufgezählt werden, findet man viel weniger. Hier ein paar Positivbeispiele, den ich werfe keinesfalls ALLE Tierärzte in einen Topf:
    http://kleintierkardio.net/#/typische-krankheiten/4535769950
    http://www.tkwn.at/fileadmin/…/Herzerkrankungen_bei_Hunden_und_Katzen.pdf

    Und: Das Thema betrifft keineswegs nur Herzerkrankungen. Alle anderen Organe sind ebenfalls betroffen. Oft sogar Organe, mit denen man als Laie kaum rechnet. Hier z.B. eine Seite zu Augenerkrankungen: http://www.tier-augenheilkunde.de/wissen/erbkr.htm (leider nur Hunde)

    Und so zieht sich die Liste kranker Rassetiere weiter und weiter… und die, die das nötige Wissen hätten, etwas dagegen zu unternehmen, tun nichts außer “schöne Rassenporträts” online zu stellen. Aufklärung? Nein, danke!

    Und so kann das Resultat am Ende aussehen:
    http://forum.zooplus.de/katzen-gesundheit-medizin/t-herzschall-spezialist-in-hh-oder-umgebung-77335.html
    Verängstigte und überforderten Tierhalter, die für ein krankes Tier, von dessen Gesundheit sie schon vor dem Kauf überzeugt waren (denn lt. weit verbreiteter Meinung bekommt man ja nur beim Züchter “Qualitätsware” – was aus dem Tierheim kommt, kann nur krank und minderwertig sein) nicht nur hunderte von Euros bezahlt haben, sondern die nun auch weiterhin für teure und aufwendige medizinische Verfahren zur Diagnostik oder Behandlung zahlen dürfen und dazu noch um das Leben ihres Lieblings bangen müssen – ihn oft genug nur all zu schnell verlieren. Verdient an diesem Geschäft haben neben den Züchtern vor allem die Tierärzte und Futtermittelhersteller. Die eindeutigen Verlierer aber sind die Tiere, denn sie hat niemand gefragt, ob sie lieber “schön” und dafür krank sein wollen. Ich bin überzeugt, jedes kranke oder ob seiner Rassemerkmale behinderte Tier würde mit Sicherheit liebend gern mit einer gesunden Promenadenmischung tauschen.

    Ich möchte Sie als Tierärzte deshalb bitten, sich einmal GEGEN den buchstäblich kranken Rassewahn – egal ob bei Hund oder Katze – stark zu machen. Aufzuklären, statt auf Seiten wie dieser auch noch Pro Zucht und Rasse zu sprechnen und damit indirekt für diesen Irrsinn zu werben. Das wäre eine Aktion, die das Wort “Tierschutz” wirklich einmal verdient hätte, so wie es die Berufsordnung für Tierärzte vorsieht.

    Zitat:
    Aufgaben und Pflichten der Tierärztinnen und Tierärzte
    § 1 Berufsaufgaben

    (1) Die Tierärztinnen und Tierärzte sind die berufenen Schützer der Tiere. Die Tierärztin und der Tierarzt sind im Rahmen der geltenden Vorschriften berufen, Leiden und Krankheiten der Tiere zu verhüten, zu lindern und zu heilen, das Leben und das Wohlbefinden der Tiere zu schützen, zur Entwicklung und Erhaltung gesunder Tiere in allen Haltungsformen beizutragen…”
    http://www.tknds.de/cms_tknds/index.php?page=137

    Die Themen, Vernichtung der ungewollten Streuner in südlichen Ländern (dem im Übrigen auch viele Rassetiere oder Halb-Rassetiere zum Opfer fallen, deren Halter die Lust an ihrem ehemaligem Hobby verloren haben) und die überfüllten Tierheime in Deutschland habe ich dabei jetzt absichtlich ausgespart. Für jedes künstlich erzeugte Rassetier stirbt statistisch gesehen ein anderes hilfsbedürftiges Tier, das keinen Platz finden konnte. Zucht ist auf rein anthropozentrische Gesichtspunkte ausgerichtet und läuft dem eigentlichen Tierschutz in mehrfacher Richtung etngegen. Ethischer Tierschutz ist ein Thema, über das man wiederum lange diskutieren könnte.

    Viel Erfolg noch mit Ihrer sicher interessanten, aber leider unkritischen Seite.

    Helga Schiller

  • Redaktion TierarztBLOG sagt:

    Liebe Helga,
    Danke für die umfassende Informationen, dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen.
    Und diesmal wurden auch nicht gleich ALLE Tierärzte in einen Topf geworfen, wie es beim ersten von uns nicht freigeschalteten Posting der Fall war ;-)

    Diesem Satz von Dir können wir allerdings nicht zustimmen:
    “Zucht ist auf rein anthropozentrische Gesichtspunkte ausgerichtet und läuft dem eigentlichen Tierschutz in mehrfacher Richtung entgegen.”

    Liebe Grüße!

  • Helga Schiller sagt:

    Danke für Ihren Kommentar, der mehr Offenheit zuläßt, als ich nach den ersten, mir Unsachlicnkeit unterstellenden Antworten angenommen hätte.

    Allderdings stand auch im ersten Posting wörtlich:
    “Internetseiten aber, auf denen Rasseprädispositionen für Krankheiten aufgezählt werden, findet man nur wenige. Hier ein paar Positivbeispiele, den ich werfe keinesfalls ALLE Tierärzte in einen Topf:”
    Ich mache mir immer Kopien von derart langen Postings – nur für den Fall, dass sie verloren gehen oder vergessen werden :-)

    Zum Ihrer Aussage:
    “Diesem Satz von Dir können wir allerdings nicht zustimmen:
    “Zucht ist auf rein anthropozentrische Gesichtspunkte ausgerichtet und läuft dem eigentlichen Tierschutz in mehrfacher Richtung entgegen”
    muss ich allerdings sagen, dass wir hier dann absout verschiedener Meinung sind.

    Mit freundlichen Grüßen
    Helga Schiller

  • Eva sagt:

    Hallo,

    die Postings oben sind schlichtweg zu einseitig.

    Einerseits wird gegen Rassekatzenzucht gewettert und bei Hunden (was hat der Cavalier King Charles mit BKH Katzen zu tun???) und Katzen an, dass ja doch die meisten krank sind. Da werden die genetischen (negativen) Dispositionen (HCM etc.) angeführt und Züchter sind schlechte Menschen. Genauso Liebhaber bestimmter Rassen.

    Sind die Hauskatzen denn allesamt gesund??? Vollautomatisch, einfach weil sie keiner speziellen Rasse angehören? Sieht jemand mal, dass eine Katzenmutter eventuell elendig stirbt, weil sie nach der X. Geburt so ausgemergelt ist, dass sie ihre Kitten nicht auf die Welt bringen kann??? Die Kitten die unter schweren Bedingungen überleben, sind gesund und stark. Und die, die jung gestorben sind, sind natürlich Auslese oder was??? Die bedürfen unseres Mitleids und unserer Anteilnahme nicht??? Waren bzw. sind sie es nicht wert auch geschützt zu werden. Wir leben doch auch nicht mehr im Urwald.
    Keine Katze aus dem Tierschutz muss jemals zum Tierarzt???
    Ganz weggelassen werden zum Beispiel andere Fakten aus der Urlaubstierliebe: mit jedem Tier aus südlichen Ländern schleppen wir Keime ein, die hier bislang nicht bekannt waren bzw. die wir vorher hier nicht hatten!
    Es gibt in Deutschland in der Tat genügend Katzen und Hunde in Tierheimen. Warum holen wir Tiere aus anderen Ländern her, die genau genommen unseren hier den Platz wegnehmen?
    Warum werden Tiere ausgesetzt? Weil die Lebensumstände der Menschen sich mit der Zeit ändern und es ja so einfach ist, ein Tier im Tierheim abzugeben. Da fühlt sich mancher noch edel, weil er doch so ein guter Mensch ist. Schließlich hätte er es ja auch aussetzen können.

    Pauschalurteile tun niemandem gut und helfen gerade im Tierschutz nicht weiter. Zeigt diese Argumentation doch einzig und allein den beschränkten Horizont mancher Menschen. Zucht und Tierschutz dürfen sich nicht ausschließen. Ein guter Züchter, egal welcher Spezies oder Rasse, trägt die Verantwortung für sein Tun und handelt immer tiergerecht, egal wie schwer es fällt! Es ist immer der Mensch der hinter allem steht. Er muss Verantwortung tragen. Ein ganzes Tierleben lang. Seinem Tun oder Lassen verdanken wir es, dass es überhaupt Tierheime geben muss. Wer ist denn bereit seine freilaufende Katze kastrieren zu lassen, oder gar für die Siedlungskatze Geld auszugeben um sie kastrieren zu lassen, tierärztlich versorgen zu lassen und (die oben genannte) Verantwortung zu übernehmen???? Auch wenn es sich “nur” um ein Tier aus seiner Umgebung handelt? Heißt es doch soo oft: das ist ja nicht meine, das geht mich nichts an. Wenn es an das eigene Portemonee geht, zeigt sich wieweit die Tierliebe geht!
    Jede Rasse ist es genauso wert erhalten und verbessert zu werden, wie jede Hauskatze es wert ist, ein tiergerechtes Umfeld zu haben.

    Einem guten Tierarzt ist es schlichtweg egal, ob ein Züchter oder Nichtzüchter mit seinem Tier kommt. Ein guter Tierarzt freut sich darüber, dass der Mensch seinem Tier gegenüber aufmerksam ist und bereit ist, bei den ersten Anzeichen zu kommen und nicht erst, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden lässt. Viele Menschen haben Geld für Reisen, Handy, Auto und vieles mehr, aber Tiere, die dürfen von der Allgemeinheit im Tierheim, das dazu noch auf Spenden angewiesen ist, versorgt werden. Wie viele Tiere könnten länger leben, wenn der Mensch, der die Verantwortung für sie hat, eher zum Tierarzt gegangen wäre. Aber das kostet natürlich Geld und Geld beten manche an, wie einen Gott.

    Die obige Argumentation führt nicht zu Ziel. Tierschutz geht jeden etwas an! Egal um welches Tier es sich handelt. Und jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas tun. Wenn jeder Mensch seine Umgebung sauber hält, ist bald die ganze Welt in Ordnung. Das fängt beim Tierschutz an und führt durch alle Bereiche des Lebens. Egal ob Kinderarbeit, die Geiz ist Geil Methode, die dazu führt, dass Menschen bald nicht mehr von dem Lohn für ihre Arbeit leben können,soziale Kompetenz oder anderes.

    Jeder ist gefragt. Herzensbildung ist alles!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Eva

Sag uns deine Meinung!

Poste deinen Kommentar, oder mache einen trackback von deiner eigenen Website.
Weiters kannst du die Kommentare abonnieren via RSS.

Willst du deinem Kommentar ein Bild hinzufügen, gehe zu Gravatar.