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13. November 2019 – 14:06 | No Comment

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Das Stierkampfverbot ist ein Aufbruchssignal

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 1. August 2010 – 12:53One Comment

Spanien – das Land der Stierquälerei. Es wird Zeit, dass diesem grausamen Spektakel Einhalt geboten wird. Das Stierkampfverbot in der nordspanischen Region Katalonien ist daher ein wichtiger, wenn auch eher symbolischer Erfolg für die Tierschützer. Denn in dieser eigenwilligen Mittelmeer-Region spielte der Stierkampf ohnehin keine große Rolle mehr.

Die historische Arena in Barcelona mit ihren 20.000 Plätzen ist der einzige Kampfplatz Kataloniens, der überhaupt noch benutzt wird. Nur selten ist das Rund ausverkauft. Im Gegensatz zu Arenen in Madrid oder Sevilla, wo es schwierig ist, überhaupt eine Eintrittskarte zu ergattern. Beliebt sind in Katalonien freilich die bei Tierschützern nicht weniger umstrittenen Stierrennen durch die Gassen der Dörfer – und diese werden von dem Verbot nicht betroffen sein.

Gleichwohl nährt das Verbot die Hoffnung, dass den Toreros auch im restlichen Spanien bald der Kampf angesagt wird. Denn noch immer schmückt sich, mit Ausnahme Kataloniens und den Kanarischen Inseln, fast jedes spanische Dorf mit einer “Stierfiesta”. Volksfeste, bei der die Belustigung darin besteht, Kampfbullen zu Tode zu foltern. Es gehört sich einfach nicht für eine zivilisierte Gesellschaft im modernen Europa, dass Tierquälerei als eine Art Volkssport betrieben wird. Eine blutige Barbarei, der auch noch zynisch die Etiketten “Kultur” und “Traditionspflege” umgehängt werden. Die sogar mit öffentlichen Geldern aus der Staatskasse und aus EU-Töpfen subventioniert wird.

Das Verbot ist daher vor allem ein Aufbruchssignal für die Tierschützer, die seit Jahren gegen die “blutige und grausame Tradition” Sturm laufen. Und ein weiterer Hieb der rebellischen Katalanen gegen die ungeliebte spanische Nation, mit der man möglichst wenig gemein haben will. Denn auch wenn Umfragen zufolge eine Mehrheit der Spanier keine amigos der Stierkämpfe sind, ist ein landesweites Verbot nicht in Sicht. Der sozialistische Regierungschef Jose Luis Zapatero, der zu den Tierfreunden zählt, will dieses heiße Eisen nicht anfassen. Denn seine Partei ist, wie die ganze Gesellschaft, ziemlich gespalten in dieser Frage.

Die Größe einer Nation lässt sich auch daran ermessen, wie sie ihre Tiere behandelt”, sinnierte schon vor langer Zeit Mahatma Ghandi, der weltberühmte Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung. So gesehen befindet sich das Spanien des 21. Jahrhunderts leider immer noch ziemlich am Ende der europäischen Zivilisation.

Kommentar von Ralph Schulze, Kleine Zeitung

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Quelle: ots / Foto: Michelangelo-36

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