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	<title>TierarztBLOG.com &#187; Kampfhund</title>
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	<description>Informatives und Unterhaltsames rund um Hund, Katze und Kleintiere.</description>
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		<title>Gefährliche Rassen gibt es nicht!</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 06:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastkommentar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kampfhund]]></category>
		<category><![CDATA[Rasseliste]]></category>

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		<description><![CDATA[Österreich &#8211; Sowohl in NÖ als auch in Wien wurden im Zuge eines verschärften Hundehaltegesetzes diverse Rassen (und deren Mischlinge) als „Rassen mit erhöhtem Gefährdungspotential“ auf eine Liste gesetzt. Das solche Rassenlisten keine Verbesserung der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-4200" href="http://www.tierarztblog.com/2010/02/10/dogo-amstaff-killerhund-kampfhund-verbot-rasseliste-pro-contra-volksbefragung-pudel-pitbull/retriever_american_stafford_pitbull_kampfhund/"><img class="alignleft size-full wp-image-4200" title="Meine Hunde / © Nina Bydzovsky" src="http://www.tierarztblog.com/wp-content/uploads/2010/02/retriever_american_stafford_pitbull_kampfhund.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Österreich</strong> &#8211; Sowohl in NÖ als auch in Wien wurden im Zuge eines verschärften Hundehaltegesetzes diverse Rassen (und deren Mischlinge) als „Rassen mit erhöhtem Gefährdungspotential“ auf eine Liste gesetzt. Das solche Rassenlisten keine Verbesserung der Situation bringen sieht man sehr gut am Beispiel mehrerer europäischer Länder, wie etwa in Italien und Teilen Deutschlands, wo diese Listen wieder abgeschafft wurden, da sie nicht den gewünschten Erfolg hatten. Italien hatte beispielsweise zuletzt 135 (!!) Rassen auf der Liste.</p>
<p>Erst vor einigen Monaten, im Oktober 2009, wurde die Rassenliste im Gefahrhundegesetz von Schleswig Holstein wieder abgeschafft. Begründung für die Abschaffung war, dass man Bürgerinnen und Bürger vor verwantwortungslosen Hundehaltern schützen will, eine Rasseliste sich aber hierfür als ungeeignet erwiesen hat. Tatsache ist, es gibt gefährliche Hundeindividuen. Tatsache ist auch, dass die Bevölkerung vor gefährlichen Hunden geschützt werden muss! Doch die Gefährlichkeit eines Hundes an der Rasse festzumachen ist wissenschaftlich widerlegt! Trotzdem werden mehrere Hunderassen als „Kampfhunde“ zusammengefasst und an den Pranger gestellt.</p>
<p>Was ist ein Kampfhund? Die Gruppe „Kampfhund“ ist kein kynologischer Terminus sondern ein subjektiver Begriff. Die breite Masse versteht darunter stark bemuskelte, kurzhaarige Hunde, welche für manch einen einfach gefährlich aussehen. Wir alle kennen die Fotos welche momentan die Medienwelt in Österreich prägen: der Zähne fletschende Hund hinter Gittern&#8230;meist aus dem Kontext gerissen oder bewusst provoziert…doch wo bleiben die objektiven Fotos die genau jene Hunde als „normale“ Hunde zeigen? Auf solche Bilder verzichtet man bewusst, um die Angst und den Hass der Bevölkerung zu schüren und somit auf Wählerstimmenfang zu gehen.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="565" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/joAiPGkK_PY" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="565" height="350" src="http://www.youtube.com/v/joAiPGkK_PY"></embed></object></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Kampfhunde terrorisieren nicht nur Deutschland &#8230;</strong></p>
<p>Halter sogenannter „Kampfhunde“ sollen in Zukunft härtere Auflagen für ihren Hund bekommen (Maulkorb- und Leinenpflicht, höhere Steuern, eine verpflichtende Prüfung, bei Nichtbestehen droht der Einzug des Hundes, etc.). Dies ist nicht  nur eine wirkungslose Maßnahme, sondern stellt auch einen massiven Eingriff in die persönliche Freiheit von Haltern solcher Hunde dar. Durch die allgemein geschürte Unsicherheit werden Besitzer von „Kampfhunden“ diskriminiert und an den Rand der sozialen Gesellschaft gedrängt. Sie werden Opfer von Beschimpfungen und Angriffen, nur weil ihr Hund für manch einen dem Bild in den Medien entspricht.</p>
<p>Dabei sind diese erstellten Listen absolut willkürlich! Mehrere der genannten Rassen wurden noch nie in Österreich auffällig, einige erwähnte Rassen haben hierzulande sogar eine solch geringe Population dass ihre Erwähnung äußerst grotesk wirkt. Zudem können ungeschulte Menschen mit Sicherheit nicht zwischen den einzelnen Rassen unterscheiden und somit ist der Willkür Tür und Tor geöffnet. Viele Experten haben in Studien gezeigt, dass das Verhalten eines Hundes nur zu einem äußerst geringen Prozentsatz ererbt ist; viel mehr kommt es auf die Haltung, Sozialisierung und Prägung an. Nachdem jeder Hund seine eigenen Erfahrungen mit seiner Umwelt macht, ist es daher schlichtweg nicht möglich, ganze Rassen als gefährlich zu betiteln.</p>
<p>Ein beliebtes Argument der Befürworter von Rasselisten ist die angeblich höhere Beisskraft von „Kampfhunden“. Auch dies ist wissenschaftlich widerlegt, denn hierfür gibt es vereinfacht gesagt folgende Regel: ein großer Hund kann fester beißen als ein kleiner (siehe z.B. BRIDGERS et al., 1988). Was uns wiederum zur Unsinnigkeit der Rassenlisten bringt, auf welchen auch kleine Rassen mit gerade einmal 40cm Schulterhöhe stehen, während einige größere Hunderassen, welche sogar sehr häufig zubeissen,  nichtmal annähernd aufscheinen.</p>
<p>Tatsache ist, dass es bereits genügend Gesetze für das reibungslose Zusammenleben mit Hunden im urbanen Bereich gibt. Doch was nützen Gesetze wenn sie nicht exekutiert werden? Wir brauchen weder Rassenlisten noch neue Auflagen in diesem Bereich! Verantwortungslose Menschen, die sich nichtmal an bestehende Gesetze halten, werden sich auch nicht an zukünftige neue Gesetze halten. Darum sollte man bereits bestehende Gesetze stärker kontrollieren und hohe Strafen bei Nichtbeachtung einführen anstatt Steuergelder für neue Gesetze zu verprassen, die wieder nicht exekutiert werden!</p>
<p>Alleine die Meldepflicht von Hunden wird nichtmal annähernd kontrolliert, obwohl dies anhand der Hundemarke realtiv leicht zu bewerkstelligen wäre. In Wien leben schätzungsweise 45.000-50.000 nicht-gemeldete Hunde! Die Halter dieser Hunde würde man jedoch auch nicht mit einem neuen Gesetz oder einem Hundeführschein erreichen, da diese Hunde ja nirgendwo aufscheinen und somit offiziell nicht existieren.</p>
<p>Jedoch wäre es wichtig an einem ganz anderen Punkt anzusetzen: Vermehrerhunde, Hundehandel im Internet oder aus dem Osten! Diese Hunde stammen häufig aus Massenvermehrungen, wo sie unter erbärmlichen Bedingungen aufwachsen, viel zu früh und ohne ausreichende Sozialisierung abgegeben werden. Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen sind dem Tierhandel in Österreich Tür und Tor geöffnet. Zu Schleuderpreisen kann jeder schnell mal einen Hund erwerben. Bei diesen Hunden wird kein Wert auf Aufzucht und Gesundheit gelegt. Solche Hunde laufen viel mehr Gefahr später auffällig zu werden. Zudem informieren sich viele Käufer solcher Hunde nicht über die Rasse und deren Eigenheiten. Hauptsache billig muss der Hund sein! Dies führt zu potentiellen Problemen, die Halter sind schnell überfordert und diese Hunde landen allzuoft in den ohnehin überfüllten Tierheimen. Hier wären neue Gesetze notwendig, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten.</p>
<p>Rassenlisten und verschärfte Gesetze sind nicht nur diskriminierend für die Halter gewisser Hunderassen sondern führt wiederum zu neuen Problemen. Eine Leinen- und Maulkorbpflicht führt dazu, dass Hunde in ihrer Bewegung und ihrer arttypischen Kommunikation eingeschränkt werden. Gerade mangelnde Bewegung kann aber zu mangelnder Auslastung und damit verbundener Frustration führen und stellt zudem einen enormen Stressfaktor für den Hund dar. Die Kennzeichnung „gefährlicher“ Hunde (z.B. mittels roter Marke) birgt zudem die Gefahr einer vorgetäuschten Sicherheit, denn auch ein Hund ohne dieser Kennzeichnung kann „gefährlich“ sein oder werden.</p>
<p>Zudem werden Menschen, welche ihren Hund bewusst „scharf“ machen oder Hundekämpfe veranstalten, einfach auf andere Rassen ausweichen, welche auf keiner Liste zu finden sind, wie man es bereits in Deutschland gesehen hat. Letztlich werden, wie oben schon mehrfach erwähnt, durch solche Gesetze die verantwortungsbewussten Hundehalter getroffen und bestraft, an die schwarzen Schafe kommt man ohnedies nicht heran (sonst hätte man dies ja schon seit Jahren getan, nachdem es sehr wohl auch bei bestehenden Gesetzen die Möglichkeit dazu gibt).</p>
<p>Abschließend kann man folgendes sagen: Der Halter ist dazu verpflichtet seinen Hund so zu führen, dass er niemanden belästigt oder gefährdet! Dies sollte aber für Halter aller Rassen gelten und nicht durch absurde Bestimmungen auf einige wenige Rassen beschränkt werden! Wichtig wäre es der allgemeinen Bevölkerung endlich die Scheuklappen abzunehmen und ihnen zu zeigen: es gibt keine gefährlichen Rassen, nur gefährliche Einzelindividuen! Und gerade bei dieser Aufklärungsarbeit sind auch die Tierärzte gefragt, da sie oftmals die erste Anlaufstelle von Hundehaltern sind!</p>
<p>Wir müssen nun alle an einem Strang ziehen um die Lage zu verbessern und Menschen vor wirklich gefährlichen Hunden zu schützen! Doch dies erreichen wir mit Sicherheit nicht durch Rassenlisten oder Hundeführscheine,  welche keine Sicherheit geben können. Diese sind und bleiben falsch verstandene  Forderungen eines  vermeintlichen  Sicherheitsgefühls. Wir müssen uns gemeinsam für eine neue Regelung bezüglich „Billigwelpen“ einsetzen, damit endlich der erste Schritt in die richtige Richtung gemacht wird!</p>
<p><a rel="attachment wp-att-4203" href="http://www.tierarztblog.com/2010/02/10/dogo-amstaff-killerhund-kampfhund-verbot-rasseliste-pro-contra-volksbefragung-pudel-pitbull/nina_bydzovsky_tierarzt_vetmed_uni/"><img class="alignleft size-full wp-image-4203" title="© Nina Bydzovsky" src="http://www.tierarztblog.com/wp-content/uploads/2010/02/nina_bydzovsky_tierarzt_vetmed_uni.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <strong>Nina Bydzovsky</strong>, Hundehalterin mit veterinärmedizinischem Hintergrund<br />
<strong>Mehr zum Thema:</strong><br />
<strong>&gt;</strong> <a title="“Kampfhunde” – Waffen an der Leine" href="http://http://www.tierarztblog.com/2010/02/08/kampfhunde-pitbull-waffen-leine-leitartikel-patterer-kleine-zeitung/" target="_self">“Kampfhunde” – Waffen an der Leine: Jedes lebenslang entstellte Kind rechtfertigt ein Verbot von Zucht und Haltung<br />
</a><strong>&gt;</strong> <a title="Wiener Tierärztekammer gegen Kategorisierung bestimmter Hunderassen – FPÖ Wien fordert Führschein für alle Rassen" href="http://www.tierarztblog.com/2010/02/05/wien-fpo-wahlkampf-hundefuhrschein-rasseliste-pro-contrakampfhunde-tierarztekammer-volksbefragung/" target="_self">Wiener Tierärztekammer gegen Kategorisierung bestimmter Hunderassen – FPÖ Wien fordert Führschein für alle Rassen</a><br />
<strong>&gt;</strong> <a title="“Kampfhunde” zerfleischen Pensionistin in Niederösterreich" href="http://www.tierarztblog.com/2010/02/05/kampfhunde-zerfleischen-pensionistin-niederosterreich-rasseliste-tot/" target="_self">“Kampfhunde” zerfleischen Pensionistin in Niederösterreich – Rottweiler eingeschläfert</a></p>
<p><a title="FUNWINGAMES - Tierisch gute Spiele - Gratis Photoplay Skillgames - Free Online Games" rel="attachment wp-att-3460" href="http://www.tierarztblog.com/2010/01/06/stierkampf-peta-corrida-mortale-tierschutz-verbot-kolumbien-spanien-youtube-imogen-bailey-todlich-video/a2-39/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-3460" title="FUNWINGAMES - Tierisch gute Spiele - Gratis Photoplay Skillgames - Free Online Games" src="http://www.tierarztblog.com/wp-content/uploads/2010/01/a28.jpg" alt="" width="565" height="70" /></a></p>
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		<item>
		<title>Wiener Tierärztekammer gegen Kategorisierung bestimmter Hunderassen &#8211; FPÖ Wien fordert Führschein für alle Rassen</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion TierarztBLOG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tierwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Kampfhund]]></category>
		<category><![CDATA[Tierärztekammer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wien (apa/ots) &#8211; Seit letzter Woche werden die Stimmzettel für die Wiener Volksbefragung vom 11. bis 13. Februar 2010 per Post zugestellt. Rund 1,1 Millionen stimm-berechtigte Wienerinnen und Wiener sind aufgefordert, ihre Meinung zu fünf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-4054" title="&quot;Kampfhund&quot;: Bullterrier / Foto: Cohanne" src="http://www.tierarztblog.com/wp-content/uploads/2010/02/bullterrier_kampfhund_hundeführschein_wien.jpg" alt="&quot;Kampfhund&quot;: Bullterrier / Foto: Cohanne" width="300" height="300" />Wien</strong> (apa/ots) &#8211; Seit letzter Woche werden die Stimmzettel für die Wiener Volksbefragung vom 11. bis 13. Februar 2010 per Post zugestellt. Rund 1,1 Millionen stimm-berechtigte Wienerinnen und Wiener sind aufgefordert, ihre Meinung zu fünf Themen des öffentlichen Lebens abzugeben. Darunter auch die Frage nach der Einführung eines verpflichtenden Hundeführscheins für sogenannte &#8220;Kampfhunde&#8221;. Zugegeben, Kenntnisse des Hundehalters um Erziehung und Haltung und damit verbunden auch die Großstadttauglichkeit und Sozialverträglichkeit des Tiers sind Grundvoraussetzungen für ein sicheres und reibungsloses Zusammenleben von Mensch und Hund insbesondere in städtischen Ballungszentren wie Wien.</p>
<p><strong>Was aber ist ein &#8216;Kampfhund&#8217;?<br />
Ist der geforderte Hundeführschein für bestimmte, als &#8216;gefährlich&#8217; oder &#8216;aggressiv&#8217; eingestufte Rassen tatsächlich zielführend?</strong></p>
<p>Die Wiener Landesstelle der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK) spricht sich seit Jahren klar gegen eine solche Kategorisierung bestimmter Hunderassen aus. Denn: es gibt keine Rasse &#8216;gefährlicher Hund&#8217;. Bereits aus einem 2004 von der Tierärztekammer verfassten Thesenpapier zur gesetzlichen Regelung sogenannter &#8216;gefährlicher Hunde&#8217; geht eindeutig hervor, dass Verhaltensauffälligkeiten und Aggression bei Hunden keine rasseabhängigen Merkmale darstellen. Die Ursachen für Verhaltensstörungen beim Hund sind vielmehr in Haltungsbedingungen, Gesundheitszustand und Erziehungsmängel des Tiers zu suchen. Das Festmachen von Gefährlichkeit von Hunden an Rassemerkmalen oder ihrem optischen Erscheinungsbild ist wissenschaftlich nicht zu belegen und ist deshalb, wie auch der &#8216;Kampfhunde-Führschein&#8217;, abzulehnen.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="565" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/MZm037jPNgc" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="565" height="350" src="http://www.youtube.com/v/MZm037jPNgc"></embed></object></p>
<p style="text-align: center;"><strong>In falschen Händen sind Hunde eine Katastrophe &#8230;</strong></p>
<p><strong>Warum ist ein Hund aggressiv?</strong></p>
<p>Primäre Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden sind eine nicht artgerechte Haltung, Krankheiten und mangelnde Kontrolle durch den Hundehalter. Erst in zweiter Instanz zeichnet eine fehlende oder ungenügende Erziehung für Fehlverhalten verantwortlich. Eine gesteigerte Aggressionsbereitschaft hängt stets mit zahlreichen Faktoren zusammen und kann nicht an einem einzigen Faktor, nämlich dem Aggressionspotential, das ein Hund vielleicht von seiner genetischen Veranlagung her mit sich bringt, festgemacht werden. Umwelteinflüsse, Lernerfahrungen im Umgang mit Artgenossen und Mensch, hormonelle Faktoren (zB. maternale Aggression), Erkrankungen und Schmerz spielen eine wesentliche Rolle, ob und in welchem Ausmaß ein vorhandenes Aggressionspotential zum Tragen kommt. Schmerz beispielsweise kann bewirken, dass selbst äußerst friedfertige Hunde plötzlich aggressiv reagieren. Aggressives Verhalten erfolgt also &#8211; von wenigen Ausnahmen abgesehen &#8211; kontextspezifisch. Artgerecht gehaltene und gesunde Tiere entwickeln selten ein gesteigertes Aggressionsverhalten.</p>
<p><strong>Prävention durch Information und fundiertes Ausbildungsangebot</strong></p>
<p>Der seit 2006 in Wien auf freiwilliger Basis angebotene Hundeführschein besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung und ist ausdrücklich nicht als Ersatz für eine fundierte Ausbildung bei einem anerkannten Wiener Hundesportverein und/oder kompetenten Hundetrainer zu sehen. Irreführend daher auch die Fragestellung im Rahmen der Volksbefragung, die den Hundeführschein als &#8220;eine fundierte Ausbildung für Hundehalter/innen, bei welcher der richtige Umgang mit Hunden gelehrt wird&#8221; beschreiben, stellt er doch vielmehr nur eine Momentaufnahme des Zusammenspiels zwischen Halter und Hund innerhalb einer simulierten Prüfungssituation dar.  Eine solche Prüfung für mehr oder weniger willkürlich ausgewählte &#8216;gefährliche&#8217; Rassen verpflichtend einzuführen, wird jedoch langfristig weder Bissverletzungen durch vermeintlich &#8216;ungefährliche&#8217; Rassen wie Dackel &amp; CO noch generell Unfälle zwischen Mensch und Hund verhindern können. Um zielführend und nachhaltig das Zusammenleben von Hundehalter, Hund und Mitmenschen zu verbessern, bedarf es nach Dafürhalten der Wiener Landestelle einem verbesserten Informationsangebot und klaren gesetzlichen Regelungen hinsichtlich Zuchtbedingungen und Ausbildung von Hunden.</p>
<p>Dr. Maurizio Colcuc, Präsident der Landesstelle Wien der Österreichischen Tierärztekammer</p>
<p><strong>Kooperationsangebot</strong></p>
<p>&#8220;Unser Berufstand erkennt und respektiert das Bedürfnis nach einem sicheren und verbesserten Zusammenleben von Mensch und Hund. Deshalb auch unser Angebot an die Stadträtin Frauenberger, sie in ihrer aktuellen Aufklärungskampagne rund um den freiwilligen Hundeführschein, zu unterstützen. Im Rahmen unserer Tätigkeit sind wir jederzeit bereit, Hundehalter über die Wichtigkeit und wesentlichen Eckpunkte des Hundeführscheins, über Ausbildungsmöglichkeiten sowie über Rechte und Pflichten des Hundehalters zu informieren. Darüber hinaus stehen wir diesen als sachkundige Ansprechpartner bei praktischen Fragen im Zusammenleben mit dem Hund gerne zur Verfügung.&#8221;</p>
<p><strong>FPÖ Wien fordert Führschein für alle Rassen</strong></p>
<p>Die Wiener FPÖ forderte im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag einen Führschein für alle Hunderassen. Laut GR Herbert Madejski ist ein aggressives Verhalten von Hunden nicht rasseabhängig, daher gebe es &#8220;prinzipiell keine Kampfhunde&#8221;. Die Fragestellung, im Hinblick auf die Volksbefragung, sei emotional. HundebesitzerInnen der angeführten Rassen würden nun diskriminiert, daher würden viele diese Hunde bereits jetzt im Tierschutzheim abgeben, so Madejski. Die Wiener FPÖ sei daher für die Ablegung einer Prüfung für alle Hunderassen. Diskutieren könne man höchstens über eine &#8220;eventuelle Gewichtsbeschränkung&#8221; der Tiere. Zudem solle ein &#8220;Tierschutzkompetenzzentrum&#8221; eingerichtete werden, das gemeinsam mit dem Tierschutzhaus, beispielsweise Kurse über artgerechte Haltung anbieten könnte. Weiters sei eine Strafregisterbescheinigung notwendig, um sicher zu stellen, dass Tiere nicht in falsche Hände gelangen würden. Ab heute, Donnerstag, startet die Wiener FPÖ eine eigene Internet-Plattform <a title="www.bravehunde.at.tt" href="http://www.bravehunde.at.tt" target="_blank">www.bravehunde.at.tt </a>mit Umfragen und Information zum Thema Hundehaltung.</p>
<p><strong>GRÜNE: Einführung eines Hundeführscheins nur für bestimmte Hunderassen greift zu kurz</strong></p>
<p>&#8220;Die Einführung eines Hundeführscheins nur für bestimmte Hunderassen greift zu kurz&#8221;, betont die Klubobfrau der Grünen Wien, Maria Vassilakou.  Alle Experten sprechen sich gegen so genannte Rassenlisten aus, da beinahe alle Hunderassen potenziell gefährlich sein können. Die Hundebiss-Statistik führt beispielsweise in Oberösterreich der Schäferhund vor dem Golden Retriever an. &#8220;Ein verpflichtender Hundeführschein für alle HundehalterInnen ist ein geeignetes Instrument, um Gefahren zu verringern&#8221;, so Vassilakou.  Für auffällige Hunde solle es eine erweiterte Schulung geben, ebenso müsse man auf die &#8220;soziale Befähigung&#8221; der HundehalterInnen achten. &#8220;Ausnahmen soll es nur für besonders kleinwüchsige Hunde geben&#8221;, so Vassilakou abschließend.</p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong><br />
<a title="“Kampfhunde” zerfleischen Pensionistin in Niederösterreich – Rottweiler eingeschläfert" href="http://www.tierarztblog.com/2010/02/05/kampfhunde-zerfleischen-pensionistin-niederosterreich-rasseliste-tot/" target="_self">“Kampfhunde” zerfleischen Pensionistin in Niederösterreich – Rottweiler eingeschläfert</a></p>
<p><strong>PRESSEAUSSENDUNGEN</strong> Österreichische Tierärztekammer    Landesstelle Wien / FPÖ Wien / GRÜNE Wien<strong> / Foto:</strong> Cohanne (lizenziert unter <a title="GFDL Lizenz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:GNU_Free_Documentation_License" target="_blank">GFDL</a>)</p>
<p style="text-align: center;"><a title="FUNWINGAMES - Tierisch gute Spiele - Gratis Photoplay Skillgames - Free Online Games" href="http://www.funwingames.com" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-3460" title="FUNWINGAMES - Tierisch gute Spiele - Gratis Photoplay Skillgames - Free Online Games" src="http://www.tierarztblog.com/wp-content/uploads/2010/01/a28.jpg" alt="FUNWINGAMES - Tierisch gute Spiele - Gratis Photoplay Skillgames - Free Online Games" width="565" height="70" /></a></p>
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		<title>Problematik &#8220;Kampfhund&#8221; &#8211; Hundehalte(r)gesetze erforderlich?</title>
		<link>http://www.tierarztblog.com/2009/06/30/kampfhund-hundehaltergestz-rasseliste-niederosterreich-rassenliste-pitbull-dobermann-stafford-dogo-argentino-no-ovp/</link>
		<comments>http://www.tierarztblog.com/2009/06/30/kampfhund-hundehaltergestz-rasseliste-niederosterreich-rassenliste-pitbull-dobermann-stafford-dogo-argentino-no-ovp/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 22:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion TierarztBLOG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Hundebesitz]]></category>
		<category><![CDATA[Hundehaltergesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kampfhund]]></category>
		<category><![CDATA[Rasseliste]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu allen Zeiten wurden Hunde auch im Krieg für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Später verwendete man bestimmte Rassen als Kampfhunde, für Kämpfe mit anderen Tieren, aber auch gegeneinander. Umgangssprachlich werden bestimmte Rassen pauschal als gefährliche „Kampfhunde“ ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu allen Zeiten wurden Hunde auch im Krieg für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Später verwendete man bestimmte Rassen als Kampfhunde, für Kämpfe mit anderen Tieren, aber auch gegeneinander. Umgangssprachlich werden bestimmte Rassen pauschal als gefährliche „Kampfhunde“ eingestuft, ohne dass dieser Einteilung wissenschaftlich belegbare Kriterien zugrunde liegen. Der Begriff „Kampfhund“ wird heute fast nur noch in einschlägigen Medien benutzt. Behördlicherseits wird Listenhund, Anlagehund, Kategoriehund oder „soKa“ (sogenannter Kampfhund) verwendet. Die als Argument angeführte Behauptung, dass einige Hunderassen eine genetisch bedingte verminderte Beißhemmung hätten, ist aus wissenschaftlichen Gesichtspunkten falsch.</p>
<p>Unter Beißhemmung versteht man das natürliche Verhalten eines Hundes oder Wolfes, welches die Aggressivität innerhalb des Rudels begrenzt. So gibt es in Wolfsrudeln und auch unter Hunden nur selten tödlich verlaufende Kämpfe, da die Tiere beispielsweise durch „Unterwerfungsgesten“ ihre Rangordnung festlegen. Diese Muster sind im Welpenalter erlernt und können bei fehlender Sozialisation der Tiere gezielt unterdrückt werden, ein Effekt, welcher auf alle Hunderassen zutrifft. Inwieweit die Veranlagung zu derartigen Verhaltensstörungen auch vererbt werden und damit gezielt herausgezüchtet werden kann, ist strittig. Da „Kampfhunde“ im kriminellen Milieu den Charakter von Statussymbolen haben, werden Welpen hier teilweise gezielt auf diese Verhaltensstörung trainiert und auch bei der Zucht selektiert, um die soziale Stellung ihrer Besitzer zu unterstreichen.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-R4x855nHgg" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/-R4x855nHgg"></embed></object></p>
<p>Ausgangspunkt der kritischen Medienberichterstattung und der skeptischen Haltung der Öffentlichkeit gegen die „Kampfhunde“ sind immer wieder – teils tödliche – Unfälle mit Vertretern dieser Rassen. Nach absoluten Zahlen aus den Statistiken der Bundesländer werden die meisten Beißunfälle in Deutschland jedoch durch Schäferhunde verursacht, welche man nicht zu den „Kampfhunden“ rechnet. Andererseits sollen Hunderassen wie der Pitbull durch die enorme Kraft ihrer Kiefermuskeln auch bereits bei versehentlichem Biss stärkere Verletzungen hervorrufen als andere Hunde gleicher Größe. Daher haben sie das Potential &#8211; besonders bei unsachgemäßem Umgang &#8211; zu einer erheblichen Gefahr zu werden. Solche Hunde stellen spezielle Anforderungen an ihre Haltung und Erziehung und benötigen einen verantwortungsbewussten Halter, so der Gesetzgeber. Diese Aussagen konnten bisher aber nicht belegt werden. Anerkannte Wissenschaftler angefangen von Günther Bloch über Dorit Urd Feddersen-Petersen bis Erik Zimen bestätigen, dass sie dafür keine Anhaltspunkte haben, und bestreiten, dass es Messungen der Beißstärken überhaupt gibt.</p>
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