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9. Januar 2012 – 09:30 | No Comment

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WSPA schlägt Alarm: Balis Hunde in Gefahr

Hinzugefügt von Redaktion TierarztBLOG am 3. November 2009 – 10:00One Comment

Hundefreund Pak Ineng  - © WSPABali – Die Regierung hatte die Impfung von 70.000 Hunden veranlasst, um anschliessend ca. 20.000 Hunde zu töten – unter ihnen auch Tiere, die zuvor geimpft worden waren. Die WSPA arbeitet zusammen mit der Mitgliedsorganisation Bali Animal Welfare Association (BAWA), um gegen die Tötungen anzukämpfen. Die WSPA unterstützt zurzeit Tierärzte und Mitglieder der Regierung, die sich für ein umfassendes Impfprogramm einsetzen, durch das der Tollwut für immer ein Ende gesetzt werden kann. Neben den lokalen Behörden bitten sie auch zwischenstaatliche Organisationen um Hilfe. In einer einzigen Woche wurden Mitglieder der WSPA Zeugen von Tötungsaktionen in zwei Dörfern. Sie haben gesehen, wie die Hunde mit Fleisch angelockt wurden, das mit Strychnin übersät war. In anderen Fällen wurden die Hunde mit Pfeilen beschossen, die mit dem Gift getränkt waren. Durch die Wirkung des Stoffs waren die Hunde gelähmt und erlitten Krämpfe, die mehrere Minuten andauerten, bevor sie letztlich dem Tod erlagen.

Tötungen sind keine Lösung

Als Reaktion auf einzelne Fälle von Tollwut, die registriert worden waren, hatte der Gouverneur von Bali bereits vor einem Jahr eine Massentötung veranlasst. Auch damals war das erklärte Ziel, „die Tollwut zu eliminieren“. Laut zahlreicher Fallstudien, die dem Gouverneur bekannt sein dürften, sind Massentötungen jedoch kein effektiver Weg, um die Verbreitung von Virusimpfektionen wie Tollwut zu verhindern. Massenimpfungen von Hunden dagegen haben sich als erfolgreich erwiesen und werden von der World Health Organisation (WHO) unterstützt. Über 35.000 Tierschützer haben als Reaktion auf Balis frühere Massentötungen an der Online-Kampagne teilgenommen, um zusammen mit der WSPA ein Ende dieser grausamen Massnahmen zu erwirken. Die Tötungen endeten – leider jedoch nur vorläufig.

WSPA – Eine starke Gemeinschaft für die Rettung der Tiere

Im Oktober erreichte die WSPA ein dringender Hilferuf der BAWA, die mehrere gemeinnützige Programme in Bali zum Schutz der Tiere verwirklicht hat: Geburtenkontrolle, Bildung der Bevölkerung, eine tieräztliche Klinik, die auch Tiere aufnimmt, ein tierärztlicher Notdienst und zuletzt eine Kampagne, die gesunde Hunde vor dem Tod bewahren möchte, gehören dazu. Die BAWA und die WSPA sind Mitgliedsorganisationen des Bali Rabies Forum, einem Zusammenschluss von Tierschutzorganisationen, der sich gegen die Verbreitung von Tollwut – und für ein überlegtes Impfprogramm – einsetzt. Mitarbeiter der WSPA, die mit dem Bali Rabies Forum vor Ort zusammenarbeiten, versuchen derzeit, die Belege zur effektiven Bekämpfung der Krankheit, die zum Teil in anderen Teilen Indonesiens durch erfolgreiche Massenimpfungen erbracht wurden, publik zu machen und einflussreiche Instanzen zu erreichen.

Verbreitete Halbwahrheiten

Die Presse in Bali veröffentlicht nahezu täglich neue Berichte über den “Krieg gegen die Tollwut”. Detailreich werden dabei die Zahlen getöteter Hunde aufgelistet und mit Bildern von Kadavern illustriert. Fakten zur effektiven Bekämpfung von Tollwut durch Impfungen werden verschwiegen. Gespräche mit Balinesern zeigen, dass eine Minderheit der Bevölkerung für die Massentötungen ist – und dies meist, da angenommen wird, es gebe keine andere Lösung des Problems. Mit dem Wissen um die Effektivität einer Massenimpfung ändern die Menschen ihre Meinung – natürlich möchten sie, dass ihre Hunde leben!

Hund getötet mit Strychnin - © WSPADie Balinesische Regierung stützt sich auf ein Gesetz von 1926, das die Tötung von “Außenhunden” (also Hunden, die nicht eingesperrt oder anderweitig an menschliche Umgebungen gebunden sind) zur Bekämpfung von Tollwut empfiehlt. Natürlich gibt es in Bali viele Hunde, die sich frei bewegen und dennoch zu Menschen, wie zum Beispiel Pak Ineng (siehe Bild), gehören. Er ist der Klian Banjar (Ortsvorsteher) in Darmasaba und besitzt einen Rassehund als Haustier, kümmert sich aber um mindestens drei andere, streunende, Hunde im Ort. Von ihm hat die WSPA erfahren, dass viele Bewohner streunende Hunde regelmäßig füttern und sich um sie kümmern. Sie trugen auch dafür Sorge, dass streunende Hunde zu den Impfstationen gebracht wurden, die zu Beginn des Jahres errichtet worden waren. „Sie leben nicht in Käfigen und laufen nicht an der Leine, und trotzdem sind es unsere Hunde“, bekräftigt Pak Ineng.

LINK Empfehlung: WSPA Welttierschutzgesellschaft e.V.

Mehr zum Thema:
Folgeartikel 10.12.2009 – Dringende Hilfsaktion der WSPA zur Rettung bedrohter Hunde auf Bali

Quelle: WSPA

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